Wetter, Klima und Reisezeit im Baltikum

In Estland, Lettland und Litauen können Sie trotz des vorherrschenden kühl-gemäßigten Klimas mit angenehm warmen Sommern rechnen, wobei die Temperaturen starken Schwankungen unterliegen können. Dies gilt auch für die Winter, die generell etwas kälter sind als bei uns. Die Durchschnittstemperaturen im Winter liegen dabei deutlich unter dem Gefrierpunkt.

Aufgrund der nördlichen Lage sind die Wintertage kurz und zwischen November und Februar scheint die Sonne nur rund zwei Stunden am Tag. Dies hat zur Folge, dass sich die Luft kaum aufwärmen kann. Je nach Wetterlage kann die aus dem Norden kommende nordsibirische oder auch arktische Polarluft bestimmend sein, die nicht nur trocken, sondern auch sehr kalt ist und nicht selten auch Schnee mit sich bringt.

Vor allem in Estland, dem nördlichsten der drei baltischen Länder, können die Winter sehr kalt sein. Estland wird auf zwei Seiten von der Ostsee eingeschlossen und da diese schnell abkühlt, bestimmt das auch das Klima an Land. In sehr kalten Wintern kann die Ostsee zwischen dem Festland und den vorgelagerten Inseln sogar über längere Perioden zufrieren. Allgemein sind im gesamten baltischen Gebiet jedoch aus dem Südwesten kommende Winde klimabestimmend, die vor allem entlang der Küste für ein verhältnismäßig feuchtes Klima mit ganzjährig vermehrten Niederschlägen sorgen.

Richtung Osten im Landesinneren wird das Klima zunehmend kontinentaler mit warmen und recht trockenen Sommern. Sind die Tage im Winter aufgrund der geografischen Lage im Norden kurz und dunkel, so können Sie im Sommer dafür mit besonders langen Tagen rechnen. Vor allem in den Monaten Juni und Juli geht die Sonne spät unter und es wird erst gegen 22:00 Uhr dunkel. Im Mai und Juni wird es selbst nachts nie wirklich dunkel.

Falls Sie sich nicht von den kalten Temperaturen und kurzen Tagen im Winter abschrecken lassen, dann sind Reisen ins Baltikum das ganze Jahr über möglich. Jede Jahreszeit hat ihren ganz besonderen Reiz. So lockt das Frühjahr mit einer bunten Blütenpracht. Die Temperaturen sind dann bereits angenehm warm und laden zu Wanderungen durch die üppige Natur ein. Die Tage sind schon recht lang und auch trocken, denn im Frühjahr fällt verhältnismäßig wenig Niederschlag. Ebenso mild wie das Frühjahr, dabei allerdings etwas feuchter, sind die Monate September und Oktober und selbst die erste November-Hälfte kann noch angenehme Temperaturen aufweisen.

Wie in den meisten europäischen Ländern sind natürlich die Sommermonate die beste Reisezeit, wenn die Temperaturen auf knappe 30 Grad Celsius klettern können. An richtig warmen Tagen ist sogar ein Bad in der kühlen Ostsee möglich – die Wassertemperaturen liegen bei durchschnittlichen 17 Grad Celsius, daher ist das Schwimmen hier eher nur etwas für Hartgesottene. Ist der Sommer vorbei, können die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht recht groß sein. Sie sollten daher selbst im August und September bereits auch warme Kleidung im Gepäck haben.

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