Wetter, Klima und beste Reisezeit für Polen

Das gemäßigte Übergangsklima in Polen ist typisch für das östliche Mitteleuropa. In dem Land treffen trockene Luftmassen aus dem Osten und feuchte Atlantikströmungen aufeinander.

Polen Wetter
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Im Norden und Westen Polens dominiert maritimes Klima, das von atlantischen Einflüssen geprägt wird. Im Osten und Süden ist das Klima hingegen wesentlich kontinentaler. Die Sommer sind in diesen Regionen des Landes deutlich heißer und trockener. Im Winter ist oft mit heftigen Kälteeinbrüchen und ergiebigen Schneefällen zu rechnen. Die Grenze zwischen gemäßigtem Seeklima und trockenem Kontinentalklima verläuft in der Mitte des Landes.

Durch das Zusammentreffen unterschiedlicher Luftmassen aus feuchter Atlantikluft und kühler Luft aus dem Osten entstehen im Winter starke Niederschläge, die vor allem in den Gebirgsregionen niedergehen. Im Gegensatz zu den nordwestlichen Gebieten, in denen im Winter an durchschnittlich vier Wochen mit Schneefällen gerechnet werden muss, fällt im Osten und in den Gebirgsregionen an rund drei Monaten im Jahr Schnee.

Feuchte Luftmassen, die über den nördlichen Atlantik nach Polen getragen werden, sorgen im Sommer für kühle Luft und ein erhöhtes Niederschlagsaufkommen. Im Winter bedeuten diese Luftmassen milderes Wetter, das für Nebel und Tauwetter sorgt. Die Klimaverhältnisse Russlands spielen in Polen eine besondere Rolle, da von Russland her trockene polar-kontinentale Luft nach Polen gelangt, die sich nicht über einer großen Wasserfläche erwärmen kann. Das sorgt vor allem im Winter für strengen Frost und klirrende Kälte.

Bei den Jahreszeiten gibt es in Polen eine leichte Verschiebung gegenüber westeuropäischen Verhältnissen. In Polen beginnt das Frühjahr in der Regel bereits Anfang März. Die Tage sind noch kurz und kühl. Allerdings bringen die ersten warmen Sonnenstrahlen die Natur zum Blühen. Die Durchschnittstemperaturen im Frühling liegen zwischen 5 und 15 °C.

Der Sommer beginnt in Polen bereits Ende Mai. Schon im Frühsommer klettern die Temperaturen in den östlichen und südlichen Landesteilen auf bis zu 20 °C. Von Mai bis September zeigt sich der Sommer meist von seiner angenehmen Seite. Regentage sind seltener, da die Wettereinflüsse des eurasischen Klimas dominieren. Kontinentale Luftmassen, die aus dem asiatischen Raum bis nach Polen gelangen, sorgen für trockene und heiße Sommer. Der Juli ist der wärmste Monat des Jahres und bietet mit angenehmen Badetemperaturen die besten Voraussetzungen für einen Strandurlaub an der Ostsee.

Der polnische Herbst überzeugt durch seine milden Temperaturen. Nicht selten liegt das Land bis in den Oktober hinein unter stabilem Hochdruckeinfluss. Die Durchschnittstemperaturen liegen im Herbst zwischen 10- 15 °C. Nach einem warmen Altweibersommer beginnt mit dem Abfall der Temperaturen auf 5 °C im November der polnische Vorwinter. Etwa sechs Wochen später bricht in den östlichen und südlichen Regionen Polens der lange kalte Winter an.

Die Winter in Polen können je nach Region eisig kalt werden. Klimatische Einflüsse aus Russland bestimmen größtenteils das Wetter in Polen. Durch das Zusammentreffen polarer Kaltluft und vergleichsweise milder Luftmassen aus dem atlantischen Raum kommt es zu ergiebigen Niederschlägen. In den Gebirgsregionen der Tatra und in den Karpaten ist Schneesicherheit von Dezember bis März bei zum Teil sehr niedrigen Temperaturen gewährleistet. Kältester Monat des Jahres ist der Januar.

Zu den wärmsten Regionen in Polen gehört das schlesische Tiefland. Die Temperaturen liegen hier durchschnittlich um 1,5 °C höher als in den übrigen Gebieten des Landes. Die trockenste Gegend Polens bildet Kujawy, das durch seine geografische Lage von Niederschlägen weitestgehend verschont bleibt. Die Wolken regnen sich meist über den höher liegenden Pommerschen Seenplatten ab, bevor sie Kujawy und den Ostteil Polens erreichen. In der Tatra hingegen liegen die durchschnittlichen Niederschlagsmengen am höchsten. Regen Schnee und Hagel treten in dieser Gegend häufiger auf als Sonnenschein und trockene Tage. An rund vier Monaten im Jahr beträgt das Bewölkungsrisiko mehr als 80 Prozent. Lediglich in durchschnittlich zwei Monaten fällt das Bewölkungsrisiko unter 20 Prozent.

Die beste Reisezeit für Polen liegt zwischen Mai und Oktober. Im Juli und August herrscht an der polnischen Ostseeküste Hochsaison. In diesen Zeitraum fallen auch die polnischen Sommerferien, sodass in den Seebädern Hochbetrieb herrscht. Der Juni gehört zu den niederschlagsreichsten Monaten im Land und eignet sich nur bedingt für einen Urlaub am Meer. Ideal für einen Wanderurlaub im Gebirge sind die Monate September und Oktober geeignet. Wintersportler kommen in den polnischen Skigebieten zwischen Dezember und März auf ihre Kosten. Ergiebige Niederschläge sorgen in den Hoch- und Mittelgebirgen ab Anfang Dezember für eine geschlossene Schneedecke, die erst im März mit dem Einsetzen des Tauwetters zu schmelzen beginnt.

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