Hotels im Baltikum

Die Hotellandschaft im Baltikum hat sich seit dem Ende der sowjetischen Herrschaft deutlich gewandelt und es erfolgte eine Anpassung an westeuropäische Standards.

Insbesondere in den touristisch bedeutsamen Küstenregionen und in den großen Städten der baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland erfolgt in den letzten 20 Jahren eine dynamische Anpassung der Hotellandschaft an westeuropäische Maßstäbe. Die Einteilung der Hotels erfolgt im Baltikum in Sterne-Kategorien. In den Hauptstädten haben Sie die Wahl aus einer Vielzahl an Häusern der 3-4-Sterne-Klassifizierung. Die Ausstattung entspricht den Anforderungen der jeweiligen Kategorie. Nahezu alle international operierenden Hotelketten unterhalten in Tallinn, Vilnius und Riga eigene Hotelbetriebe. In Komfort, Service und Ausstattung stehen die Hotels westeuropäischen Unterkunftsbetrieben kaum nach. Das Preisniveau für eine Übernachtung ist in den baltischen Großstädten am höchsten. Deutlich günstiger sind Übernachtungsmöglichkeiten in den ländlichen Regionen der Ostseeanrainerstaaten. In der Provinz existieren zahlreiche Hotels der Zwei-Sterne-Kategorie, die sich hinsichtlich des Zimmerpreises zum Teil deutlich unterscheiden. Einige Hotels in den ländlichen Regionen befinden sich noch in den charakteristischen Plattenbauten der sozialistischen Ära.

Mit der Aufnahme der baltischen Länder in die EU hat sich der Prozess der Veränderung beschleunigt. Steigende Besucherzahlen aus westeuropäischen Ländern ließen das Angebot an komfortablen Unterkunftsbetrieben wachsen. Seit der Jahrtausendwende eröffneten zahlreiche neue Hotels. In den größeren Städten ist das Angebot an Touristenhotels und Kongresshotels mit dem Niveau europäischer Metropolen, gemessen an der Einwohnerzahl, durchaus vergleichbar. In den Urlaubsregionen an der Ostseeküste entstanden in der jüngsten Vergangenheit zunehmen mehr Themenhotels, die sich mit ihren Angeboten an den Wünschen und Bedürfnissen der Touristen orientieren. Moderne Spa-Resorts sind an der lettischen Küste ebenso zu finden, wie an den Ostseestränden von Litauen und Estland. Die Unterkunftsbetriebe verfügen über weitläufige Wellnesslandschaften mit Saunabereichen und Bädern. Die Küstenhotels dienen vielen Naturliebhabern als Ausgangspunkt für Entdeckungsreisen in die Naturschutzgebiete und Vogelreservate. Im Sommer verbringen Badeurlauber einen Strandurlaub an der Ostseeküste und im Herbst laden die endlosen breiten Sandstrände zu abwechslungsreichen Wanderungen ein.

In den ländlichen Regionen der baltischen Länder hat sich die Hotellandschaft ebenfalls an die Bedürfnisse der Reisenden angepasst. Am Rande von Nationalparks und Naturschutzgebieten entstanden moderne Country-Hotels, die sich bei Aktivurlaubern großer Beliebtheit erfreuen. Sie dienen als Ausgangspunkt für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten wie Radtouren, Kanufahrten und Wanderungen. Auf dem Land finden Sie an vielen Orten die Spuren der bewegten Vergangenheit. Herrschaftliche Ansitze und alte Burgen des Ritterordens ziehen geschichts- und kulturinteressierte Urlauber an. Besucher mit diesen Interessensschwerpunkten entscheiden sich mit Vorliebe für ein Apparthotel in ländlicher Umgebung. Einige alte Ansitze und Landschlösser wurden zum Hotel umgebaut und empfangen Sie mit einem außergewöhnlichen Charme in historischem Ambiente. Als preiswerte Alternative bieten sich Bed & Breakfast Unterkünfte an, die in den Dörfern der baltischen Staaten zu finden sind. Die Zimmer befinden sich häufig in Privathäusern und der Preis für eine Übernachtung ist vergleichsweise gering.

Der dynamische Prozess des Ausbaus der Hotellandschaft im Baltikum ist längst nicht abgeschlossen. Alljährlich werden neue Projekte geplant und in die Tat umgesetzt. In den Hauptstädten Riga, Vilnius und Tallinn setzten internationale Hotelketten zunehmend auf den Umbau bereits bestehender Komplexe in Luxusherbergen. Darüber hinaus stehen aufstrebende Tourismusregionen wie Liepaja in Lettland und die Hafenstadt Klapeida in Litauen im Fokus von Hotelketten. Die lettische Hauptstadt Riga profitiert zudem von der Ernennung zur Europäischen Kulturhauptstadt im Jahr 2014. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen weitere Neubauprojekte in der Stadt realisiert werden. Mit der zunehmenden Bedeutung der baltischen Länder als Kongressstandort ist in den kommenden Jahren mit einem Zuwachs an Kongresshotels zu rechnen. Häuser dieser Art liegen zumeist verkehrsgünstig in der Nähe von Flughäfen oder Bahnhöfen.

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