Wetter, Klima und Reisezeit für Italien

Das Klima in Italien weist zwischen Norden und Süden große Unterschiede auf. Das Klima ist vor allem im Süden des Landes mediterran, es ist wärmer als beispielsweise in Deutschland. Im Sommer kann es im gesamten Land sehr warm werden, dies gilt besonders für den Süden Italiens. Im August klettern die Temperaturen an vielen Orten auf 40 Grad Celsius oder sogar noch etwas höher. Selbst Norditalien kann im Sommer sehr heiß werden und im August sind auch in Städten wie Mailand und Turin sehr hohe Temperaturen normal.

Der August ist der Hauptferienmonat und die beliebteste Zeit für Urlaub in Italien. Allerdings fahren zu dieser Zeit auch die Italiener selbst in den Urlaub und stürmen zum Meer. Diese Tatsache sollten Sie in Ihre Urlaubsplanung einbeziehen. Gerade im August, teilweise aber auch schon im Juli, ist es in Italien am Meer oder in den Bergen am schönsten.

Die Städte sind hingegen regelrecht leer und viele Geschäfte haben oft den ganzen August über geschlossen. Für einen reinen Strandurlaub ist der Monat August somit zwar eine gute Reisezeit, es kann allerdings sehr voll werden und gerade das Mieten von Liegen und Schirmen kann teuer werden. Eine interessante Zeit für den Strandurlaub kann auch der September sein, im Süden Italiens sogar der Oktober und auch schon der Mai und der Juni, denn dann ist es schon angenehm warm, aber nicht zu heiß.

Anders sieht es bei einer Bergtour aus. Die hoch liegenden Berge sind nur im Juli und August schneefrei. Für eine Hochgebirgstour bieten sich somit genau diese Monate an. Ab Oktober kann in den höheren Lagen schon wieder Schnee fallen, im Juni können Sie noch schneebedeckte Gipfel in der Ferne sehen.

Für eine Städtebesichtigung sind die heißesten Sommermonate hingegen nicht zu empfehlen. Eine sehr gute Reisezeit für die Städte mit den großen Sehenswürdigkeiten sind die Monate Mai und Juni. Gerade im Mai ist es in Rom, Florenz oder Mailand sehr schön und es ist ein angenehmes Sommerklima. Sie sehen somit, dass nicht jede Art von Urlaub in Italien für jede Reisezeit ideal ist. Der Frühling und der Sommer sind jedoch angenehme Jahreszeiten in Italien, die sich sehr für eine Reise anbieten.

Wintersportler kommen allerdings eher in den Monaten Januar und Februar auf ihre Kosten. Zu diesen Zeiten sind die Alpen im obersten Norden Italiens meist tief verschneit und eignen sich sehr gut zum Skifahren oder auch zum Snowboarden. Auch abseits der Berge kann es gerade in Norditalien in den Wintermonaten empfindlich kalt werden. Die Temperaturen fallen weit unter 0 Grad Celsius und dann ist die Po-Ebene zwischen Turin und Mailand nicht selten voller Schnee. Zudem sollten Sie beachten, dass die Heizungssituation in Norditalien nicht unbedingt mit heimatlichen Standards mithält. Ein zusätzlicher Pullover ist in diesem Fall die richtige Vorsichtsmaßnahme.

Allerdings ist der Winter meist nur in den Alpenregionen und der Po-Ebene mit so viel Kälte verbunden. Entlang der Küsten, gerade an der Riviera in Ligurien, gibt es Orte, in denen es nie friert. Je weiter Sie sich in den Süden Italiens bewegen, desto trockener und auch milder wird das Klima. Allerdings sollten auch in Süditalien keine Frühlingstemperaturen mitten im Winter erwartet werden. Der Winter eignet sich also wunderbar für den Wintersport und vielleicht auch, um einen Städteurlaub zu machen und ein paar Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Eine weitere schöne Reisezeit ist der Herbst. Gerade der Oktober ist ein schöner Monat, um eine Stadt zu besichtigen oder die letzte Sonne zu genießen. Der Norden, und hier vor allem Südtirol, ist im Herbst ideal. Zu dieser Zeit können Sie sich nach einer ausgiebigen Wanderung in zahlreichen Gaststätten beim "Törggelen" mit jungem Wein und traditioneller Kost stärken. Es ist also nicht wirklich möglich, die beste Reisezeit für Italien festzulegen, da diese davon abhängt, was Sie in Ihrem Urlaub vorhaben.

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