Te Anau - ein Naturphänomen

Die Kleinstadt Te Anau liegt am Rande des Fjordland-Nationalparks auf der neuseeländischen Südinsel und ist bekannt für die Glühwürmchenhöhlen mit der Bezeichnung Te Anau Caves.

Te Anau
Te Anau - ein Naturphänomen

Das Stadtgebiet von Te Anau erstreckt sich am Ufer des Lake Te Anau, der mit einer Fläche von knapp 350 km² der größte Binnensee auf der Südinsel Neuseelands ist. Rund 1.850 Menschen leben in der Kleinstadt, die Ausgangspunkt für Wanderungen in das Fjordland und für Helikopterrundflüge ist. Busausflüge führen in den rund 120 Kilometer entfernten Milford Sound. Der 15 Kilometer lange Fjord gehört mit seiner atemberaubenden Naturlandschaft zu den touristischen Highlights auf der neuseeländischen Südinsel. Unweit von Te Anau beginnt mit dem Kepler Track eine bekannte Wanderroute, die zu den "Great Walks" in Neuseelang zählt. Der Rundwanderweg besitzt eine Länge von 60 Kilometern und führt an den Seen Lake Te Anau und Lake Manapouri vorbei und erreicht auf dem Luxmore Saddle mit einer Höhe von 1.400 Metern über dem Meeresspiegel den höchsten Punkt.

Der Tourismus ist in Te Anau der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Mehr als 3.000 Betten in Hotels, Motels und Hostels stehen Reisenden als Übernachtungsgelegenheit zur Verfügung. Zahlreiche Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten befinden sich im Zentrum der Kleinstadt. Te Anau liegt direkt an der Southern Scenic Route, die zu den spektakulärsten Landschaftsrouten Neuseelands zählt. Die mehr als 600 Kilometer lange Straße führt von Queenstown bis nach Dunedin und passiert in ihrem Verlauf eindrucksvolle Fjordlandschaften an der West- und Südküste der neuseeländischen Südinsel. Im Besucherzentrum des Ortes können Sie sich über die Wanderrouten und Ausflugsmöglichkeiten in der Umgebung von Te Anau informieren. Das Gebäude befindet sich am Ortseingang und hält Informationsbroschüren und Wanderkarten für Sie bereit. Bootsausflüge führen Sie in die unberührten Naturlandschaften des Fjordlands und über den Lake Te Anau. Fahrten mit dem Jetboot werden auf dem Fluss Waiau und auf dem Lake Te Anau durchgeführt. Im Rahmen dieser Ausflüge kommen Sie an einigen Drehorten der Filmtrilogie "Herr der Ringe" vorbei und unternehmen Spaziergänge durch die unberührte Wildnis.

Zu den touristischen Attraktionen in Te Anau gehört die Glühwürmchen-Höhle Glowworm Grotto. Das Höhlensystem wird von einem Bach durchflossen und erstreckt sich auf vier Ebenen. Das Bild erinnert an einen Sternenhimmel in einer klaren Nacht. Die winzigen Insekten sind nicht mit den europäischen Glühwürmchen verwandt. Es handelt sich um die Larven von Pilzmücken, die netzartige Fäden von der Decke herabhängen lassen. Das bläulich schimmernde Licht soll Insekten anlocken, die sich in den klebrigen Fäden verfangen. Anschließend holt die Mückenlarve den Faden mit der Beute ein. Je größer der Hunger der Larven ist, desto stärker leuchten sie. Das Licht wird durch das Enzym Luziferase erzeugt. Neben den Glühwürmchen werden die Höhlen von weiteren Spinnen und Gliederfüßlern besiedelt. In der Umgebung der Attraktion sind die vom Aussterben bedrohten Südinseltakahe beheimatet.

Die Te Anau Caves sind Teil eines weitverzweigten Höhlensystems am Lake Te Anau. Der Weg führt vom Eingang der Höhle zunächst an einem unterirdischen Wasserfall vorbei, bis im hinteren Abschnitt die Boote bestiegen werden. Sie bringen die Besucher über einen unterirdischen See in die Glühwürmchen-Höhle. Über vier Etagen zieht sich das System aus Gängen, Kammern und Seen unter der Erdoberfläche dahin. Für Touristen ist nur ein Teil des weitverzweigten Höhlensystems zugänglich. Der Besichtigungspfad führt über Treppen und Stege am Bachlauf entlang. Mit Strahlern werden Gesteinsformationen im Eingangsbereich in Szene gesetzt. Nachdem die Besucher einen niedrigen Zugang passiert haben, gelangen Sie in den als Cathedral bezeichneten höchsten Teil der zugänglichen Höhle. Auch hier kommen die bläulich schimmernden Glühwürmchen vor. Darüber hinaus befinden sich einige Tropfsteine in der Grotte. Die Eingänge zu den Höhlen wurden im Jahr 1948 von Lawson Burrows neu entdeckt. Bis zu diesem Zeitpunkt existierten die Grotten nur in den Legenden der Maori.

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