Wetter, Klima und Reisezeit auf Sri Lanka

Sri Lanka weist ganzjährig ein tropisch-schwüles Äquatorialklima mit hoher Luftfeuchtigkeit und milden Meeresbrisen auf. Die Tageshöchsttemperaturen liegen in Küstennähe das ganze Jahr über durchschnittlich bei 30 Grad Celsius, nur von November bis Februar können sie auf etwa 23 Grad Celsius absinken. Auch nachts wird es selten kühler als 25 Grad Celsius. Die Wassertemperatur beträgt immer angenehme 26 bis 29 Grad Celsius und lädt damit das ganze Jahr hindurch zum Schwimmen und Tauchen ein. Im Bergland ist es mit durchschnittlich 16 Grad Celsius nicht nur deutlich kühler, dort kann es manchmal sogar Frost und Schnee geben.

Zwei Winde bestimmen die Jahreszeiten Sri Lankas: Der Südwestmonsun und der ein halbes Jahr später entgegengesetzt wehende Nordostmonsun. Zwischen Mai und September rollt die Brandung besonders heftig gegen die Süd- und Südwestküste; zwischen November und März stürmt es hingegen an der Ostküste. Während des Wechsels der Windrichtungen im März/April und im Oktober/November beruhigt sich das Wetter meist ein wenig.

Wenn der Monsun einsetzt, fällt etwa einen Monat lang starker Regen auf der jeweils dem Wind zugewandten Seite der Insel. So sind die Niederschläge des Südwestmonsuns an der Nord- und Nordostküste eher gering, da sich dieser Bereich im Lee des zentralen Gebirges befindet. Der Südwestmonsun dauert insgesamt länger als der Nordostmonsun und bringt auch höhere Niederschlagsmengen.

Den Niederschlagsverhältnissen entsprechend verändert sich die Vegetation der Insel von West nach Ost. Im Bereich der höchsten Niederschläge im immerfeuchten Südwesten gedeihen tropische Regen- und Bergwälder besonders gut, während im Norden, Osten und Südosten Buschvegetation vorherrscht, die an extrem trockene Standorte angepasst ist. Die trockensten Regionen liegen an der Küste im Südosten und im Nordwesten, auf der Insel Mannar und der Halbinsel Jaffna. Diese Trockenzonen sind allerdings keine Wüsten, sondern lediglich Gebiete, die mit sehr wenig Niederschlag auskommen müssen und daher durch die entsprechende Vegetation geprägt sind. Getrennt werden die unterschiedlichen Klimazonen durch das zentrale Bergland.

Je weiter Sie ins Landesinnere vordringen, desto stärker wird das Klima von der jeweiligen Höhenlage im Gebirge bestimmt. Die hohen Temperaturen, die in den tiefer gelegenen Ebenen und Tälern vorherrschen, sinken in den höheren Lagen zunehmend ab, bis sie nur mehr etwa fünf Grad Celsius betragen. Zur Information über die klimatischen Verhältnisse der Ebenen im Südwesten können Sie sich an der Klimatabelle für Colombo orientieren, für den Norden ist die Betrachtung der Klimatabelle von Trincomalee sinnvoll.

So wie die Landwirtschaft abhängig von den Jahreszeiten ist, richtet sich auch der Tourismus im Wesentlichen danach, woher der Wind gerade weht. Die Hauptsaison an der Süd- und Westküste ist demnach zwischen November und April. In dieser Zeit können die Temperaturen auf bis zu 38 Grad Celsius klettern. Von Mitte Mai bis Ende Juni müssen Sie auf dieser Inselhälfte mit dauerhaften Niederschlägen durch den Monsun rechnen. Die Ostküste bereisen Sie am besten zwischen März und Oktober; dann ist dort Hauptsaison.

Lassen Sie sich aber durch die anstehenden Monsune nicht von Ihrer geplanten Reise abbringen. Trotz der aufgewühlten See während des Monsuns ist das Wetter in der Regenzeit nicht mit dem oft tagelangen Schmuddelwetter in Zentraleuropa zu vergleichen. Die Regengüsse fallen zwar zum Höhepunkt der Regenzeit oft sehr heftig aus, sind aber erstens nur kurz und zweitens eher auf die Abende und Nächte beschränkt. Sie können also auch in den Regenphasen warmes Wetter und strahlenden Sonnenschein genießen. Die Nebensaison bringt zudem den Vorteil niedrigerer Preise. Bei Reisen ins Bergland ist während des Monsuns allerdings zu beachten, dass es lokal zu heftigen Überschwemmungen kommen kann, was zuletzt erst im Januar 2011 der Fall war.

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