Feiertage, Events und Festivals in Frankreich

In Frankreich gibt es 12 gesetzliche Feiertage, von denen die meisten einen christlich-religiösen Hintergrund haben. Daneben gibt es einige wenige regionsspezifische Feiertage in einzelnen Provinzen.

An den gesetzlichen Feiertagen bleiben die Geschäfte in Frankreich geschlossen. Davon nicht betroffen sind die meisten Museen und Sehenswürdigkeiten. Außer an Neujahr, Weihnachten und am 1. Mai können Ausstellungen, kulturelle Einrichtungen und Bauwerke auch an Feiertagen besucht werden. Der Eiffelturm als Wahrzeichen der französischen Hauptstadt Paris kann an 365 Tagen im Jahr besichtigt werden.

Folgende gesetzliche Feiertage gibt es in Frankreich:

1. Januar Neujahr, Jour de l'An
Ostermontag, Lundi de Pâques
1. Mai, Tag der Arbeit
8. Mai, Tag des Sieges
Christi Himmelfahrt
Pfingstsonntag, Pentecôte
Pfingstmontag, Lundi de Pentecôte
14. Juli, französischer Nationalfeiertag Fête Nationale de la France
15. August, Mariä Himmelfahrt
1. November, Allerheiligen
11. November, Waffenstillstand von Compiègne (1918)
25. Dezember, 1. Weihnachtsfeiertag Noël

Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern Europas ist der Karfreitag nicht in allen Departements des Landes ein gesetzlicher Feiertag. Lediglich im Elsass und im Departement Moselle in Lothringen gilt dieser Tag offiziell als Feiertag und die Geschäfte bleiben geschlossen. Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit und wird in Frankreich von zahlreichen Kundgebungen und Demonstrationen in vielen Städten begleitet. Als Symbol dieses Tages gilt nicht, wie in Deutschland üblich, die Rote Nelke, sondern das Maiglöckchen. Der 8. Mai ist ein ausgesprochen patriotischer Feiertag. An diesem Tag wird des Sieges über das nationalsozialistische Deutschland gedacht, der im Jahr 1945 den Zweiten Weltkrieg beendete. Im ganzen Land werden am 8. Mai die französischen Flaggen gehisst und bei öffentlichen Veranstaltungen erklingt die Nationalhymne des Landes.

Christi Himmelfahrt und Pfingsten sind wie in Deutschland gesetzliche Feiertage mit einem christlich-religiösen Hintergrund. Der Pfingstmontag wurde zwischen 2004 und 2007 als offizieller Feiertag abgeschafft und als "nicht arbeitsfreier Feiertag" deklariert. Grund waren finanzielle Löcher im Gesundheitssystem, die auf diese Weise durch zusätzliche Einnahmen gestopft werden sollten. Diese Entscheidung wurde mit heftigen Protesten und Boykotten von der Bevölkerung quittiert und führte schließlich zur Abschaffung dieser Regelung. Seit dem 16. April 2008 ist der Pfingstmontag in Frankreich wieder ein offizieller Feiertag, an dem nicht gearbeitet wird. Da die Mehrheit der Bevölkerung in Frankreich katholischen Glaubens ist, sind Mariä Himmelfahrt und Allerheiligen offizielle Feiertage.

Der Feiertag anlässlich des Waffenstillstands von Compiègne erinnert an das Ende der bewaffneten Auseinandersetzungen Frankreichs mit dem Deutschen Reich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Am 11. November 1918 wurde im Ort Compiègne, in der nordfranzösischen Region Picardie, das Waffenstillstandsabkommen zwischen den Westmächten Frankreich und Großbritannien und dem Deutschen Reich unterzeichnet. Mit diesem Schritt wurde damals der Erste Weltkrieg beendet. An diesem Tag findet in der Stadt Verdun, in deren Nähe sich eines der größten Schlachtfelder dieses Krieges befand, eine Gedenkveranstaltung statt. Es werden die Namen von Gefallenen verlesen und im ganzen Land wehen die Flaggen auf Halbmast. Nach dem Verlesen der Namen folgt eine Schweigeminute mit anschließendem Glockenläuten.

Der wichtigste gesetzliche Feiertag in Frankreich ist der Nationalfeiertag am 14. Juli. An diesem Tag wurde im Jahr 1789 mit dem Sturm auf die Bastille die Französische Revolution eingeläutet, die in der Gründung der Ersten Republik mündete. Am 14. Juli werden im ganzen Land Militärparaden abgehalten. Der größte Aufzug findet auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Élysées statt. Zu den Höhepunkten der Militärparade gehört die Patrouille de France, bei der mehrere Kampfflugzeuge im Formationsflug über den Champs-Élysées donnern und mit farbigem Rauch die Nationalfarben Frankreichs in den Himmel zeichnen. Begleitet wird der französische Nationalfeiertag von großen Volksfesten in allen Teilen des Landes. Alle Generationen finden sich unter freiem Himmel zusammen, um auf den Straßen und Plätzen zu feiern und zu singen. Nach Einbruch der Dunkelheit erleuchten prächtige Feuerwerke den Himmel.

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