Ausflüge von Kaliningrad - unberührte Landschaft

Ausflüge von Kaliningrad führen Sie in Städte und Naturlandschaften in der Oblast Kaliningrad, die als russische Exklave zwischen Polen und Litauen an der Ostseeküste liegt.

Russland Ausflüge von Kaliningrad
Ausflüge von Kaliningrad

Die russische Exklave Kaliningrad erstreckt sich auf einer Fläche von rund 13.600 Quadratkilometern und hat mit dem russischen Teil der "Kurischen Nehrung, der Stadt Swetlogorsk und dem Ostseebad Cranz attraktive Ausflugsziele zu bieten. Der Badeort Swetlogorsk gehörte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zu Ostpreußen und damit zum Deutschen Reich. Bis 1945 war das Seebad mit seinen knapp 11.000 Einwohnern unter der Bezeichnung Rauschen bekannt und diente den Einwohnern von Königsberg als Naherholungsgebiet und Badeort an der Ostsee. Die Bausubstanz im Stil der typischen Bäderarchitektur, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts an der nördlichen Ostseeküste verbreitet war, ist weitestgehend erhalten. Zu den Wahrzeichen der Stadt zählt der Wasserturm mit seiner markanten Sonnenuhr. Zehntausende Feriengäste suchen Swetlogorsk noch heute alljährlich wegen der langen feinsandigen Ostseestrände auf. Hinzu kommen mehr als 70.000 Kurgäste, die in den Unterkunftsbetrieben an der Ostseeküste einen Kuraufenthalt verbringen.

Eine reizvolle, nahezu unberührte Naturlandschaft empfängt Sie auf dem schmalen Landstreifen der Kurischen Nehrung, der auf einer Gesamtlänge von 98 Kilometern das Kurische Haff von der offenen Ostsee trennt. 46 Kilometer gehören zur russischen Exklave Kaliningrad und 52 Kilometer befinden sich auf dem Staatsgebiet Litauens. Im Jahr 2000 wurde der maximal 3,8 Kilometer breite Landstreifen in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Kleine Fischerdörfer, mächtige Sanddünen und lichte Kiefernwälder prägen das Antlitz im russischen Teil der Kurischen Nehrung. Die kilometerlangen Sandstrände an der Ostsee laden zum Baden ein und Wanderungen und Radtouren führen durch unberührte Naturlandschaften. Zu den eindrucksvollsten Landschaftsformationen auf der Kurischen Nehrung gehört die Epha-Düne, deren Betreten allerdings streng untersagt ist. Vor der Düne gibt es einen Parkplatz mit Imbissbuden, Souvenirshops und Bernsteinständen.

Der nördlichste Ort auf der russischen Seite der Kurischen Nehrung ist Morskoje, der im 13. Jahrhundert von deutschen Ordensrittern unter der Bezeichnung Pillikoppen gegründet wurde. Zahlreiche Fischerkaten mit reetgedeckten Häusern zeugen von der Bedeutung des Fischfangs für die Bewohner dieser Region. Dort lohnt ein Besuch der Ruinen einer alten Ordensburg, die im Jahr 1283 errichtet wurde. Interessante Details zur Flora, Fauna und Landschaftsstruktur der Kurischen Nehrung erfahren Sie im Nationalparkmuseum. Es befindet sich nördlich der Ortschaft Lesnoje und diente früher als Gästehaus der Parteiführung in der Oblast Kaliningrad. Mit der Vogelwarte in Rybatschij befindet sich die älteste Vogelbeobachtungsstation der Welt auf der Kurischen Nehrung. Sie wurde im Jahr 1901 gegründet und von der Universität Kaliningrad zur Erforschung der heimischen Vogelarten genutzt.

Das ehemalige ostpreußische Seebad Cranz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Selenogradsk umbenannt und besitzt eine große Bedeutung als Wochenendausflugsort für die Einwohner von Kaliningrad. In jüngerer Vergangenheit entstanden in dem Badeort an der Ostsee zahlreiche Privatbauten wohlhabender Moskauer Bürger und viele touristische Einrichtungen. Die gemauerte Seepromenade mit der langen Seebrücke lädt zum Flanieren ein und zahlreiche Restaurants mit westlichem Standard ziehen sich an der Ostseeküste entlang. Zu beiden Seiten der Seebrücke erstrecken sich lange Sandstrände, die in den Sommermonaten zum Schwimmen und Spazierengehen einladen.

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