Einwandern nach Deutschland

Deutschland ist wegen der vergleichsweise geringen Arbeitslosigkeit, der sozialen Sicherungssysteme und der positiven Rahmenbedingungen für viele Menschen ein attraktives Einwanderungsland.

Das Einwandern nach Deutschland und die Aufnahme einer Tätigkeit sind für Bürger eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union ohne Visum möglich. Ausländer aus anderen Staaten benötigen grundsätzlich ein Visum, das bei der deutschen Vertretung im jeweiligen Land beantragt werden muss. Die Bearbeitungszeit für einen kurzfristigen Aufenthalt von bis zu drei Monaten dauert bis zu 10 Tage. Wird eine Aufenthaltsgenehmigung für einen längeren Zeitraum beantragt, erhöht sich die Bearbeitungszeit. Voraussetzung für die Einwanderung sind Grundkenntnisse in deutscher Sprache. Diese werden auch von Ehegatten deutscher Staatsangehöriger gefordert, sofern es sich nicht um EU-Bürger handelt.

Sonderregelungen bei der Einwanderung gelten für sogenannte Spätaussiedler. Dabei handelt es sich um Personen mit deutscher Volkszugehörigkeit, die aus Osteuropa und den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion stammen. Sobald der Status als Spätaussiedler von behördlicher Seite anerkannt wurde, erhalten die Einwanderer die deutsche Staatsbürgerschaft. Bürger aus Nicht-EU-Staaten besitzen nach fünf Jahren des Aufenthaltes in Deutschland Anspruch auf die Erteilung einer dauerhaften Niederlassungserlaubnis. Selbstständige können bei erfolgreicher Geschäftstätigkeit und der dauerhaften Absicherung des eigenen Lebensunterhaltes bereits nach drei Jahren eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Die Aufnahme einer Tätigkeit ist für Angehörige aus Drittstaaten nur möglich, wenn sich ein entsprechender Vermerk auf der Aufenthaltsgenehmigung befindet.

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