Cap Corse - fingerförmige Halbinsel im Norden

Wie ein gewaltiger Zeigefinger ragt die 40 Kilometer lange Halbinsel Cap Corse im Norden Korsikas in das Meer. Malerische Fischerdörfer, spektakuläre Strände und alte Wachtürme prägen das Landschaftsbild.

Cap Corse
Cap Corse - fingerförmige Halbinsel im Norden

Cap Corse ist die nördlichste Spitze der französischen Mittelmeerinsel und gehört zu den landschaftlich reizvollsten Gegenden Korsikas. Nirgendwo auf der Insel gibt es eine höhere Dichte an genuesischen Wachtürmen. Die alten Gemäuer reihen sich in den Buchten entlang der Küste aneinander. Viele sind nur noch als Ruinen erhalten und erzählen Geschichten aus der bewegten Vergangenheit Korsikas, als die Insel im Mittelalter zu großen Teilen unter dem Einfluss der Handelsmacht Genua stand. Spektakulär präsentiert sich der schwarze Strand von Nonza im Westen der Halbinsel. Den rund 1 Kilometer langen Strand finden Sie in den Sommermonaten oft menschenleer vor. Die tiefschwarze Färbung des Kieses hat keine natürlichen Ursachen. Grund dafür ist ein Asbestwerk in der Nähe des Strandes, das bereits im Jahr 1965 seinen Betrieb eingestellt hat. Der Kies besitzt keine gesundheitsschädigende Wirkung auf den menschlichen Organismus. Der Strand von Nonza lädt vor allem zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Zahlreiche kleine Fischerdörfer, die sich ihren ursprünglichen Charakter bewahrt haben, ziehen sich an der Ost- und Westküste von Cap Corse entlang. In dem kleinen korsischen Dorf Erbalunga zehn Kilometer nördlich von Bastia scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. In den kleinen Straßen drängen sich alte Patrizierhäuser aneinander und ein Bummel durch die verträumten Gassen gibt Ihnen die Gelegenheit, das beschauliche Leben im mediterranen Klima zu genießen. Die idyllischen Gebäude sind zum großen Teil in traditioneller Bauweise mit flachen Schieferplatten gedeckt und kleine Cafés laden zu einer Pause ein. Ein ungewöhnliches Dorf an der Westküste von Cap Corse ist Pino. Der Ort liegt buchstäblich zwischen Bergen und Meer an einer Bergflanke. Die Häuser ziehen sich idyllische an einem Hang entlang. Die prächtigen Gebäude zeugen vom einstigen Reichtum des kleinen Dorfes. Sehenswert ist die barocke Sainte-Marie-Kirche mit ihrem kostbaren Altar und den wertvollen Ausstattungsgegenständen.

Saint Florent ist eine Hafenstadt am unteren Ende des Cap Corse und bezaubert mit einem außergewöhnlichen mediterranen Flair. Die Stadt wird häufig als das korsische Saint-Tropez bezeichnet und tatsächlich verwandelt sich der Ort in den Sommermonaten zu einem mondänen Zentrum der Reichen und Berühmten. Weiße Hochseesegelboote und luxuriöse Motorjachten gehen in der warmen Jahreszeit in Saint Florent vor Anker. Auf einem Spaziergang an der Hafenpromenade können Sie die noblen Schiffe auf den Wellen schaukeln sehen. Während im Jachthafen das Leben pulsiert, entdecken Sie in den verwinkelten Gassen der Altstadt unverwechselbares korsisches Flair. Mit der Plage de Roya finden Sie einen zwei Kilometer langen Traumstrand direkt vor den Toren der Stadt. Im malerischen Hinterland ziehen sich in endlosen Reihen Weinstöcke an den Flanken der Berge entlang. Genießen Sie ein Glas des exzellenten korsischen Weines am Abend auf der Terrasse eines Strandrestaurants.

Ein Abstecher nach Bastia führt Sie in die Hauptstadt des nordkorsischen Departements Haute-Corse. Die Stadt ist wirtschaftliches Zentrum der Mittelmeerinsel und besitzt den größten Hafen Korsikas. Das Leben in Bastia ist vergleichsweise gering vom Tourismus geprägt, was der Stadt Atmosphäre und Charakter verleiht. Sie wird von der mächtigen Zitadelle überragt. Das Verteidigungsbauwerk ist weit mehr als eine wehrhafte Befestigungsanlage. Mit eigenen Kirchen und kleinen Straßen und Gassen erinnert die Zitadelle an eine kleine Festungsstadt. Lebhaftes Zentrum von Bastia ist der Place Saint-Nicolas gegenüber vom Fährhafen. Der Platz ist von Palmen und Platanen gesäumt und Treffpunkt der Einheimischen. Im südlichen Bereich beginnt mit der Terra Vecchia die Altstadt von Bastia. Hohe Häuser und schmale, steil ansteigende Gassen prägen das Bild des alten Stadtkerns. Neben eindrucksvollen Barockkirchen drängen sich Boutiquen, Souvenirläden, Cafés und kleine Lokale in der Altstadt aneinander. Die schönsten Strände der Region erwarten sie an der Plage de Marana. Der Sandstrandgürtel ist rund 10 Kilometer lang und liegt am Rande des Naturschutzgebietes Etang de Biguglia.

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