Medien Griechenland Zeitungen/TV/Radio/Internet

Seit Beendigung der Militärdiktatur 1974 verfügt Griechenland über eine freie und pluralistische Presse, die sich Ende der 1980er-Jahre immer mehr privatisierte und so das staatliche Medienmonopol ablöste. Als Reaktion auf die plötzliche Dominanz privater Sender versuchte der Staat in den 1990er-Jahren dem entstandenen Ungleichgewicht in den TV-Medien entgegenzuwirken, indem er zwei öffentlich-rechtliche Fernsehsender einrichtete.

Für Reisende, die auch während ihres Griechenland-Aufenthalts nicht auf deutschsprachige Nachrichten verzichten wollen, erscheint einmal wöchentlich eine deutschsprachige Ausgabe der "Athener Zeitung", die über aktuelle politische, wirtschaftliche und kulturelle Themen Griechenlands informiert. Sie ist nicht nur landesweit erhältlich, sondern kann auch als pdf-Version abonniert werden.

Die meisten großen griechischen Tageszeitungen orientieren sich bei ihrer Berichterstattung an europäischen Vorbildern und vertreten eine linksliberale Position. Heute informieren sich die Griechen jedoch eher im Fernsehen über wichtige Beiträge. Auch das Internet kann ein kontinuierliches Wachstum verzeichnen, daher sind Online-Nachrichtenportale fester Bestandteil der Berichterstattung geworden. Ihre Etablierung ist nicht zuletzt auf die Wirtschaftskrise des Landes zurückzuführen, die sich auch auf die griechische Medienbranche erstreckt und zur Schließung vieler Redaktionen führte.

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