Feiertage, Events und Festivals in Vietnam

Folgende Feiertage gelten in Vietnam:

  • 1. Januar: Neujahr
  • Beweglich: Tet Nguyen Dan, in der Kurzform Tet-Fest (das traditionelle vietnamesische Neujahrsfest richtet sich in nach dem Mondkalender und wird in der Regel zwischen Mitte Januar und Mitte Februar begangen; die Feierlichkeiten dauern vier Tage)
  • 30. April: Befreiungstag (in Gedenken an die Befreiung Saigons beziehungsweise von Ho Chi Minh Stadt sowie Südvietnams von den Amerikanern im Jahr 1975)
  • 1. Mai: Tag der Arbeit
  • 2. September: Nationalfeiertag (Jahrestag der Ausrufung der Republik Vietnam sowie Gedenktag an Ho Chi Minh)

Das Tet-Fest stellt das wichtigste Ereignis im vietnamesischen Jahresverlauf dar und das Land kommt dann mehr oder weniger zum Erliegen. Die meisten Vietnamesen verbringen diese vier Tage im Kreis der Familie, auch wenn sie dafür mitunter lange Reisen auf sich nehmen müssen. Die meisten Flüge sowie Busse und Züge sind daher ausgebucht und Geschäfte und Ämter bleiben geschlossen. Aus diesen Gründen ist ein Besuch Vietnams während des Tet-Fests nicht empfehlenswert.

Viele traditionelle Feste wurden von der kommunistischen Regierung des Landes verboten, dafür werden Staatsfeiertage und vor allem der Tag der Arbeit umso festlicher begangen. Seit der Öffnung des Landes Mitte der 1980er-Jahre wurden allerdings auch so einige ehemals strenge kommunistische Gesetze wieder gelockert und die religiösen und traditionellen Feste erleben ein allgemeines Revival.

Das Volk der Khmer, das hauptsächlich im Süden Vietnams ansässig ist, feiert im April das Chol Chnam Thmay Festival. Mit diesem Fest wird einerseits der Gott des neuen Jahres begrüßt, während andererseits Buddha und den Vorfahren gehuldigt wird. Anlässlich des Geburtstags von Gautama Buddha wird außerdem jedes Jahr Ende Mai das Fest Phat Dan mit Prozessionen zu den zahlreichen Pagoden gefeiert.

Die Jahresmitte beziehungsweise der Mittsommer hat für alle Vietnamesen, egal, welcher Ethnie sie zugehören, eine besondere Bedeutung und wird mit dem Tet Doan Ngo gefeiert. Nach traditionellem Glauben ist im Hochsommer die Gefahr von Krankheiten und Epidemien am größten, daher werden Papierstatuen verbrannt, womit man sich symbolisch von Menschen lossagt, die mit Krankheit behaftet sind.
Das Tet Trung Nguyen hat seinen Ursprung in China und beruht auf dem Glauben, dass während dieses Festes die verdammten Seelen aus ihrem Schicksal in der Hölle befreit werden können.

Im Frühjahr und Herbst finden auf dem Land zahlreiche Dorffeste statt, bei denen die Schutzgeister des jeweiligen Ortes gefeiert werden.

Ho Chi Minh, der eine besondere Stellung im vietnamesischen Bewusstsein einnimmt, wird neben dem Nationalfeiertag noch an seinem Geburtstag, dem 19. Mai sowie seinem Todestag am 03. September gehuldigt.

Ein typisches vietnamesisches Schauspiel, das bei Touristen besonders beliebt ist, ist das Wasserpuppentheater. Sein Ursprung liegt mehr als tausend Jahre zurück, als die Menschen während der Monsunzeit damit begannen, Theaterstücke auf den durch den heftigen Niederschlag entstandenen Teichen und Seen aufzuführen. Nach alter Tradition wird die Kunst innerhalb von Marionettenspieler-Familien von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Einem solchen Schauspiel können Sie unter anderem Than Long Wasserpuppentheater in Hanoi beiwohnen – Informationen dazu erhalten Sie in allen Unterkünften der Stadt.

TOP