Patan Durbar Square - Platz im historischen Zentrum

Der Pantan Durbar Square liegt im historischen Zentrum der zweitgrößten Stadt Nepals und gehört mit dem Königspalast und den zahlreichen Tempelanlagen und Pagoden zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten im Kathmandu-Tal.

Patan Durbar Square
Patan Durbar Square

Die Stadt Patan ist von des nepalesischen Hauptstadt Kathmandu nur durch den Bagmati-Fluss getrennt. Sie ist die älteste der drei Königsstädte und das öffentliche Leben ist überwiegend buddhistisch geprägt. Der Überlieferung nach soll Patan im 3. Jahrhundert v. Chr. von der Kirat Dynastie gegründet worden sein. Patan gehörte im frühen Mittelalter zu den größten und wohlhabendsten Städten der Erde. Um das Jahr 1000 lebten bereits mehr als 100.000 Menschen in der nepalesischen Stadt. Jahrhundertelang war Patan die Hauptstadt eines eigenen Königreiches gleichen Namens. Erst im Jahr 1768 wurde sie in das Königreich Nepal integriert. Zu den Hauptattraktionen der Stadt gehört der Durbar Square im historischen Zentrum der Altstadt. Der Platz liegt am Kreuzungspunkt uralter Handelsstraßen, die einen erheblichen Teil zum Reichtum der Metropole beigetragen haben.

Der Zutritt zum Patan Durbar Square ist kostenpflichtig. Am Eingang ist eine Gebühr zu entrichten. Zu den eindrucksvollsten Bauwerken an dem zentralen Platz gehört der dreiteilige Königspalast. Die Gebäude umschließen drei große Innenhöfe, von denen der mittlere Hof mit der Bezeichnung Mul Chowk der älteste und bekannteste ist. Der Zugang wird von zwei steinernen Löwenstatuen flankiert. Im Zentrum des nahezu quadratischen Innenhofes erhebt sich der vergoldete Bidya Schrein. An den Seiten ziehen sich zahlreiche kleine Taleju Tempel entlang. An der südlichen Hofseite befindet sich der Eingang zum Schrein der Taleju. Er wird von Statuen der Flussgöttinnen Ganga und Jamuna flankiert, wobei Ganga rittlings auf einer Schildkröte thront und Jamuna auf einem geschnitzten Krokodil platziert wurde. Rechts neben dem zentralen Hauptplatz Mul Chowk befindet sich der zweite Innenhof mit dem Namen Sundari Chowk. Eingelassen in den Boden des Hofes liegt das ehemalige Bad des Königs. Im dritten Innenhof mit der Bezeichnung Keshav Narayan Chowk befindet sich der Degutale Tempel, der als Sitz der Göttin Taleju gilt.

Zahlreiche Tempel und Pagoden, deren Außenfassaden mit kunstvollen Schnitzarbeiten verziert sind, machen den architektonischen Reiz des Durbar Squares in Patan aus. Zu den imposantesten Anlagen gehört der achteckige Krishna Tempel, der gleichzeitig das wichtigste religiöse Gebäude des Komplexes ist. Der Tempel wurde im Jahr 1637 zur Herrschaft des Königs Siddhinarasimh aus der Malla-Dynastie errichtet. Die Legende berichtet von einem nächtlichen Ereignis, als dem Herrscher die Götter Krishna und Radha erschienen sein sollen. Der Tempel wurde an der Stelle errichtet, an dem dieses Ereignis stattgefunden hat. Auffälliges Merkmal des Krishna Tempels sind die 21 goldenen Zinnen. Aus dem Jahr 1627 stammt der Vishwanath Tempel, der dem Gott Shiva geweiht ist. Die Dachbalken sind mit aufwendigen Schnitzereien verziert, die erotische Szenen zeigen. Zwei steinerne Elefantenstatuen bewachen den Eingang dieses Tempels.

Am Ende des Patan Durbar Squares steht der Bhimsen Tempel, der im Jahr 1680 erbaut wurde und dem Gott des Handels gewidmet wurde. Passend zur Symbolik tummeln sich in dieser Gegend besonders viele Straßenhändler und Souvenirverkäufer, die an einfachen Verkaufsständen ihre Waren anbieten. Am nördlichen Rand des Platzes befindet sich das Café du Temple. Auf der Dachterrasse können Sie eine Pause während Ihrer Besichtigungstour einlegen und dem bunten Treiben auf dem Durbar Square zuschauen. Im Café werden ihnen auf Wunsch die landestypischen Momos serviert. In den Seitenstraßen des Platzes finden Sie unzählige kleine Geschäfte, in denen kunsthandwerkliche Erzeugnisse angeboten werden. Hier haben Sie die Gelegenheit die sogenannten Thankas in verschiedenen Qualitäten zu erwerben. Die kunstvollen Gemälde mit den zahlreichen Applikationen aus Gold sind nicht ganz billig, doch der Preis ist, wie bei allen Geschäften in Nepal, Verhandlungssache. In einigen Werkstätten können Sie den Künstlern bei der Erstellung der Thankas über die Schulter schauen.

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