Dresden - das "Elbflorenz"

Dresden ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen. Die Stadt liegt am Flussufer der Elbe und wird wegen der mediterranen Architektur der barocken Altstadt als "Elbflorenz" bezeichnet.

Dresden
Dresden - das Florenz der Elbe

Die sächsische Landeshauptstadt Dresden liegt am Rand des Elbsandsteingebirges und erstreckt sich zu beiden Seiten der Elbe. Mit einer Einwohnerzahl von rund 525.000 ist Dresden die größte Stadt des südöstlichen Bundeslandes. Das genaue Datum der Stadtgründung ist bis heute nicht bekannt. Die erstmalige Erwähnung einer Ansiedlung dieses Namens am Elbufer datiert aus dem Jahr 1206. Überlieferungen zufolge soll dem rechtselbisch gelegenen Stadtteil im Jahr 1403 durch Wilhelm I. das Stadtrecht verliehen worden sein. Im Jahr 1485 wurde die sächsische Metropole herzogliche Residenzstadt im neu gegründeten Kurfürstentum. Damit begann der Aufstieg Dresdens zur wichtigsten Metropole im Südosten Deutschlands. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1685 wurde die Stadt unter August dem Starken wieder aufgebaut und erhielt das barocke Erscheinungsbild, das der Stadt den Beinamen "Elbflorenz" einbrachte.

Dresden empfängt Sie mit einem reichen kulturellen Erbe. Nachdem im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe alliierter Bomber ein Großteil der historischen Bausubstanz zerstört wurde, erstrahlt die barocke Silhouette der Stadt heute wieder in alter Pracht. Zu den letzten Wiederaufbauten gehörte mit der Frauenkirche ein Wahrzeichen Dresdens. Im Jahr 2005 öffnete das Bauwerk nach jahrelanger Planungs- und Bauphase seine Türen für den Besucherverkehr. Ein weiteres Wahrzeichen Dresdens ist die im Jahr 1985 wiedereröffnete Semperoper, die nach den Originalplänen von Gottfried Semper neu errichtet wurde. Die Fassade des Opernhauses trägt deutliche Züge des Klassizismus. Neben dem bekannten Opernhaus liegt der Dresdner Zwinger. Die Anlage wurde im klassischen Barockstil zwischen 1711 und 1728 errichtet. Der Zwinger wurde als Veranstaltungsort für königliche Feste und als Kunstgalerie erbaut. Reste der alten Stadtmauer mit dem sogenannten Kronentor können Sie an der Südseite des Zwingers besichtigen. Zwinger und Semperoper bilden gemeinsam mit der Hofkirche, der Altstädtischen Hauptwache und dem italienischen Dörfchen das Gebäudeensemble am Theaterplatz.

Ein Rundgang durch die historische Altstadt von Dresden führt Sie zur Brühlschen Terrasse, die sich am Elbufer entlangzieht. Dort erheben sich mehrere Bauwerke aus verschiedenen Epochen, die gemeinsam die Silhouette der Stadt prägen. Die Brühlsche Terrasse erstreckt sich auf der ehemaligen Stadtbefestigung in einer Höhe von etwa 10 Metern über dem Flusslauf der Elbe. Zum Gebäudeensemble gehören das Albertinum, die Kunstakademie und der Brühlsche Garten mit der Jungfernbastei am Ende der Terrasse. Zu den eindrucksvollsten Bauwerken gehört das Dresdner Residenzschloss. Die prachtvolle Anlage wurde seit dem 15. Jahrhundert mehrfach um- und ausgebaut und besteht aus mehreren Flügeln und Seitenarmen. Direkt am Ufer der Elbe erhebt sich am Rande der sächsischen Metropole Schloss Pillnitz. Das barocke Schloss wurde einst als Sommerresidenz genutzt und besitzt eine Treppe, die zu einem tiefer gelegenen Elbanleger führt.

Die Kulturlandschaft des Elbtales wurde im Jahr 2004 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Fünf Jahre später wurde der Region der Titel des UNESCO-Weltkulturerbes wieder aberkannt. Grund dafür war der umstrittene Bau einer neuen Elbbrücke, die das einmalige Landschafts- und Stadtbild nachhaltig veränderte. Die Waldschlösschenbrücke wurde entgegen sämtlicher Proteste gebaut und im Jahr 2013 eröffnet. In Dresden haben Sie die Gelegenheit, Kunstschätze von unermesslichem Wert zu besichtigen. Im Zwinger befindet sich die Gemäldegalerie Alte Meister mit dem weltberühmten Gemälde der Sixtinischen Madonna von Raffael. Darüber hinaus werden Werke von Rembrandt, Rubens und Canaletto ausgestellt. In der Galerie "Neue Meister" können Sie Gemälde von Otto Dix, Max Liebermann und Caspar David Friedrich bewundern. Die prunkvollen Schätze der sächsischen Könige und Kurfürsten werden im Grünen Gewölbe präsentiert. Die Sammlung umfasst wertvolle Goldschmiedearbeiten aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie goldenes Teegeschirr und die edelsteinbesetzten Kronen und Zepter der ehemaligen Herrscher. Darüber hinaus gehören der Mathematisch-Physikalische Salon im Zwinger, die Porzellansammlung mit kostbaren Stücken aus Meißener Porzellan und das Kupferstichkabinett zu den meistbesuchten Museen der Stadt.

TOP