Île Rousse - Schönheit an der Nordküste

Île Rousse ist eine lebhafte Hafenstadt an der Nordküste Korsikas, deren Gründung im 18. Jahrhundert auf den korsischen Freiheitskämpfer Pasquale Paoli zurückgeht.

Île Rousse
Île Rousse - Schönheit an der Nordküste

Das kleine Hafenstädtchen Île Rousse mit seinen rund 3.000 Einwohnern liegt an der Nordküste Korsikas. Kleine Felsinseln liegen vor der Küste im Meer. Die Größte von ihnen ist die vorgelagerte rote Insel La Pietra, die der Stadt ihren Namen gab. Über einen Damm ist das Eiland mit der Innenstadt von Île Rousse verbunden. Der auf diese Weise entstandene Naturhafen dient heute als Anlegeplatz für die großen Fähren, die aus Frankreich oder Italien kommend, Korsika mit dem europäischen Festland verbinden. Nach Calvi ist Île Rousse das wichtigste wirtschaftliche und touristische Zentrum in der nordkorsischen Region Balagne. In der Stadt finden Sie eine hervorragende touristische Infrastruktur mit Hotels und Ferienhäusern vor. Zahlreiche Cafés, Restaurants und Bistros sorgen im Hafenviertel und in der Altstadt für das leibliche Wohl und der feinsandige Stadtstrand lädt zu einem erfrischenden Bad in den Fluten des Mittelmeeres ein.

Erste Siedlungsspuren im heutigen Stadtgebiet wurden auf die Römerzeit datiert. Die eigentliche Stadtgründung erfolgte jedoch erst viel später und wurde maßgeblich vom korsischen Freiheitskämpfer Pasquale Paoli geprägt. Dieser ließ im Jahr 1758 das kleine Fischerdorf zu einem Handelshafen mit wehrhaften Befestigungsanlagen ausbauen. Sein Ziel war es, ein eigenständiges korsisches Gegengewicht zu den genuatreuen Städten Algajola und Calvi zu schaffen. Ile Rousse wirkt moderner als andere korsische Orte. Das liegt nicht zuletzt an der geometrischen Aufteilung der Stadtfläche. Die Straßen wurden im Stil der Kolonialzeit rechtwinklig angelegt und die Wohnflächen schachbrettartig in Quadrate aufgeteilt. Anders als in vielen anderen Regionen Korsikas war die Amtssprache in Île Rousse bis zum Jahr 1848 italienisch.

Das lebhafte Zentrum der Stadt bildet der großzügig angelegte Place de Paoli. Der Platz wird von Schatten spendenden Platanen gesäumt und zu Ehren von Pasquale Paolis wurde an dieser Stelle ein Denkmal errichtet. Die Straßenzüge sind rund um den Platz nach einem Schachbrettmuster angeordnet. In Île Rousse lohnt sich ein Bummel durch die Altstadt. In mediterranem Ambiente genießen Sie einen Kaffee in einem Straßenrestaurant und stöbern in den kleinen Boutiquen und Geschäften. Sehenswertes Ausflugsziel ist die im griechischen Stil errichtete Markthalle im Stadtzentrum. Die Halle stammt aus dem 19. Jahrhundert und die Dachkonstruktion wird von insgesamt 21 hohen Säulen getragen. Jeden Morgen herrscht in der Markthalle buntes Treiben, wenn die Händler frisches Gemüse und Obst aus der Balagne anbieten. Abends wird der Platz vor der Markthalle zum Treffpunkt der Einheimischen. Unter schattigen Palmen und Platanen findet das korsische Straßenleben statt und Boule-Spieler treffen sich zu einer Partie des französischen Nationalsports. Ein schöner Spaziergang führt Sie auf der Uferpromenade direkt am feinsandigen weißen Stadtstrand entlang. Nachdem Sie den Strand passiert haben, gelangen Sie zu den vorgelagerten kleinen Inseln, die rötlich schimmernd in der Sonne liegen. Statten Sie dem Leuchtturm Pietra auf der Spitze einen Besuch ab, dessen Leuchtfeuer seit 1857 den Seefahrern als Orientierung dient.

Der Stadtstrand von Île Rousse erfreut sich bei Familien und Aktivurlaubern gleichermaßen großer Beliebtheit. Er ist verhältnismäßig schmal und zieht sich über die gesamte Länge der Bucht an der Küste entlang. Vor Ort gibt es eine Segelschule und in den beiden Tauchschulen können auch Ihre Kinder Kurse belegen. Das Hinterland von Île Rousse lädt mit seinen naturbelassenen Landschaften zu Ausflügen ein. In kleinen Bergdörfern wie Speloncato und Belgodere begegnet Ihnen die ursprüngliche Seite Korsikas. Eine wundervolle Naturlandschaft erwartet Sie an der Mündung des Flusses Ostriconi. Ein zauberhafter Strand zieht sich in dieser Region vor einer Süßwasserlagune entlang, bevor er in die einsame Küstenlandschaft der Desert des Agriates übergeht. Der Hauptort im Ostriconi-Tal ist Lama, der sich ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Pässen im gebirgigen Hinterland eignet. Von hier können Sie die Besteigung des 1.535 Meter hohen Monte Astu in Angriff nehmen.

TOP