Wetter, Klima und Reisezeit in Großbritannien

Die britischen Inseln liegen in der sogenannten gemäßigten Klimazone und sind vom warmen Golfstrom und den Wetterfronten über dem Atlantik geprägt, die feuchte Meeresluft mit sich bringen. Das Wetter ist durch die Lage der Inseln im Atlantik oft sehr unbeständig.

Auch wenn die Winter kalt sind und mitunter sogar Schnee fallen kann, sorgt der Golfstrom generell für ein recht mildes Klima, das in diesen Breitengraden sogar Palmen gedeihen lässt. Die Durchschnittstemperatur im Januar liegt zwischen zwei und sieben Grad Celsius, im Juli zwischen 13 und 22 Grad Celsius. Im Landesinneren kann das Thermometer in den Sommermonaten auch einmal über 30 Grad Celsius klettern.

Das Wetter auf den Inseln ist oft regnerisch und feucht, was für üppiges Grün sowie fruchtbare Böden sorgt. Die regenreichsten Monate sind Oktober und Dezember mit jeweils sieben Regentagen im Durchschnitt. Im Lake District im Nordwesten Großbritanniens gibt es die meisten Niederschläge mit durchschnittlich mehr als zwei Metern pro Jahr. Die trockenste Region ist die Grafschaft Essex im Nordosten von London, hier liegt die Niederschlagsmenge bei 600 mm pro Jahr. Im Süden und Osten ist es meist wärmer als im Norden und im Westen.

In Schottland herrscht ein ozeanisches Klima, das sich in erster Linie durch seine Unbeständigkeit auszeichnet. Hier ist es an der Westküste meist wärmer als an der Ostküste. Vor allem in den schottischen Highlands im Norden der Insel gibt es viel Regen, der oft von dichtem Nebel begleitet ist. Regen und Nebel verleihen dieser Gegend mit ihren malerischen Seen, Tälern und saftig-grünen Hügeln einen besonders mystischen Reiz. Im Winter sinken die Temperaturen und in den höheren Lagen kommt es regelmäßig zu Schneefall.

Auch in Nordirland herrscht ein feuchtes Klima mit viel Niederschlag, der vor allem in den Monaten zwischen August und Januar das Wetter in dieser Region bestimmt. Zwischen Dezember und Februar herrscht in Nordirland grundsätzlich ein milderes Klima als im restlichen Großbritannien.

Da Großbritannien vom atlantischen Ozean umgeben ist, weht hier oft ein starker bis mäßiger Wind aus nordöstlicher Richtung. Mit dem Wind kommen viele Wolken, sodass es im Schnitt an über 66 Prozent der Tage bewölkt oder bedeckt und die Anzahl der Sonnenstunden entsprechend gering ist. Insbesondere in den Küstenregionen kann es in den feuchten Wintermonaten auch zu tagelang anhaltendem Nebel kommen.

Als ideale Reisezeit für das Königreich kann man durchaus das ganze Jahr nennen. Falls Sie ein passionierter Wanderer oder Mountainbiker sind, dann bieten sich die Monate April/Mai bis September/Oktober an. Es kann dann zwar immer wieder zu Regenschauern kommen, aber die Temperaturen sind angenehm mild. Machen Sie es wie die Briten: Packen Sie immer Kleidung für alle Witterungsbedingungen ein, lassen Sie sich die Laune nicht verderben und nutzen Sie einen plötzlichen Regenguss dafür, sich im nächsten Pub bei einem Pint zu stärken.

In den Frühlingsmonaten zwischen März und Mai ist die Chance auf trockene Reisetage am höchsten, auch wenn es dann noch relativ kühl ist. Zwischen Juni und August bringen die Hochdrucksysteme der Azoren warme Luft nach England, sodass die Temperaturen im Sommer auf 20 Grad Celsius und mehr steigen. Trotzdem kommt es auch im Sommer zu häufigen Regenfällen und es kann gerade im August sehr nass werden. Die Herbstmonate sind in Großbritannien ebenfalls sehr wechselhaft, da nun warme und kalte Luftmassen aufeinander treffen, die viel Regen und Wind mit sich bringen. Je nachdem, was Sie in Ihrem Urlaub vorhaben, kann auch der Winter auf der Insel recht reizvoll sein, da es dann tagsüber mit circa 15 Grad Celsius noch relativ mild sein kann.

TOP