Abel Tasman Nationalpark - ein Küstenparadies

Der Abel Tasman Nationalpark liegt im Norden der neuseeländischen Südinsel und ist ein naturbelassenes Küstenparadies mit winzigen Buchten, traumhaften Sandstränden und einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt.

Abel Tasman NP
Abel Tasman NP - ein Küstenparadies

Der Abel Tasman Nationalpark bietet Ihnen einen Mix aus Naturerlebnis, Badevergnügen und sportlichen Aktivitäten. Er erstreckt sich zwischen den Meeresbuchten Tasman Bay und Golden Bay an der Küste und bedeckt eine Fläche von rund 225 km². Damit ist er der kleinste Nationalpark Neuseelands. Etwa drei Viertel des Abel Tasman Nationalparks sind bewaldet. Im Süden erhebt sich eine Hügelkette mit Höhenlagen von bis zu 1.150 Metern, während im Norden die Küste der Tasmanischen See die natürliche Begrenzung bildet. Die Küstenregion empfängt Sie mit abwechslungsreichen Landschaftsformationen und idyllischen Stränden. Dicht bewaldete Landzungen werden am Meer von dramatischen Granitfelsen begrenzt und glasklare Bäche schlängeln sich durch moosbedeckte Ebenen und kleine Wälder, bis sie schließlich in die Tasmanische See münden.

Die Gründung des Abel Tasman Nationalparks erfolgte im Jahr 1942. Benannt wurde das Naturschutzgebiet nach dem niederländischen Seefahrer Abel Tasman, der im Jahr 1642 als erster Europäer den Fuß in dieser Region an das Land setzte. Bereits damals war der Küstenabschnitt von den Maori besiedelt und die Spuren der indigenen Volksgruppe können Sie an einigen Stellen im Nationalpark noch heute finden. Zur Mitte des 19. Jahrhunderts ließen sich die ersten europäischen Einwanderer an diesem Küstenabschnitt nieder und begannen mit der Rodung ganzer Waldflächen, um Ackerland zu gewinnen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Maßnahmen zum Schutz des Naturreservates eingeleitet, die in der Gründung des Abel Tasman Nationalparks mündeten. Die Natur erholte sich schnell von den menschlichen Eingriffen und in der Gegenwart empfängt Sie an diesem Küstenabschnitt eine nahezu unberührte Naturlandschaft, die Sie im Rahmen von Wanderungen oder Kajaktouren erkunden können. Das Klima ist an der Nordküste der neuseeländischen Südinsel mild und mit rund 2.200 Sonnenstunden pro Jahr in der Küstenregion vergleichsweise trocken.

Mit mehr als 180.000 Besuchern im Jahr gehört der Abel Tasman Nationalpark zu den meistbesuchten Naturschutzgebieten Neuseelands. Beliebt sind Kajaktouren in den Küstengewässern, die in den Ortschaften Totaranui und Marahau ihren Anfang nehmen. Während der Ausflüge passieren Sie traumhafte Sandbuchten, die in den Sommermonaten zu einem erfrischenden Bad in den Fluten der Tasmanischen See einladen. Sie haben die Möglichkeit, die Küstenregion auf eigene Faust mit einem geliehenen Kajak zu erforschen oder sich einer geführten Tour anzuschließen. Eine alternative Erkundungstour können Sie mit dem Wassertaxi unternehmen. Zwischen einzelnen Anlegepunkten verkehren regelmäßig Boote. Sie können das Wassertaxi verlassen, um eine Wanderung durch den Abel Tasman Nationalpark zu unternehmen, und an anderer Stelle wieder zusteigen. Zahlreiche Seevogelarten sind in der Küstenregion beheimatet. Zu den mehr als 70 Arten gehören unter anderem Zwergpinguine, Taraseeschwalben und Weißwangenreiher. Vor der Küste erstreckt sich das Meeresschutzgebiet Tonga Island Marine Reserve, das im Jahr 1993 eingerichtet wurde.

Durch den Abel Tasman Nationalpark führt mit dem Abel Tasman Coastal Track eine 51 Kilometer lange Wanderroute, die zu den populärsten Fernwanderwegen Neuseelands gehört. Der Wanderweg ist Bestandteil eines Wegenetztes, das als "Great Walks" bezeichnet wird und durch besonders reizvolle Naturlandschaften führt. Für die komplette Wanderung müssen Sie 3-5 Tage einplanen. Die Strecke führt um Landzungen und durch unberührte Wälder und im Verlauf passierte die Route zahlreiche Sandstrände und von Felsen eingerahmte Badebuchten. Der Track ist das ganze Jahr über begehbar, wird jedoch in den Sommermonaten von vielen Wanderern genutzt. Entlang des Küstenwanderweges bieten sich mehrere Lodges und unbewirtschaftete Hütten als Übernachtungsgelegenheit an. Die Hütten verfügen über Matratzenschlafplätze, fließendes warmes und kaltes Wasser und sanitäre Anlagen. Die Lodges bieten einen deutlich höheren Komfort, sollten in der Hauptsaison allerdings im Voraus gebucht werden. Als Ausgangspunkt für einen Tagesausflug in den Abel Tasman Nationalpark bieten sich die Ortschaften Kaiteriteri und Marahau am südlichen Ende des Naturschutzgebietes an.

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