Yala Nationalpark - beliebtes Ausflugsziel

Der Yala Nationalpark im Südosten Sri Lankas wurde im Jahr 1938 gegründet und gehört mit seiner Artenvielfalt und den unterschiedlichen Landschaftsformen zu den beliebtesten Ausflugszielen auf der Insel.

Yala Nationalpark
Yala Nationalpark - beliebtes Ausflugsziel

Der Yala Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1.500 Quadratkilometer und besitzt die höchste Dichte an Leoparden weltweit. Rund 30 Exemplare der Raubkatzen leben hier auf relativ eng begrenztem Raum zusammen. In Yala Nationalpark erwarten Sie abwechslungsreiche Landschaften, die etwa 30 Arten von Säugetieren und mehr als 130 Vogelarten einen Lebensraum bieten. Neben weiten Grasland- und Buschebenen ragen markante Felsformationen in die Höhe. Darüber hinaus erstrecken sich dichte Regenwälder im Park und zahlreiche Wasserläufe und Teiche sorgen für Kontraste in der Landschaft. Mit dem Kumbukkan Oya und dem Menik Ganga zerteilen zwei Flüsse die Region. Der Yala Nationalpark besitzt eine 35 Kilometer lange Küstenlinie, die von üppiger Vegetation gesäumt wird. An den Flussmündungen ziehen sich Lagunen vor der Küste entlang und mit dem Kumana Mangrave Swamp befindet sich ein ausgedehntes Sumpfgebiet in dieser Region.

Außerhalb des Parks befinden sich zahlreiche Hotels, die den Besuchern des Naturschutzgebietes als Übernachtungsmöglichkeit dienen. Vor Ort werden Jeep-Safaris angeboten, auf denen Sie die natürliche Schönheit des Nationalparks unter fachkundiger Führung bewundern können. Die Touren führen zu den stark frequentierten Wasserstellen des Parks und zu markanten Punkten für Tierbeobachtungen. Das unabhängige Betreten des Naturreservates ist aus Gründen des Umweltschutzes und der Sicherheit nicht gestattet. Der Yala Nationalpark ist der artenreichste seiner Art in Sri Lanka. Elefantensichtungen sind auf den geführten Safaris garantiert. Darüber hinaus werden die bewaldeten Gebiete von Lippenbären durchstreift, die auf der Suche nach Termiten sind. Im Park gibt es große Populationen von Wasserbüffeln, Wildschweinen und Axi-Hirschen. Die weiß gesprenkelten Rehe ziehen in kleineren oder größeren Herden durch die savannenähnlichen Graslandschaften. Männliche Tiere erkennen Sie an dem langen Geweih, das im Verhältnis zum Körper überdimensioniert wirkt.

Trotz der großen Dichte an Leoparden sind Beobachtungen der scheuen Raubkatzen auf einer Safari eher selten. Die nachtaktiven Jäger ruhen tagsüber auf den Bäumen. Sehr wahrscheinlich ist jedoch die Sichtung der charakteristischen Abdrücke der Tatzen im Sand. Zu den häufigsten Vertretern der Vogelwelt im Nationalpark zählt der Buntstorch. Die Teiche und Flussläufe bilden die Heimat für Sumpfkrokodile. In den Feuchtgebieten sind neben riesigen Tigerpythons die in Asien weitverbreiteten Bengalenwarane beheimatet. Weitere Raubtierarten im Yala Nationalpark sind Goldschakale und Mangusten. Die Monsunwälder werden von einheimischen Primaten wie Languren und Hutaffen bevölkert. Die Küstenregion des Parks gehört zu den schönsten und abwechslungsreichsten Gebieten dieser Art in Sri Lanka. Eine touristische Nutzung ist strikt untersagt. Auf zwei vorgelagerten Riffen erheben sich zwei imposante Leuchttürme, die jeweils mit rotem und weißem Leuchtfeuer den Schiffen eine Orientierung bieten.

Der Yala Nationalpark war bereits in der Frühzeit Siedlungsgebiet, wie die Tempelruinen belegen. Die buddhistische Religion war erst ein Jahrhundert alt, als sich in dieser Region Sri Lankas im 2. Jahrhundert v. Chr. bereits buddhistische Mönche niederließen. Felsinschriften in antiker Brahmi-Schrift sind ein Beleg für die frühe Besiedlung. Mitten im Park befindet sich eine bedeutende archäologische Ausgrabungsstätte. Inschriften weisen darauf hin, dass sich hier einst eine Klosteranlage befunden hat, in der bis zu 12.000 Menschen gelebt haben. Erstaunlicherweise zogen sich die Menschen nach dem Niedergang der damaligen Hauptstadt Anuradhapura im 10. Jahrhundert aus der Region im Südosten Sri Lankas zurück. Spätere Siedlungsspuren konnten bis jetzt nicht nachgewiesen werden. Die Küste im Yala Nationalpark war im Jahr 2004 von den Auswirkungen des Tsunamis besonders stark betroffen. Die Wellen trafen frontal auf die Küste und richteten große Verwüstungen an. Die Tourist Lodge wurde damals komplett zerstört. Bemerkenswerterweise spürten die Elefanten und andere Tiere im Nationalpark die nahende Gefahr und flohen rechtzeitig ins Landesinnere. Unter den Tieren gab es praktisch keine Opfer.

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