Zell am See - sehenswertes Kleinod

Die Kleinstadt Zell am See liegt am Ufer des Zeller Sees im Bundesland Salzburg und gehört zu den bedeutendsten touristischen Zentren Österreichs.

Zell am See
Zell am See - sehenswertes Kleinod

Die Ortschaft Zell am See liegt umgeben von bewaldeten Höhenzügen im Zeller Becken. Die umliegenden Berggipfel werden als Pinzgauer Grasberge bezeichnet und unterscheiden sich hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Struktur deutlich von den gewaltigen Felsgipfeln der Hohen Tauern, die sich südlich der Stadt erheben. Hausberg der Gemeinde ist die Schmittenhöhe, deren Gipfel eine Höhe von 1.965 Metern über dem Meeresspiegel erreicht. Das Stadtgebiet zieht sich am Ufer des Zeller Sees entlang. Der Bergsee besitzt eine Länge von vier Kilometern und eine maximale Tiefe von 68 Metern. Die Besiedlung des Gemeindegebietes ist bis in die Bronzezeit nachgewiesen. Das Alter primitiver Schmelzöfen, die in einer Höhe von 1.100 Metern entdeckt wurden, wird auf die Jungbronzezeit datiert. Im 1. Jahrhundert n. Chr. siedelten die Römer auf dem heutigen Stadtgebiet von Zell am See. Im Jahr 740 erfolgte durch Salzburger Mönche die Gründung eines Klosters und im Jahr 1357 erhielt der Ort das Marktrecht.

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges gewann die Ortschaft am Zeller See zunehmende Bedeutung für den Fremdenverkehr. Heute werden in Zell am See alljährlich mehr als 2 Millionen Übernachtungsgäste gezählt. Damit gehört der Ort zu den bedeutendsten Tourismuszentren Österreichs. In jüngster Vergangenheit stiegen die Zahlen arabischer Urlaubsgäste deutlich an. Ein sehenswertes Kleinod alpenländischer Baukunst ist die historische Altstadt von Zell am See, die sich auf einer kleinen Halbinsel befindet. Wahrzeichen der Stadt ist das ehemalige Schloss Rosenberg, in dem heute das Rathaus untergebracht ist. Die Pfarrkirche zum heiligen Hippolyt gehört zu den eindrucksvollsten Zeugen alter Pinzgauer Baukunst. Das sakrale Gebäude gehört zu den wertvollsten Baudenkmälern des Pinzgaus und besitzt einen 36 Meter hohen Turm, der das Bild der Altstadt dominiert. Das Heimatmuseum von Zell am See ist im sogenannten Vogtturm untergebracht, der bereits im Jahr 926 erstmalig erwähnt wurde. Gemeinsam mit der Kirche gehört er zu den ältesten Bauwerken der Stadt.

In den Sommermonaten liegen die Schieferalpen, die Ausläufer der Kitzbüheler Alpen und der Zeller See im Mittelpunkt des touristischen Treibens. Ausgedehnte Wandergebiete ziehen sich am Fuß des Kitzsteinhorns, an der Schmittenhöhe und in den Dientener Bergen entlang. Beliebt sind Tagestouren in die Gletschergebiete auf dem Gipfel des Kitzsteinhorns, das mit einer Höhe von 3.203 Metern sämtliche Berggipfel in der Region überragt. Zahlreiche bewirtschaftete Almen laden in den bewaldeten Höhen der Schieferberge zu einer Rast ein und in den Berggasthöfen genießen Sie landestypische Spezialitäten vom würzigen Tiroler Gröstl bis zum süßen Kaiserschmarrn. Auf dem See verkehren Ausflugsschiffe, die sowohl im Linienverkehr als auch für Chartertouren genutzt werden. Am Seeufer befindet sich ein Strandbad, das an heißen Sommertagen zu einem erfrischenden Bad einlädt. Im Winter friert der See regelmäßig zu und die Schifffahrt wird in der kalten Jahreszeit eingestellt.

Eine gewaltige Bedeutung für Zell am See besitzt der Wintertourismus. Das Skigebiet Zell am See-Kaprun empfängt Sie mit 138 bestens präparierten Pistenkilometern. Das Wintersportareal erstreckt sich bis in eine Höhe von mehr als 3.000 Metern. Hochmoderne Bergbahnen und Skilifte gewährleisten einen zügigen und sicheren Transport innerhalb des Skigebietes. Am Kitzsteinhorn wurde ein abgegrenzter Bereich für Snowboarder und Freestyler eingerichtet, der mit Jump-Elementen, einer Halfpipe und einer Chill-Arena ausgestattet ist. Das Skigebiet wird mit seiner unterschiedlichen Geländestruktur jedem Anspruch gerecht. Die leicht zu befahrenen Abfahrten am Maiskogel eignen sich hervorragend für Familien mit Kindern und für Anfänger. Am Schmittenberg erwarten Sie Pisten sämtlicher Schwierigkeitsstufen und eine ehemalige Weltcup-Strecke. Gletscherskifahren ist in der alpinen Höhenlage am Kitzsteinhorn möglich. Die Lifte nehmen in dieser Region bereits Ende Oktober den Betrieb auf. Am Abend laden zahlreiche Aprés-Ski-Bars, Skihütten und Restaurants zu einem stimmungsvollen Ausklang des Tages ein.

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