Wetter, Klima und beste Reisezeit für Neuseeland

Neuseeland liegt auf der südlichen Erdhalbkugel und setzt sich aus zwei Hauptinseln und mehreren Hundert kleineren Inseln zusammen. Das Klima auf der Nordinsel ist subtropisch, während die Südinsel in der gemäßigten Klimazone liegt.

Neuseeland Wetter
Neuseeland Wetter

Das Klima in Neuseeland wird bedingt durch die Insellage im Südpazifik nachhaltig von maritimen Einflüssen geprägt. Darüber hinaus üben die vereisten Regionen der Antarktis Einfluss auf das Klima in Neuseeland aus. Regelmäßig dringen kalte Luftmassen aus antarktischen Breiten bis zur Südinsel Neuseelands vor und sorgen für sehr kalte Nachttemperaturen. Im Bergland kann sich unter diesen Bedingungen die Luft selbst im Sommer bis auf Werte um den Gefrierpunkt abkühlen. Sommerliche Schneefälle ab einer Lage von 1.000 Metern über dem Meeresspiegel kommen auf der Südinsel in regelmäßigen Abständen vor.

Maßgeblichen Einfluss auf das Wetter in Neuseeland hat die Westwindlage des Pazifikstaates. Tiefdruckgebiete ziehen mit starken Winden zu jeder Jahreszeit von der Tasmanischen See über die Inseln hinweg und bringen dem Festland ergiebige Niederschläge. Unterbrochen werden diese Witterungsperoden von Hochdruckgebieten, die unter Umständen zu einer wochenlangen Trockenheit in Neuseeland führen können. Die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sind auf den beiden Hauptinseln deutlich geringer ausgeprägt als in Mitteleuropa. Auf der Nordinsel liegen die sommerlichen Höchsttemperaturen zwischen 20 und 30 Grad, während es auf der Südinsel mit 15-28 Grad etwas kühler ist.

Die meisten Tiefdruckgebiete treten in Neuseeland im Frühling und Frühsommer auf. Im Hochsommer dominieren meist stabile Hochdruckgebiete mit viel Sonnenschein. Eine Ausnahme bilden Tiefdruckzonen, die mit Nordwinden einhergehen und feuchte Luftmassen aus den tropischen Regionen anzapfen. Im Stau der Gebirge regnen die Wolken ab und können sintflutartige Niederschläge zur Folge haben. Vereinzelt wird der Norden der Nordinsel von den Ausläufern tropischer Wirbelstürme getroffen, die im pazifischen Raum als Taifune bezeichnet werden. Problematische sind weniger extreme Windstärken, als vielmehr die ergiebigen Regenfälle, die binnen weniger Stunden regional begrenzt niedergehen.

Die Nordinsel Neuseelands liegt in der subtropischen Klimazone und die Temperaturen fallen selbst im Winter nur selten unter den Gefrierpunkt. Im milden Klima gedeihen Bananen, Kiwis und Avocados. Bedingt durch die Lage im Meer erreichen die Höchsttemperaturen im Sommer jedoch kaum Werte von mehr als 30 Grad. Ein abweichendes Regionalklima herrscht an der Ostküste der Nordinsel. Bedingt durch Föhneffekte, die vom Zentralmassiv hervorgerufen werden, klettern die sommerlichen Höchsttemperaturen im Einzelfall auf bis zu 38 Grad und können selbst im Winter Werte von um die 20 Grad erreichen. Rauer ist das Klima im Süden der Nordinsel in der Hauptstadt Wellington. Die Meerenge zwischen beiden Hauptinseln kanalisiert die Westwinde und sorgt für häufig auftretende heftige Winde zu jeder Jahreszeit.

Auf der Südinsel Neuseelands bestehen deutliche Unterschiede zwischen den klimatischen Bedingungen an der Ost- bzw. Westküste. Grund dafür ist der Gebirgszug der südlichen Alpen, der auf der Südinsel von Nord nach Süd verläuft. Bedingt durch die Westwindlage stauen sich die Wolken der Tiefdruckgebiete an den Westhängen des Gebirges und regnen dort ab. Die jährlichen Niederschlagsmengen an der Westküste der Südinsel gehören mit durchschnittlich 7.000 mm zu den höchsten der Welt. Die sommerlichen Höchstwerte liegen in dieser Region zwischen 15 und 20 Grad und im Winter treten nur örtlich leichte Nachtfröste auf.

Gänzlich anders präsentieren sich Wetter und Klima an der Ostküste der Südinsel. Die Sonnenscheindauer liegt rund doppelt so hoch wie an der Westküste und es fallen lediglich 500 mm Niederschläge im Jahr. Unter Föhneinfluss kann die Temperatur im Sommer auf Werte von mehr als 30 Grad steigen. Kältevorstöße aus der Antarktis führen hingegen zu plötzlichen Wintereinbrüchen und mäßige bis strenge Fröste sind auf der Südinsel Neuseelands in den Wintermonaten keine Seltenheit. Am stärksten sind die südlichen Bereiche von diesen Wetterphänomenen betroffen, während sich die Kälteeinbrüche im Norden der Südinsel an der Meerenge kaum bemerkbar machen.

Die beste Reisezeit für Neuseeland liegt in den Sommermonaten. Während zwischen Dezember und Mitte März in Mitteleuropa Winter herrscht, ist das Wetter im neuseeländischen Sommer am stabilsten. Allerdings müssen Sie in der Hauptsaison mit höheren Preisen für Unterkünfte und Mietfahrzeuge rechnen. Ab Mai wird das Wetter unberechenbar. Längere sonnige Perioden wechseln sich mit Tiefdruckgebieten und unvermittelten Kälteeinbrüchen ab. Die Wintermonate Juni, Juli und August sind aufgrund der unvorhersehbaren Witterungsverhältnisse eher ungeeignet für eine Reise nach Neuseeland. Die unbeständige Wetterlage hält bis Anfang November an. Obwohl wetterfeste Kleidung und warme Sachen im November unbedingt ins Reisegepäck gehören, beginnt in diesem Monat die Hauptsaison.

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