Studieren in Frankreich

Frankreich gehört zu den bedeutendsten Industrienationen der Welt und besitzt eine breit gefächerte Hochschullandschaft, die aus 85 staatlichen Universitäten und mehreren Hundert Fachhochschulen besteht.

Das französische Studienjahr unterteilt sich in zwei Semester. Generell wird zwischen Universitäten, den sogenannten Lycees, und Fachhochschulen mit der Bezeichnung Ecoles unterschieden. Eine Besonderheit in der Hochschullandschaft sind die Grandes Écoles. An diesen Hochschulen wird die sogenannte Elite des Landes ausgebildet. Diese Universitäten genießen in der gesamten Bevölkerung ein hohes Ansehen und unterstehen einzelnen Institutionen oder Fachministerien. An den Grandes Écoles werden gezielt Führungskräfte für die Bereiche Wirtschaft, Politik, Militär und Verwaltung ausgebildet.

Im Zuge der Harmonisierung des europäischen Hochschulbildungssystems wurde in Frankreich das Licence-Master-Doktorat-System eingeführt, das einige Parallelen zum Bachelor-Master-System aufweist. Damit wird die internationale Anerkennung der erbrachten Studienleistung gewährleistet. Die Studiengebühren an einer französischen Universität gehören zu den niedrigsten in Europa. Zu Beginn des Studiums werden Immatrikulationsgebühren erhoben, die vom Staat festgelegt werden. Deutlich höhere Kosten entstehen für Studierende, die ihren Abschluss an einer Grande École Elite-Universität machen wollen. Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist das Beherrschen der französischen Sprache in Wort und Schrift. Zur Unterstützung bieten zahlreiche Hochschulen Sprachkurse für Auslandsstudenten an. Die Bewerbung an einer Universität erfolgt in Frankreich ausschließlich zum Wintersemester.

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