Arbeiten in Italien

Italien ist Mitglied der Europäischen Union und für EU-Bürger gibt es auf der Grundlage der Freizügigkeitsregelungen innerhalb des Staatenbundes keine Einschränkungen bei der Aufnahme einer Tätigkeit.

In Italien existiert ein deutliches Nord-Süd-Gefälle in Bezug auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. In Norditalien ist die Arbeitslosenquote deutlich niedriger als im Süden des Landes. Die meisten Industriestandorte befinden sich zwischen Alpen und Mittelmeerküste. Entsprechend besser sind die Aussichten, im Norden Italiens einen Job zu finden. Die italienischen Gesetze sind bezüglich der Arbeitsplatzsicherheit sehr arbeitnehmerfreundlich, wovon fest angestellte Arbeiter und Angestellte profitieren. Genau aus diesem Grund sind die Arbeitgeber jedoch bestrebt, möglichst Verträge ohne eine Festanstellung abzuschließen. Zu den negativen Auswirkungen dieser Regelungen gehört ein hoher Anteil an Schwarzarbeit im Land.

Zur Bedingung für eine Einstellung machen die meisten italienischen Arbeitgeber gute Sprachkenntnisse in Wort und Schrift. Selbst in den deutschsprachigen Regionen Südtirols werden Italienischkenntnisse häufig vorausgesetzt. In Italien gibt es keine Arbeitslosenversicherung nach deutschem Muster. Arbeitslosenhilfe wird grundsätzlich nur wenige Monate lang gezahlt. Große Chancen auf eine Anstellung haben hoch qualifizierte Fachkräfte aus den Bereichen Medizin, Ingenieurswesen und Zukunftstechnologien. Darüber hinaus werden hin und wieder Saisonkräfte in den touristischen Zentren des Landes gesucht. Die Tätigkeiten beziehen sich meist auf Jobs im Gaststättengewerbe und in der Hotelbranche.

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