Kata Tjuta - Berggruppe aus "vielen Köpfen"

Die Kata Tjuta sind eine Berggruppe aus 36 kuppelförmigen Bergen aus rotem Sandstein, die sich wie der Ayers Rock im Uluru-Kata-Tjuta National Park befinden.

Australien Olgas
Kata Tjuta (Olgas)

Der Name Kata Tjuta für die markante Berggruppe stammt aus der Sprache der Aborigines. Die Felsformation wird auch als Olgas bezeichnet. Der erste Europäer, der die kuppelförmigen Berge im Jahr 1872 entdeckte, benannte sie nach der Königin Olga von Württemberg. Der Mount Olga ist die höchste Erhebung. Der Berg ragt 564 Meter hoch aus der wüstenähnlichen Ebene und besitzt damit eine Höhe von 1.069 Metern über dem Meeresspiegel. Rund 35 Kilometer westlich von Kata Tjuta befindet sich mit dem Ayers Rock das Wahrzeichen des australischen Kontinents. In der Übersetzung bedeutet Kata Tjuta so viel wie "viele Köpfe". Tatsächlich erinnert das Erscheinungsbild der Berggruppe mit ihren abgerundeten Flanken an eine Kopfform. Die Kata Tjuta liegen im Südwesten des Nothern Territory in der Region Central Australia. Die nächstgrößere Stadt ist Alice Springs. Sie liegt rund 350 Kilometer Luftlinie von der Berggruppe entfernt.

Die Kata Tjuta entstanden zur gleichen Zeit wie der Ayers Rock vor etwa 550 Millionen Jahren. Wie der heilige Berg der australischen Ureinwohner sind die Bergkuppen Teil einer unterirdischen Gesteinsformation im Amadeus-Becken. Über einen Zeitraum von mehreren Hundert Millionen Jahren lagerten sich Sedimente in dem Becken ab und füllten es langsam auf. Dieser Prozess dauerte rund 300 Millionen Jahre an, bevor er schließlich zum Stillstand kam. In der Folge breitete sich ein flacher See in der Ebene aus. Dieser trocknete aus und in der folgenden Kälteperiode wurde das Land angehoben und es entstanden Gebirge. Durch Erosion und Ablagerungen am Fuß der Berge entstanden die Kata Tjuta und der Ayers Rock. Klimaveränderungen brachten der Region in den folgenden Jahrmillionen ergiebige Regenfälle. Es entstanden Flüsse und Seen, die mit ihren Ablagerungen die Sedimente bedeckten.

Die 36 Berge der Kata Tjuta stehen recht eng beieinander. Aus diesem Grund ist die Region von Schluchten und Tälern durchzogen, in denen sich Wanderwege entlangziehen. Zu den bekanntesten Wanderpfaden gehört der Weg durch das Valley of the Winds. Auf einer Länge von 7,5 Kilometern passieren Sie trockene Wüstenlandschaften und eindrucksvolle Felsformationen. Nach einer Strecke von rund einem Kilometer erwartet Sie am Karu Lookout der erste von zwei herrlich gelegenen Aussichtspunkten. Die zweite Aussichtsplattform wird als Karingana Lookout bezeichnet und befindet sich 5,5 Kilometer vom Ausgangspunkt entfernt. Erreichen die Temperaturen in der Region Werte von 36 Grad und mehr, wird der Wanderweg durch das Valley of the Winds von den Rangern aus Sicherheitsgründen gesperrt. Ein weiterer Wanderpfad verläuft vom Besucherparkplatz auf einer Länge von 2,5 Kilometern zur Walpa Gorge. Der Weg führt zwischen zwei Felsen hindurch und passiert eine enge Schlucht mit eindrucksvollen Steilwänden.

Die Kata Tjuta gelten wie der Ayers Rock bei den Anangu- Aborigines als heilige Berge. In der Mythologie der australischen Ureinwohner besitzt die Berggruppe eine große Bedeutung. Wird der Ort von den Anangus für Rituale genutzt, bleiben die Wanderwege für den Touristenverkehr gesperrt. Einen eindrucksvollen Anblick bieten die kuppelförmigen Berge bei Sonnenuntergang. In Abhängigkeit von Stand der Sonne und des damit verbundenen Lichteinfalls erstrahlen sie in zahlreichen Rotschattierungen. In der Nähe der Kata Tjutas gibt es keine Übernachtungsmöglichkeiten. Besucher müssen das Areal mit einbrechender Dunkelheit wieder verlassen. Als Ausgangspunkt für eine Reise zu den markanten Bergen eignet sich die Wüstenstadt Alice Springs am besten. Die asphaltierte Strecke führt über den Stuart Highway und über den Lasseter Highway. Dabei passieren Sie zunächst den Ayers Rock bevor Sie an die Kata Tjuta gelangen. Am Eingang in den Uluru-Kata-Tjuta National Park ist der Eintritt in Höhe von 25 AUD zu entrichten. Mit dem Ticket können Sie sich drei Tage in dem Areal aufhalten.

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