Great Ocean Road - ein nationales Denkmal

Die Great Ocean Road ist eine knapp 250 Kilometer lange Küstenstraße im Süden Australiens, die atemberaubende Landschaften passiert und zu den spektakulärsten Fernstraßen des Kontinents gehört.

Twelve Apostels on the Great Ocean Road
Twelve Apostels on the Great Ocean Road - ein nationales Denkmal

Die Great Ocean Road bietet Ihnen die Gelegenheit, eine äußerst abwechslungsreiche und spannende Entdeckungsreise in der Küstenregion im Süden Australiens zu unternehmen. Sie zieht sich auf einer Länge von 243 Kilometern zwischen den Orten Torquay und Warrnambool an der Küste entlang und passiert malerische Dörfer, lange Sandstrände und faszinierende Steilküsten. Bis zu 7,5 Millionen Besucher halten sich alljährlich in der Region der Great Ocean Road auf. Seit 2011 ist die Küstenstraße offiziell als nationales Denkmal anerkannt. Die Strecke mit einer Länge von 243 Kilometern kann zwar innerhalb eines Tages zurückgelegt werden, doch die landschaftlichen Schönheiten am Rande der Straße laden an zahlreichen Punkten zu einem längeren Zwischenstopp ein. Es bieten sich unterwegs unzählige Möglichkeiten zum Baden, Surfen, Wandern und Exkursionen in das reizvolle Hinterland.

Die Geschichte der Great Ocean Road begann im Jahr 1864. Damals entstand der Plan, die Küstenorte im Süden Australiens auf dem Landweg miteinander zu verbinden. Mit der Umsetzung der Pläne wurde jedoch erst im Jahr 1919 begonnen. Mehr als 3.000 heimgekehrte Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gekämpft hatten, beteiligten sich am Bau der Straße. Die Bauarbeiten dienten einerseits als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und andererseits stellte die Great Ocean Road die symbolische Errichtung eines Kriegsdenkmals dar. Die geografischen Besonderheiten in der Region erschwerten die Arbeiten und es kam immer wieder zu Verzögerungen. Der erste Straßenabschnitt wurde erst drei Jahre nach Beginn der Bauarbeiten fertiggestellt. Bis zur Eröffnung der kompletten Route im Jahr 1932 sollten weitere 10 Jahre vergehen. Die Great Ocean Road wird in den australischen Straßenverzeichnissen als B 100 geführt. Anfang und Ende der Straße markieren Torbogen mit der entsprechenden Beschriftung.

In der Surferhochbung Torquay nimmt die Great Ocean Road ihren Anfang. Sie führt zunächst an weiteren Surferparadiesen wie Bells Beach und Apollo Bay vorbei. Diese Ferienorte liegen bereits an den Ausläufern der Berge, die hier bis an die Südküste heranreichen. Im weiteren Verlauf schlängelt sich die Küstenstraße an den steilen Abhängen der felsigen Küste entlang. Fantastische Aussichten auf den Ozean können Sie von mehreren eigens eingerichteten Aussichtspunkten genießen. Nachdem Sie Apollo Bay passiert haben, führt die Great Ocean Road ins Landesinnere durch den Great-Otway-Nationalpark. Die Region besteht aus einem Regenwald der gemäßigten Klimazone. Ein Abstecher an die Küste führt Sie zum Cape Otway und dem dort befindlichen Leuchtturm. Später passieren Sie den Kennett River. Hier bietet sich die Gelegenheit, im Rahmen einer Beobachtungstour schlafende Koalas in den Eukalyptusbäumen zu entdecken. Ein fantastischer Wanderweg an der Südküste Australiens ist der Great Ocean Walk, der dem Küstenverlauf folgend in der Nähe der Great Ocean Road verläuft. Er führt durch eine zerklüftete Küstenlandschaft, die von spektakulären Felsklippen und weitläufigen Dünenlandschaften geprägt ist.

Zu den eindrucksvollsten Streckenabschnitten der Great Ocean Road gehört die Küste des Port-Campbell-Nationalparks. Die jahrtausendelange Erosion hat in der Uferregion bizarre Felsformationen entstehen lassen, die auf zahlreichen Reiseprospekten verewigt wurden. Zu den bekanntesten Felsen gehören die Twelve Apostles und der Island Archway. Bei Letzterem handelt es sich um ein 25 Meter hohes Felsentor, das frei in einer kleinen Bucht an der Küste steht. Das Tor gehörte bis zum 10. Juni 2009 zu den meistfotografierten Naturwundern Australiens. Damals stürzte die markante Steinbrücke ein und es blieben lediglich zwei Felssäulen zurück. Die Shipwreck Coast an der Great Ocean Road ist bekannt als Schiffsfriedhof. In dieser Region sanken im Lauf der Jahrhunderte aufgrund der tückischen Unterwasserfelsen insgesamt mehr als 80 Schiffe. Spektakuläre Felsdurchbrüche an der Küstenstraße sind darüber hinaus Formationen mit der Bezeichnung The Grotto und London Arch. Informationen über den Streckenverlauf und sehenswerte Ausflugsziele an der Straße erhalten Sie in nahezu allen Küstenorten.

TOP