Arbeiten in Thailand

In Thailand existieren starke Beschränkungen für arbeitswillige Auswanderer. Die Beantragung einer Arbeitserlaubnis ist kompliziert und wird durch die restriktiven Visa-Regelungen erschwert.

Mit einer guten beruflichen Qualifikation, einer speziellen Ausbildung und hohen Fachkenntnissen haben Sie die besten Chancen auf dem thailändischen Arbeitsmarkt. Daneben bieten sich in der boomenden Tourismusbranche gute Jobperspektiven. Hotelmanager, Köche und Tauchlehrer werden immer wieder in den touristischen Zentren von Pattaya bis Phuket gesucht. Speziell zur Betreuung der deutschen Gäste werden oft Reiseleiter gesucht. Einheimische mit den entsprechenden Sprachkenntnissen lassen sich nur schwer finden. Eine andere Möglichkeit der Arbeitsaufnahme besteht in der Tätigkeit bei einem international agierenden Konzern, der in Thailand eine Niederlassung betreibt. Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind Voraussetzungen für die Aufnahme einer solchen Tätigkeit.

Arbeitnehmer benötigen eine Arbeitserlaubnis, das sogenannte Work Permit. Diese Erlaubnis ist an den Arbeitgeber gebunden. Bei einem Wechsel der Tätigkeit muss eine neue Arbeitserlaubnis beantragt werden. Das Work Permit gilt für ein Jahr und muss vom thailändischen Arbeitgeber bei den entsprechenden Stellen beantragt werden. Dabei muss detailliert dargelegt und glaubwürdig erklärt werden, warum kein thailändischer Arbeitnehmer für die Position infrage kommt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Beantragung des Work Permit ist das Non Immigration Visum B. Es erlaubt dem Arbeitnehmer, sich ein Jahr lang im Land aufzuhalten. Dabei sind mehrere Ein- und Ausreisen einzuplanen, denn nach 90 Tagen muss das Land verlassen werden. Kurz darauf kann die Wiedereinreise erfolgen und das Visum wird für weitere 90 Tage verlängert. Nach einem Jahr muss in Europa ein neues Visum beantragt werden.

Das Arbeiten in Thailand ohne Arbeitserlaubnis ist strafbar und wird mit empfindlichen Geldstrafen oder sogar mit einem Gefängnisaufenthalt geahndet. Als Selbstständiger gibt es drei Möglichkeiten, in Thailand zu arbeiten. Die Einzelfirma kann nur von einem Einheimischen gegründet werden. Oft übernimmt der Ehepartner diese Aufgabe. Bei der Gründung einer "Partnership Limited" müssen 51% der Anteile bei einem thailändischen Staatsbürger liegen. Ausländer dürfen nur eine Minderheitsbeteiligung halten. Die Company Limited besitzt ähnliche Strukturen wie eine deutsche GmbH und kann mit einem Mindestkapital von 1 Million Baht (ca. 25.000 Euro) gegründet werden. Auch als Ausländer können Sie bei dieser Form der Firmengründung die Geschäftsführung übernehmen.

TOP