Loro Parque - weit mehr als Papageien

Der Loro Parque im Norden Teneriffas gehört zu den populärsten Sehenswürdigkeiten der Kanareninsel. Einst als Papageienpark gegründet, ist der Loro Parque heute ein riesiger Tierpark mit einem umfangreichen Freizeitangebot.

 Loro Parque
Loro Parque - weit mehr als Papageien

Im Jahr 1972 wurde der Loro Parque als Aufzuchtstation für Papageien gegründet. Damals umfasste der Bestand 150 Vögel und das Gelände des Parks erstreckte sich über eine Fläche von 13.000 Quadratmeter. 30 Jahre später war das Areal zehnmal so groß und entwickelte sich zu einem weitläufigen Tierpark mit Aquarien, Delfin-Shows und Vogelvolieren. Die Papageienzucht ist noch heute ein wesentlicher Bestandteil des Parks. Rund 350 der weltweit bekannten 800 Papageienarten sind im Loro Parque beheimatet. Darunter befinden sich zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten, die in freier Wildbahn nicht mehr vorkommen. Mehr als 3.000 Papageien gehören heute zum Bestand des Parks. Sie werden in großen Volieren gehalten, die das natürliche Lebensumfeld der Vögel so naturgetreu wie möglich simulieren. Die großen Anlagen sind durch üppigen Bewuchs voneinander getrennt.

Zu den Highlights des Loro Parques gehören die farbenfrohen Unterwasserwelten im sogenannten Aquario. In riesigen Bassins wurden Korallenriffe angelegt, an denen sich Tausende bunte Fische und andere Meeresbewohner tummeln. Ein gläserner Unterwassertunnel führt durch die bunt schillernde Meereswelt. Während sie trockenen Fußes die spektakuläre Unterwasserwelt durchqueren, können Sie über Ihren Köpfen Haie und Rochen dahingleiten sehen. Zu den touristischen Attraktionen gehört unter anderem die Delfin- und Seelöwenshow. Die Meeresbewohner leben in weitläufigen Arealen mit Meereswasser, von denen der überwiegende Teil nicht für den Publikumsverkehr zugänglich ist und den Tieren Rückzugsmöglichkeiten gewährt. Regelmäßige Geburten zeugen davon, dass die Tiere den neuen Lebensraum nicht als Bedrohung und Gefängnis wahrnehmen.

Darüber hinaus befindet sich im Loro Parque mit dem als Planet Penguin bezeichneten Areal das größte Pinguinaquarium weltweit. Die Anlage befindet sich in einem überdachten Bereich des Parks und bildet die Arktis als natürlichen Lebensraum der Vögel originalgetreu nach. Rund 12 Tonnen künstlicher Schnee rieseln täglich auf die nachgebildete Halbinsel herab. Die Anlage umkreisen Sie auf einem Laufband. Auf diese Weise erhalten Sie einen umfassenden Einblick in das Leben der Pinguine sowohl über dem Wasser als auch unterhalb der Wasseroberfläche. Rund 250 Pinguine leben in der arktischen Welt im Loro Parque.

Im Jahr 2006 wurde der Park mit dem Orca-Stadion um eine Attraktion reicher. Der Bestand umfasste zu Beginn vier Schwertwale. Im Jahr 2010 brachte ein Weibchen das erste Junge im Loro Parque zur Welt. Die Mutter lehnte das Neugeborene jedoch ab, sodass es von den Trainern aufgezogen werden musste. Im Jahr 2012 gebar das Weibchen ein weiteres Junges, das allerdings nach einem Jahr unerwartet verstarb. Die Orca-Show im Loro Parque gehört seit der Eröffnung zu den Hauptattraktionen im Park. Die Shows erfüllen nicht allein den Zweck der Zuschauerbelustigung. Vielmehr werden die Tiere auf diese Weise beschäftigt. Zu einem folgenschweren Zwischenfall kam es im Jahr 2009, als ein Trainer der Orcas während einer Trainingseinheit getötet wurde. Sprecher des Loro Parques bezeichneten den Vorfall als Unfall und wiesen Behauptungen einer gezielten Tötung durch das Orca-Männchen Keto zurück.

Die neueste Attraktion des Parks ist eine im Jahr 2010 eröffnete Großvoliere für etliche tropische Vogelarten. Neben zahlreichen Papageien sind farbenprächtige Regenwaldbewohner und unzählige Wasservögel in der riesigen Voliere beheimatet. Unter anderem können Sie den australischen Laufvogel Emu in der Anlage besichtigen. Für die Besucher wurde ein Wegenetz durch das Areal angelegt, das bis auf die Höhe der Baumkronen führt. Auf der sogenannten Tigerinsel sind zwei weiße bengalische Tiger beheimatet. Die Insel befindet sich in der Nähe eines originalgetreu aufgebauten thailändischen Dorfes. Es setzt sich aus sechs Holzhäusern zusammen, die im asiatischen Stil errichtet wurden und deren Dachgiebel mit Blattgold verziert sind. Die Hütten erheben sich über einem See, in dem sich unzählige Koi-Karpfen aller Größen tummeln.

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