Verkehrsnetz in der Türkei

Das wichtigste Verkehrsmittel in der Türkei ist der Bus. Die größeren Städte sind alle durch Fernbuslinien verbunden, die in häufigen Abständen verkehren. Auf den Hauptstrecken sind die Busse recht komfortabel und zudem auch gut gewartet.

Die Preise für Busfahrten sind vergleichsweise günstig und auf langen Fahrten werden alle zwei bis drei Stunden längere Pausen eingelegt. Lediglich bei Langstreckenfahrten in der Nacht erfolgen keine Pausen. Fahrkarten kann man in den Büros der Busunternehmen kaufen. Das Ticket gilt in den meisten Fällen auch als Platzkarte.

Die Dolmus (sprich Dolmusch) übernehmen den Busverkehr auf den Nebenstrecken. Dolmus bedeutet auf Türkisch so viel wie "gefüllt" und wird im ganzen Land als ein Synonym für Kleinbusse verwendet. Tatsächlich startet der Bus erst dann, wenn die meisten Sitzplätze belegt sind. In den meisten Fällen werden diese Busse privat betrieben, aber die Preise sind trotzdem klar festgelegt und wesentlich billiger als ein Taxi. Ein Dolmus hält überall da, wo jemand ein Handzeichen gibt. Die Fahrziele sind auf einer Tafel in der Windschutzscheibe ausgeschrieben.

Das Taxi ist ein recht teures Verkehrsmittel im Vergleich zum Dolmus, verglichen mit europäischen Verhältnissen jedoch nach wie vor recht günstig. Der Taxifahrer muss offiziell nach dem Taxameter abrechnen, doch gerade bei ausländischen Gästen kann es immer wieder passieren, dass diese plötzlich "kaputtgehen". Nur wenn es sich um eine ganztägige Buchung oder einen Notfall handelt, sollten Sie sich auf ein Aushandeln des Fahrpreises einlassen. Ansonsten sollten Sie immer auf die Abrechnung per Taxameter bestehen oder sonst ein anderes Taxi nehmen.

Das Schienennetz der Türkei umfasst insgesamt lediglich 8.500 Kilometer und spielt im Land somit keine große Rolle; es wird jedoch nach und nach ausgebaut.

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