Ausflüge von St. Petersburg - die Umgebung

In der Umgebung von St. Petersburg ließen russische Zaren und Kaiser seit dem frühen 18. Jahrhundert eindrucksvolle Schlösser und Bauwerke errichten, die Sie im Rahmen von Ausflügen besichtigen können.

Russland Umgebung St. Petersburg
Russland Umgebung St. Petersburg

30 Kilometer westlich von St. Petersburg liegt die ehemalige Sommerresidenz der russischen Zaren in Peterhof. Die gleichnamige Palastanlage aus dem frühen 18. Jahrhundert ist die Hauptattraktion der Stadt. Schloss Peterhof wurde nach dem Vorbild des französischen "Versailles errichtet und wurde im Jahr 1990 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die Sommerresidenz der Zaren liegt unmittelbar am Finnischen Meerbusen und der Bau geht auf Zar Peter I. zurück, der unter dem Beinamen "Der Große" bekannt wurde. Im Jahr 1723 wurden die Bauarbeiten an der Palastanlage weitestgehend abgeschlossen und der Komplex wurde eingeweiht. Die russische Zarin Elisabeth und Katharina die Große ließen später weitere Gebäudeteile hinzufügen.

Das Schloss ist von einer prächtigen, parkähnlichen Gartenanlage umgeben. Der untere Teil des Parks wird von der Goldenen Kaskade und dem Wasserkanal zur Ostsee dominiert. Der Kanal führt in schnurgerader Linie zum Finnischen Meerbusen, dessen Wasseroberfläche von der Schlossfront aus zu sehen ist. Zahlreiche Wasserspiele und mehr als 150 Fontänen prägen das Antlitz des Schlossgartens. Sorgfältig gestutzte Hecken und Büsche säumen die Wege und vergoldete Skulpturen und Vasen wurden als dekorative Elemente an zahlreichen Orten platziert. Zu den auffälligsten Brunnen gehören der barocke Neptunbrunnen und der Samsonbrunnen aus dem Jahr 1734.

Rund 25 Kilometer südlich von St. Petersburg liegt die Stadt Puschkin, die mit ihren prunkvollen Gebäudeensembles zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten außerhalb der Zarenmetropole gehört. Der Katharinenpalast, das Puschkin-Museum und der Alexanderpalast gehören zu den bedeutendsten Attraktionen in der Stadt. Im Jahr 1990 wurden die zahlreichen Schlösser und Bauwerke der Residenzstadt in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Der Katharinenpalast liegt eingebettet in einen großen Landschaftspark und diente einst als russische Zarenresidenz. Die Hauptattraktion ist eine Rekonstruktion des legendären Bernsteinzimmers, das im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht geraubt wurde und seither verschollen ist. Der Alexanderpalast in Puschkin wurde zwischen 1792 und 1796 erbaut und diente dem letzten russischen Kaiser Nikolaus II. als Residenz. Er liegt direkt neben dem Katharinenpalast und sein Hauptmerkmal sind die repräsentativen korinthischen Säulen an der Vorderfront. Unweit der Stadt Puschkin liegt die Kleinstadt Pawlowsk, in der eine Besichtigung einer weiteren Sommerresidenz der russischen Zaren lohnt.

Rund 40 Kilometer westlich des Stadtzentrums von St. Petersburg liegt die Stadt Lomonossow am Finnischen Meerbusen, die Sie mit einem eindrucksvollen Ensemble aus Schlössern, Parks und Pavillons empfängt. Gemeinsam mit der historischen Altstadt wurden die Bauwerke und Landschaftsgärten im Jahr 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der sogenannte Chinesische Palast diente Katharina der Großen als eine von mehreren Sommerresidenzen. Auf halber Strecke zwischen St. Petersburg und der Stadt Peterhof erhebt sich das Schloss Snamenka am Finnischen Meerbusen. Das Rokokoschloss wurde im Jahr 1754 an der Ostseeküste errichtet und wechselte mehrfach den Besitzer. Ab dem 18. Jahrhundert diente es den Mitgliedern der russischen Adelsfamilie Romanow als Sommerwohnsitz. Weitere Schlösser und Landschaftsparks aus der zaristischen Zeit befinden sich in der Ortschaft Strelna etwa 20 Kilometer südwestlich von St. Petersburg.

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