Feiertage, Events und Festivals auf Sri Lanka

Sri Lanka ist ein Land der religiösen Vielfalt. Demzufolge gibt es rund 180 Feier- und Festtage im Jahr, von denen die wichtigsten im Folgenden kurz vorgestellt werden sollen.

Die festen sri-lankischen Feiertage beginnen mit dem Nationalfeiertag am 4. Februar. Darauf folgen im April die buddhistischen und hinduistischen Neujahrsfeste. Am 1. Mai feiert das Land, wie auch Deutschland und viele weitere Staaten, den Internationalen Tag der Arbeit. Das Weihnachtsfest wird vom christlichen Teil der Bevölkerung am 25. Dezember begangen und ist ähnlich kommerzialisiert wie bei uns. In der Gegend von Negombo können Sie alljährlich zu Ostern die Passionsspiele erleben.

Die beweglichen Feiertage der Buddhisten und Hindus richten sich, wie überall, nach dem Mondkalender. Um die aktuellen Daten eines bestimmten Festes zu erfahren, sind die örtlichen Touristenzentren eine gute Anlaufstelle.
Der Mondkalender des Hinduismus und Buddhismus ist folgendermaßen aufgebaut:
Magh (Januar bis Februar),
Phalgun (Februar bis März),
Chitra (März bis April),
Baisakh (April bis Mai),
Jeth (Mai bis Juni),
Asarh (Juni bis Juli),
Shrawan (Juli bis August),
Bhadon (August bis September),
Asvin (September bis Oktober),
Kartik (Oktober bis November),
Aghan (November bis Dezember)
und der letzte Monat Pous (Dezember bis Januar).

Buddhistische Pilgerfeste und Prozessionen können Sie vor allem von Januar bis April erleben. So findet beispielsweise im Januar das spektakuläre Duruthu Perahera Festival statt, das ein bisschen an den deutschen Karneval erinnert. Die religiöse Zeremonie beginnt mit Einbruch der Dunkelheit. Ein prächtig geschmückter Elefant mit einem besonders wertvollen Schrein auf dem Rücken wird aus dem Tempel geführt. In dem Schrein befindet sich der Überlieferung zufolge ein Zahn Buddhas. Anschließend setzt sich im strahlenden Licht des Vollmonds ein Festzug mit Musik, Tanz, Feuerakrobatik und geschmückten Elefanten in Bewegung, der von Tausenden Pilgern begleitet wird. Zum hinduistischen Deepavali-Fest im Oktober säumen unzählige Öllampen die Straßen, die dem Gott Rama den Weg in seine Hauptstadt Ayodhya beleuchten sollen.

Der 2.234 Meter hohe Berg Adam’s Peak ist eine wichtige Pilgerstätte für Buddhisten, Hindus, Christen und Muslime. Seit Jahrhunderten besteigen zwischen dem letzten Dezember-Vollmond und dem letzten Mai-Vollmond Gläubige dieser Konfessionen den Gipfel, um "Sri Pada" zu verehren. Dabei handelt es sich um einen 1,8 Meter langen Fußabdruck, der je nach Glaubensrichtung eine andere Entstehungsgeschichte hat. Für die Buddhisten beispielsweise stammt er von Buddha, wohingegen Christen ihn dem heiligen Apostel Thomas zuschreiben, der die Lehre Jesu 50 n. Chr. nach Südindien brachte. Der nächtliche Aufstieg war in früheren Zeiten nicht ganz ungefährlich – heute sind die Pilgerpfade aber elektrisch beleuchtet und teilweise von Teeläden und Buden gesäumt. Mit über sieben Kilometern Länge ist der Weg bergauf aber nach wie vor kein Spaziergang. Am Ziel angekommen, erwartet Sie bei Sonnenaufgang eine besondere Belohnung. Aus dem Farbenspiel des Morgenlichts taucht langsam das unvergleichliche Panorama der umliegenden Berge auf. Dann, ganz plötzlich und nur für kurze Zeit, können Sie einen Blick auf den gleichmäßig dreieckigen Schatten des heiligen Berges werfen. Dieses Naturschauspiel übt eine magische Anziehungskraft auf seine Betrachter aus und vermittelt ihnen den Eindruck, es sei von den Göttern selbst inszeniert.

Neben der Wallfahrt zum Adam’s Peak feiern vor allem die Hindus viele weitere Feste, von denen der Nallur-Festzug wahrscheinlich das berühmteste ist. Von August bis September besuchen Tausende von Hindus den Tempel in Nallur, um an den Zeremonien dort teilzunehmen. Insgesamt dauert das Fest 25 Tage, wobei besonders die letzten vier in großem Rahmen gefeiert werden.

Ausländische Besucher sind bei allen religiösen Festen und Feierlichkeiten gerne gesehen, sofern sie diesen respektvoll und mit hoher Sensibilität begegnen. Beachten Sie, dass während einiger Feierlichkeiten eingeschränkte Geschäftszeiten gelten können. Während des muslimischen Fastenmonats Ramadan bleiben beispielsweise außerhalb der Hotelanlagen viele Restaurants tagsüber geschlossen.

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