Eiffelturm

Der Eiffelturm ist ein 324 Meter hoher Turm im Zentrum von Paris, der im Jahr 1889 fertiggestellt wurde und als Wahrzeichen der französischen Hauptstadt gilt.

Eiffelturm
Eiffelturm

Der Eiffelturm ist eine gewaltige Stahlkonstruktion, die nach Plänen des Architekten Gustave Eiffel anlässlich des 100. Jahrestages der Französischen Revolution errichtet wurde. Er diente als überdimensionales Eingangsportal für die Weltausstellung und war bis zur Errichtung des Chrysler Buildings in der amerikanischen Metropole New York im Jahr 1930 das höchste Bauwerk der Welt. Mit knapp sieben Millionen Besuchern im Jahr gehört der Eiffelturm zu den meistbesuchten Gebäuden der Erde. Seit 1964 steht die Stahlkonstruktion unter Denkmalschutz. Nachbauten des berühmten Pariser Wahrzeichens erheben sich in zahlreichen Städten in der ganzen Welt. Als Nationalsymbol Frankreichs zählt der Eiffelturm zu den architektonischen Meilensteinen in der Ingenieursbaukunst. In der Gegenwart wird er als Fernsehturm genutzt und dient als Aussichtsturm vor allem touristischen Zwecken.

Die Konstruktion des Eiffelturmes besteht im unteren Bereich aus vier Stützpfeilern mit einer Breite von jeweils 26 Metern. Sie leiten das Gewicht der Eisenkonstruktion in das Fundament ab, das 15 Meter tief ins Erdreich reicht. Die Standfläche des Turmes ist quadratisch und besitzt eine Kantenlänge von 124,90 Metern. Jeder Pfeiler ist exakt in eine Himmelsrichtung ausgerichtet. Am Boden befinden sich in jedem Stützpfeiler Eingänge zu den Treppenaufgängen und Aufzügen. Die Pfeiler laufen nach oben aufeinander zu und werden in einer Höhe von 39 Metern über eine eiserne Bogenkonstruktion miteinander verbunden. Die Bögen wurden einzig zu dekorativen Zwecken eingefügt und besitzen keine tragende Funktion. Oberhalb der Unterkonstruktion schließt sich die erste Etage des Eiffelturmes mit Restaurant, Besucherebene und Kinosaal an. Die zweite Etage befindet sich in einer Höhe von 115 Metern und besitzt eine Fläche von 1.430 m². Zu erreichen ist diese Ebene über einen Aufzug oder Treppenaufgänge. Die höchstgelegene Plattform befindet sich auf einer Höhe von 276 Metern und ist ausschließlich über Aufzüge erreichbar.

Insgesamt neun verschiedene Aufzüge ermöglichen die Auffahrt auf die unterschiedlichen Ebenen des Eiffelturmes. Fünf Lifte befinden sich in den Turmpfeilern zwischen Eingang und zweiter Etage. Vier Aufzüge mit Kabinen verkehren zwischen zweiter und dritter Plattform. Im unteren Bereich verkehren Schrägaufzüge, die mithilfe eines Kabelzuges gezogen werden. Zwischen der zweiten und dritten Etage wurden hydraulische Fahrstühle eingesetzt, die im Jahr 1983 durch elektrisch betriebene Aufzüge ersetzt wurden. Zum Schutz vor Schäden durch Korrosion ist der Eiffelturm mit mehreren Farbschichten überzogen. Im Schnitt erhält die Stahlkonstruktion alle sieben Jahre einen komplett neuen Anstrich. Für Besucher des Bauwerkes sind alle drei Ebenen des Turmes zugänglich. Auf der ersten Etage finden etwa 3.000 Besucher gleichzeitig Platz. Dort befindet sich das Restaurant 58 Tour Eiffel und ein kleines Postamt, in dem Ansichtskarten mit einem Sonderstempel versehen werden.

Auf der zweiten Ebene befindet sich ein weiteres Restaurant mit dem Namen Jules Verne, das eine gehobene Küche anbietet und mit einem Stern des Guide Michelin ausgezeichnet wurde. Daneben liegen ein Schnellimbiss und ein Souvenirgeschäft. Anhand zahlreicher Schaukästen wird auf dieser Ebene die Geschichte des Eiffelturmes erzählt. Die dritte Etage befindet sich auf einer Höhe von 276 Metern und ist mit einer überdachten Aussichtsplattform versehen, die durch ein Stahlgitter gesichert ist. Bis zu 400 Personen können sich auf dieser Etage gleichzeitig aufhalten. In der luftigen Höhe befinden sich eine Champagner-Bar und ein originalgetreuer Nachbau des Arbeitszimmers von Gustave Eiffel. Die Spitze des Eiffelturmes wird als Sendemast und meteorologische Station genutzt. Der Eiffelturm ist an 365 Tagen im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich und wird am Boden von einer parkähnlichen Grünanlage umgeben. Auf diesem sogenannten Marsfeld treffen sich in den Sommermonaten zahllose Touristen und Einheimische zum traditionellen Picknick. Nach Einbruch der Dunkelheit wird der Eiffelturm angestrahlt und bildet den weithin sichtbaren leuchtenden Mittelpunkt der französischen Hauptstadt Paris.

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