Schiermonnikoog - beliebte Urlaubsinsel

Schiermonnikoog ist eine Insel vor der niederländischen Nordseeküste, die mit ihrem breiten Sandstrand und dem Nationalpark Wattenmeer zu den beliebtesten Urlaubsinseln des Landes gehört.

Schiermonnikoog
Schiermonnikoog

Schiermonnikoog zählt geografisch zu den westfriesischen Inseln und ist mit einer Fläche von knapp 200 Quadratkilometern die kleinste der bewohnten niederländischen Wattinseln. Knapp 1.000 Einwohner leben auf dem Eiland. Im Jahr 2006 wurde Schiermonnikoog in einer Fernsehsendung von der Bevölkerung zum "schönsten Ort in den Niederlanden" gewählt. Die Mehrzahl der Einwohner lebt im einzigen Dorf der Insel, wo eine touristische Infrastruktur mit Restaurants, Cafés, Hotels und einem Campingplatz einen erholsamen Urlaub gewährleistet. Die ältesten Gebäude stammen aus dem Jahr 1720 und der historische Charakter eines kleinen Fischerdorfes blieb bis heute erhalten. Alte Backsteinhäuser und Reste der historischen Windmauern zaubern ein romantisches Flair in die Ortschaft. Kleine Geschäfte und Boutiquen befinden sich im Dorfzentrum. Das ehemalige Rathaus und das historische Gutshaus Rijsbergen werden heute als Hotels genutzt.

Zu den Hauptattraktionen der Insel gehört der bis zu einem Kilometer breite Sandstrand, der damit der breiteste Strand Europas ist. Das Wachstum der Fläche hält bis heute an. Meerwasserströmungen lagern kontinuierlich Material vor der Küste der Insel ab und lassen immer neue Sandbänke entstehen. Der gepflegte Strand gilt mit seiner hervorragenden Wasserqualität als einer der saubersten in den Niederlanden. Am westlichen Strandabschnitt liegt eine Lagune, die von flachen Sandbänken umgeben ist. Bei Flut liegen die Sandbänke unterhalb der Wasseroberfläche, während sie bei Ebbe zu Fuß erreichbar sind. Der populärste Strandabschnitt befindet sich am Prince Bernhardweg. Der Strand fällt flach in die Nordsee ab und Kinder können gefahrlos am Ufer spielen und planschen. Rettungsschwimmer haben das Geschehen jederzeit unter Kontrolle. Liegestühle und Windschutz können vor Ort gemietet werden. Öffentliche Duschen und Toiletten sind vorhanden und an den Strandbars werden kühle Getränke und kleine Snacks angeboten.

Das Wattenmeer und Teile von Schiermonnikoog wurden im Jahr 1989 als Nationalpark deklariert. Das geschützte Gebiet schließt die ausgedehnten Wattflächen, lang gezogene Dünen und Salzwiesen ein. Darüber hinaus gehört der kleine See Westerplas zum Nationalpark, der durch das Anlegen eines künstlichen Dünenstreifens vom Meer abgetrennt wurde. Im Osten der Insel befindet sich ein Vogelschutzgebiet. In den Sommermonaten ist der Zutritt zu dem Areal aus Artenschutzgründen meist nicht gestattet. Allen sechs Vereine auf Schiermonnikoog bieten bei Ebbe Wattwanderungen über den freiliegenden Meeresboden an. Unter fach- und ortskundiger Führung brechen die Inselbesucher zu einer Entdeckungsreise in die Wattlandschaft auf und passieren dabei zahlreiche Priele. Ein weitverzweigtes Netz an Rad- und Wanderwegen durchzieht die gesamte Insel. Fahrräder können an einer Verleihstation im Dorf oder in den Hotels ausgeliehen werden. Ein Abstecher zur zwei Kilometer breiten Sandbank Balg darf bei einem Besuch von Schiermonnikoog nicht fehlen. Regelmäßig aalen sich Robben und Seehunde auf der Sandbank, die hier in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden können.

Schiermonnikoog ist eine autofreie Insel. Das bedeutet, dass der eigene Pkw auf dem Festland zurückbleiben muss, wenn Sie planen Ihren Urlaub auf der westfriesischen Insel zu verbringen. Erster Anlaufpunkt auf der Insel ist in der Regel das Besucherzentrum. Dort erhalten Interessierte einen umfassenden Einblick in die Flora und Fauna der Insel und lernen die unterschiedlichen Landschaftstypen kennen. Mit dem Zuidertoren und dem Noordertoren erheben sich zwei Leuchttürme auf Schiermonnikoog. Letzterer wurde im Jahr 1853 erbaut und fällt durch die rote Farbe schon aus größerer Entfernung ins Auge. Ein Jahr später wurde der Leuchtturm Zuidertoren errichtet. Er wurde im Jahr 1950 zum Wasserturm umfunktioniert. Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten auf der Insel gehört ein alter Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, den die deutschen Besatzer als Teil des Atlantikwalls in den Dünen angelegt haben. Sehenswert sind darüber hinaus das Muschelmuseum und der quirlige Jachthafen.

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