Blue Mountains - spektakuläre Mystik

Die Blue Mountains liegen im gleichnamigen Nationalpark, der mit seinen reißenden Flüssen, tiefen Canyons und dichten Eukalyptuswäldern zahlreiche spektakuläre Naturlandschaften beherbergt.

Blue Rich Mountains
Blue Rich Mountains - spektakuläre Mystik

Der Blue Mountains Nationalpark ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Greater Blue Mountains World Heritage Area. Er liegt rund 50 Kilometer westlich von Sydney im australischen Bundesstaat New South Wales und gehört zu den meistbesuchten Naturschutzgebieten des australischen Kontinents. Sie erreichen den Nationalpark von Sydney aus über den Great Western Highway. In der Ortschaft Penrith beginnt das Naturreservat hinter der Brücke, die den Nerang River überquert. Nachts sind bei hoher Waldbrandgefahr und drohenden Unwettern einige Bereiche des Parks geschlossen. Der Blue Mountains Nationalpark liegt in der gemäßigten Klimazone. Beste Reisezeit für eine Besichtigung der Naturwunder liegt zwischen Frühling und Herbst. Im Winter können die Temperaturen in den höher gelegenen Bereichen bis auf den Gefrierpunkt absinken. In dieser niederschlagsarmen Zeit steigt die Gefahr von Waldbränden, was unter Umständen zur Sperrung einiger Regionen für den Besucherverkehr führen kann.

Die Entstehung der als Blaue Berge bezeichneten Gebirgsregion begann vor rund 200 Millionen Jahren mit der Ansammlung verschiedener Materialien. Verschiedenfarbige Schichten im Sedimentgestein der tiefen Schluchten liefern einen Einblick in die Entwicklungsgeschichte der urwüchsigen Berglandschaften. Vor etwa 60 Millionen Jahren hob sich die Region an und formte bizarre Felsformationen und tiefe Canyons. Die Erosion ließ im Lauf der Jahrmillionen eindrucksvolle Felsspitzen entstehen. Zu den markantesten Formationen gehören die Felsnadeln der Three Sisters. Die Basaltspitzen deuten auf vulkanische Aktivität in der Frühzeit der Erdgeschichte hin. Seit Jahrtausenden wurde die Gebirgsregion der Blue Mountains von den Darug und Gundungurra Aborigines besiedelt. Artefakte und Fundstücke wurden auf ein Alter von mindestens 14.000 Jahre datiert. In einigen Höhlen gibt es Felsmalereien und Handabdrücke von den Ureinwohnern, Schleifspuren im Sandstein deuten auf die mechanische Bearbeitung von Steinwerkzeugen und Äxten hin.

Große Teile der Blue Mountains gehören seit dem Jahr 2000 zum Weltnaturerbe der UNESCO. Die ungeheure Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt führte zu diesem Schritt. Ausgedehnte Eukalyptuswälder sind für die Namengebung des Naturschutzgebietes verantwortlich. Die Blätter dieser Baumart verdunsten bei Sonneneinstrahlung ein ätherisches Öl, das in der Höhe einen feinen Dunstschleier bildet. Bei Tageslicht wird das Licht gestreut und verursacht einen bläulichen Schimmer, der die Bergwelt in ein mystisches Licht taucht. Die Blauen Berge sind im geologischen Sinne ein Sandsteinplateau, das von tiefen Flusstälern durchzogen wird. Die artenreiche Fauna setzt sich aus 52 einheimischen Säugetierarten und 13 eingeführten Arten zusammen. Verschiedene Känguruarten, Koalabären und Beuteltiere bevölkern die Ebenen und Bergregionen. Darüber hinaus leben mit dem Schnabeltier und dem Kurzschnabeligel zwei sogenannte Kloakentiere in den Blue Mountains. Der Dingo ist das größte Raubtier im Nationalpark. Die verwilderte Hundeart jagt allein oder in Rudeln und schreckt selbst vor großen Beutetieren wie dem Grauen Riesenkänguru nicht zurück.

Abgesehen von einigen Regenwaldgebieten in den tieferen Lagen dominieren ausgedehnte Eukalyptuswälder die Vegetation im Blue Mountain Nationalpark. Heimisch ist in der Region mit der Wollemie eine endemische Koniferenart, die erst im Jahr 1994 entdeckt wurde und seit Millionen Jahren als ausgestorben galt. Zahlreiche Naturschönheiten gibt es in dem Naturschutzgebiet zu bewundern. In der Nähe der Ortschaft Wentworth Falls stürzen die gleichnamigen Wasserfälle aus einer Höhe von 300 Metern in die Tiefe. Fantastische Aussichtspunkte befinden sich an den Sylvia Falls, den Lodore Falls und an der Felsformation Three Sisters. In unmittelbarere Nähe der Felsnadeln befindet sich mit dem Scenic Skyway eine Seilbahn, die über eine spektakuläre Schlucht führt und zwei Hochebenen miteinander verbindet. Sehenswert ist darüber hinaus das gewaltige Höhlensystem Jenolan Caves. Dabei handelt es sich um die ältesten offen zugänglichen Kalksteinhöhlen der Welt. Den Nationalpark können Sie im Rahmen geführter Touren oder auf eigene Faust erkunden. Das Netz an Wanderwegen umfasst eine Gesamtlänge von 140 Kilometern und vom Great Western Highway zweigen einige Mountainbike-Strecken in die Bergwelt ab.

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