Arbeiten in Portugal

EU-Bürger besitzen im Rahmen der Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union jederzeit das Recht, einer geregelten Tätigkeit in Portugal nachzugehen.

Portugal ist ein Land mit großen wirtschaftlichen Problemen, die ihren Niederschlag in einer hohen Arbeitslosigkeit finden. Sinkende Löhne und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit führten in jüngster Vergangenheit zu Spannungen innerhalb des Landes. Dazu kamen Steuererhöhungen und ein Abbau der sozialen Sicherungssysteme. Vor diesem Hintergrund ist es für ausländische Arbeitnehmer schwer, in dem Land auf der Iberischen Halbinsel einen Job zu finden. Die größten Aussichten auf einen dauerhaften Arbeitsvertrag besitzen hoch qualifizierte Fachkräfte aus zukunftsorientierten Branchen. Mediziner, Forscher, Ingenieure und Informatiker gehören zu diesen Berufsgruppen.

Das Lohnniveau ist im europäischen Vergleich in Portugal sehr niedrig. Es gibt einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn. Nur unbefristete Arbeitsverträge müssen in Portugal schriftlich fixiert werden. Bei einem befristeten Anstellungsverhältnis reicht eine mündliche Absprache bzw. Zusage. In eigenem Interesse sollten Arbeiswillige auf einem schriftlichen Vertrag bestehen. Selbstständige haben das Recht, sich in Portugal niederzulassen und einer gewerblichen Tätigkeit im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen nachzugehen. Ein spezielles Visum ist dafür nicht erforderlich. Erwerbstätige sind in Portugal sozialversicherungspflichtig. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Festanstellung vorliegt oder einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen wird. Bei Angestellten über nimmt die Anmeldung in der Regel der Arbeitgeber.

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