Auswandern nach Island

Island strebt den Beitritt zur EU an und ist Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes. Aus diesem Grund ist es für EU-Bürger problemlos möglich, nach Island auszuwandern.

In Island können Sie sich als EU-Bürger bis zu sechs Monate im Jahr ohne behördliche Aufenthaltsgenehmigung aufhalten. Danach ist eine Meldung bei den Behörden erforderlich, bei der Sie Ihren Wohnsitz registrieren lassen und eine Personenkennziffer beantragen. Generell kann jeder EU-Bürger seinen Wohnsitz nach Island verlegen. Voraussetzung ist der Nachweis, dass der Lebensunterhalt mit einem Einkommen aus Rente, beruflicher Tätigkeit oder aus dem vorhandenen Vermögen bestritten werden kann. Einschränkungen bei der Aufnahme einer Tätigkeit gibt es nicht. Allerdings hat sich seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise in Europa die Lage auf dem isländischen Arbeitsmarkt zugespitzt.

Auswanderer benötigen für den Abschluss einer Krankenversicherung einen Vordruck der heimischen Krankenkasse, der nach dem Ablauf der sechs Monate bei der isländischen Versicherungsbehörde vorgelegt werden muss. Erst danach können Sie sich in Island versichern. Die Lebenshaltungskosten liegen auf der Atlantikinsel etwas höher als in Deutschland. Nach Erhebungen der OECD gehört Island zu den fünf reichsten Mitgliedsländern. Das Pro-Kopf-Einkommen ist entsprechend hoch. EU-Bürgern ist es darüber hinaus ohne Auflagen gestattet, Grundeigentum in Island zu erwerben. Vor dem Kauf einer Farm oder eines landwirtschaftlich genutzten Grundstücks sind Sie allerdings verpflichtet, die Zustimmung der örtlichen Gemeinde einzuholen.

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