Schladming - modernste Seilbahnanlage

Die Stadt Schladming befindet sich in der Obersteiermark. Sie wird vom Dachsteingebirge und den Niederen Tauern eingerahmt.

Schladming
Schladming - modernste Seilbahnanlagen

Schladming blickt auf eine lange Geschichte des Bergbaus zurück. Im Jahre 1322 bekam die Stadt die Stadtrechte verliehen. Zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert lebte Schladming fast ausschließlich von den Erträgen der Kupfer- und Silberminen. In den Anfängen des Bergbaues wurde Silber, Blei, Kupfer abgebaut, später wurde Kobalt und Nickel gefunden. Schladming liegt auf einer Höhe von 745 Metern über dem Meeresspiegel und hat etwa 4400 Einwohner. Im Jahr 1525 wurden der Stadt durch Bauernaufstände die Stadtrechte entzogen und fünf Jahre später die Marktrechte wiedererteilt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Kobalt- und Nickelabbau eingestellt und im späten 19. Jahrhundert waren die Vorräte an anderen Erzen weitestgehend erschöpft. Einen neuen Aufschwung erlebte die Stadt im Jahre 1875. Mit dem Bau einer Eisenbahnlinie hielt erstmals der Tourismus Einzug in Schladming. Einen großen Bekanntheitsgrad erlangte der Ort 1973 durch die Austragung des ersten Weltcuprennens im Abfahrtslauf. In den folgenden Jahren wurden die Alpinen Skiweltmeisterschaften in der Bergregion ausgetragen und die Special Olympics Weltwinterspiele der Behindertenolympiade ausgerichtet. Schladming ist heute Mitglied im größten Skiverbund Österreichs.

Wer in Schladming mit offenen Augen durch die Stadt geht, dem fällt auf, welche Besonderheiten die Stadt zu bieten hat. Blickfang ist das imposante Olympiastadion. Es besitzt die modernste Seilbahnanlage, die in Österreich gebaut wurde. Die Seilbahn bringt Wanderbegeisterte und Wintersportler in das schöne Ski-und Wandergebiet Planai. Sehenswert ist das heutige Schladminger Rathaus, das einst das Jagdschloss von Prinz August von Sachsen-Coburg und Gotha war. Das weitestgehend modernisierte Bauwerk erinnert mit seinem Außenbau noch heute an die repräsentative Villa des Prinzen von Sachsen-Coburg. Gegenüber des Rathauses befindet sich der Alte Markt. An dieser Stelle wird die Erstbesiedlung Schladmings vermutet. Zur Erinnerung an die Bauernkriege im 16. Jahrhundert wurde das Bauernkriegsdenkmal errichtet, das seinen Platz am früheren "Grazer Tor" bekommen hat, an dem die ehemalige Stadtmauer entlanglief. Sehenswert ist das alte Stadttor direkt neben der katholischen Kirche. Die noch gut erhaltenen Mauerpartien erinnern an die im Jahr 1629 erbaute Wehrmauer. Die katholische Kirche wurde in spätromanischer Bauweise erbaut und verfügt noch über den Originalturm aus dem 15. Jahrhundert. Die Kirche zählt zu den schönsten Bauwerken aus der Reformationszeit in Österreich. An die vielen Pestopfer, die die Stadt 1716 verloren hat, erinnert heute in der Nähe des Minigolfplatzes ein Pestkreuz.

Schladming ist in der Gegenwart eine Touristenstadt, die mit dem bekannten Skigebiet zahlreiche Besucher anzieht. Den Wintersportlern bietet die Stadt mit ihren umliegenden Ortschaften und Bergregionen ein abwechslungsreiches Skiparadies. Den Wandersportfreunden erstreckt sich ein weitläufiges Wandergebiet mit gut ausgebauten Wanderwegen und verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Das große Erlebnisbad Schladming lockt täglich kleine und große Besucher an. Mit seinen verschiedenen Attraktionen wie Erlebnisbecken, Wasserfall, Grotte, Indoor-Rutsche und Allwetter-Außenbecken ist es das Highlight für alle Schwimmbegeisterten. Die verschiedenen Saunabereiche versprechen Erholung vom stressigen Alltag. An den Wochenenden bietet das Erlebnisbad zusätzlichen einen Warmbadetag an.

In der Nähe von Schladming liegt das bekannte Skigebiet Planai. Der Planai und der Hochwurzen sind das größte und bekannteste Reiseziel für Wintersportler in der Steiermark. Skibegeisterte freuen sich auf die sagenhafte Fis-Abfahrt, die vom Planai Gipfel bis ins Tal führt. Wer den gemütlichen Wintersport bevorzugt, findet am Planai breite gut ausgebaute Pisten, auf denen sich die Skifahrer wohlfühlen und Spaß haben. Der Hochwurzen bietet mit einem besonderen Programm den Wintersportlern ein zusätzliches Highlight. Hier können Wintersportbegeisterte bei Tag und Nacht auf den beleuchteten Pisten hinabfahren. Es gibt eine drei Kilometer lange Flutlichtpiste, die das Nachtskifahren zu einem besonderen Erlebnis werden lässt. Eine sieben Kilometer lange Rodelbahn lässt das Herz eines jeden Rodlers höher schlagen. Für das leibliche Wohl wird in zahlreichen Skihütten und Berggasthöfen gesorgt.

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