Wetter, Klima und Reisezeit in Griechenland

Griechenland liegt am östlichen Mittelmeer, daher ist das Klima überwiegend mediterran, mit trockenen heißen Sommern im gesamten Land und milden verregneten Wintern in Küstennähe. Im bergigen Landesinneren kann es in den Wintermonaten dagegen deutlich kälter werden. Auch gelegentlicher Schneefall ist nicht ungewöhnlich.

Was kaum einer weiß: Auch in Griechenlands Bergen gibt es Wintersport. Passionierte Skifahrer finden in den 19 verschiedenen Wintersportgebieten unterschiedlicher Größe und mit mehr oder weniger modernen Liftanlagen sicherlich neue Herausforderungen.

Wer sich lieber auf Städtetour begibt oder Erholung am Strand sucht, sollte seine Griechenland-Reise zwischen Frühjahr und Herbst legen. Da es im Hochsommer durch afrikanische Winde sehr heiß werden kann, ist es allerdings ratsam, ausgedehnte Städtereisen in dieser Zeit zu meiden. Für solche Reisen eignen sich die Monate April, Mai und September am besten, wenn die Temperaturen im Durchschnitt bei angenehmen 20 Grad liegen.

An den Küsten und im Landesinneren sind sommerliche Temperaturen von 30 bis 35 Grad bei eher geringer Luftfeuchtigkeit bis maximal 50 Prozent gut zu ertragen. Während der gesamten Sommersaison muss man lediglich mit durchschnittlich vier Regentagen rechnen. Der griechische Sommer ist somit die ideale Zeit für einen ausgedehnten Badeurlaub, egal ob in den Küstenregionen auf dem Festland oder auf einer der Inseln. In den trockenen und heißen Monaten kann das Meerwasser in den südlichen Regionen dabei eine angenehme Badetemperatur bis zu 28 Grad erreichen. Die teilweise stürmische See in der Zeit von Mai bis Oktober wird durch so genannte Etesien verursacht. Diese nördlichen Sommerwinde sind eine Folgeerscheinung des asiatischen Monsuntiefs und bescheren Griechenland und der Ägäis mit schöner Regelmäßigkeit trockene und kühle Luft.

Im Winter fällt die Temperatur in den Küstenregionen bei häufigem Niederschlag selten unter 15 Grad. Wen die Feuchtigkeit nicht abschreckt, der kann in dieser Zeit ausgedehnte Touren durch Griechenlands antike und mittelalterliche Städte unternehmen und auf kulinarische Entdeckungsreise gehen. Die beste Reisezeit ist also immer auch abhängig von Ihren persönlichen Wünschen und Erwartungen.

Bereits in der Antike wurden die ursprünglich vorhandenen Wälder, die weite Teile des Landes bedeckten, gerodet, um Platz für Weide- und Ackerland zu schaffen. Dort, wo keine Landwirtschaft mehr betrieben wird, wachsen nun vor allem Hartlaubgewächse wie Erica, Erdbeerbaum und Lorbeerbaum. Auch Ölbäume – wirtschaftlich und kulturell bedeutsam. Pinien, Aleppokiefern und Zypressen sind Teil der typisch griechischen Vegetation. In höheren Lagen ab 1.000 Meter gedeihen Kastanien, Ulmen und Eichen; ab 2.000 Meter sind Schwarzkiefern und Apollotannen verbreitet. Oberhalb der Baumgrenze breiten sich alpine Matten aus. Wenn Sie Griechenland im Frühling bereisen, können Sie das Land in seinem blühenden Gewand und einer ungeahnten Fülle von Farben erleben.

Typisch für die griechische Tierwelt sind vor allem Geckos, Eidechsen und Schildkröten. Darüber hinaus sind zahlreiche giftige und ungiftige Schlangenarten in Griechenland heimisch. Sie meiden in der Regel die stark besiedelten Gebiete. Rehe, Füchse, Wildschweine – und sogar Wölfe und Bären – sind ebenfalls Teil der griechischen Fauna, allerdings beschränkt sich ihr Lebensumfeld auf eher abgelegene Landesteile. Auf Kreta können Sie die unter Naturschutz stehende Kretische Wildziege beobachten, die auch Kri-Kri genannt wird. Sie ist eine der endemischen Arten Griechenlands, die nur auf Kreta und einigen kleineren umliegenden Inseln beheimatet ist.

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