Madeira – die Blumeninsel

Madeira ist eine Insel vulkanischen Ursprungs im Atlantischen Ozean, die wegen der üppigen Vegetation und des milden Klimas als Blumeninsel bekannt ist.

Madeira
Madeira - die Blumeninsel

Madeira liegt rund 900 Kilometer westlich von der portugiesischen Küste im Atlantischen Ozean. Sie wird aufgrund der konstant milden Temperaturen im Jahresverlauf als "Blumeninsel" oder "Insel des ewigen Frühlings" bezeichnet. Madeira besitzt gemeinsam mit weiteren kleinen Vulkaninseln vor der Küste eine Gesamtfläche von 800 Quadratkilometern. Rund 230.000 Einwohner leben auf dem Eiland, das politisch zu Portugal und damit zur Europäischen Union gehört. Geologisch bildet die Insel den oberen Bereich eines Vulkansystems. In unmittelbarer Nähe der Küstenregionen fallen die Klippen auf einer Länge von 4.000 Metern steil in den Atlantischen Ozean ab. Die Landschaft Madeiras ist von Hoch- und Mittelgebirgen geprägt. Höchste Erhebung ist der Berg Pico Ruivo, dessen Gipfel 1.862 Meter hoch in den Himmel ragt. Das Klima der Insel ist bedingt durch die Gebirgsmassive zweigeteilt. Im Norden fallen die meisten Niederschläge, während in den südlichen Regionen subtropische Temperaturen vorherrschen.

Die portugiesische Insel beeindruckt mit einer üppigen Vegetation und atemberaubenden Landschaften. Das Antlitz Madeiras wird von gewaltigen Eukalyptusbäumen, grünen Gebirgslandschaften und tropischen Blütenpflanzen geprägt und winzige Strände verstecken sich in malerischen Buchten zwischen schroffen Felsklippen an den Küsten. Urlauber besuchen die Insel nicht vorrangig wegen der Bademöglichkeiten, obwohl die schwarzen Sandstrände einen unwiderstehlichen Reiz besitzen. Bei Porto da Cruz im äußersten Norden der Insel befindet sich eine kleine Badebucht mit feinem schwarzen Sand, die von eindrucksvollen Lavablöcken eingerahmt wird. In der Nähe der Inselhauptstadt Funchal liegt der traumhafte Naturstrand Praia de Laje. Er wird von schwarzen Lavasäulen begrenzt und verfügt über eine Strandbar und Duschgelegenheiten. Eine bizarre Welt schuf die Natur mit den Lavaschwimmbädern bei Porto Moniz. Sie werden von bizarren Lavatürmen eingerahmt und das Wasser ist kristallklar.

Madeira ist ein Naturparadies, das auf Wanderer und Naturliebhaber eine große Anziehungskraft ausübt. Ab dem 15. Jahrhundert wurde überall auf der Insel mit den sogenannten Levadas ein kilometerlanges Bewässerungssystem angelegt, an dem sich heute mehr als 200 Kilometer Wanderwege entlangziehen. Zu den bekanntesten und schönsten Strecken gehört die Levada Norte. Die sechs Kilometer lange Wanderung führt durch eine üppig wuchernde Naturlandschaft. Lorbeer, Hortensien und Passionsblumen säumen die Wegesränder und rauschende Wasserfälle stürzen unter lautem Getöse in die Tiefe. Ein zauberhafter See unter einer überhängenden Felsklippe erwartet Sie bei Rabacal. Mehr als 20 Wasserfälle stürzen an dieser Stelle über Felskanten hinab und unterwegs öffnen sich fantastische Aussichten über die Insel und auf die Küste Madeiras. Liebliche subtropische Landschaften werden auf einer Tour in das Tal der Ribeira da Janela durchquert. Der typische Duft der Eukalyptusbäume ist auf dieser Wanderung allgegenwärtig. Die Strecke führt entlang eines alten Bewässerungsgrabens und passiert in ihrem Verlauf zahlreiche Tunnel und spektakuläre Wasserfälle.

Zahlreiche Ausflugsziele von atemberaubender Schönheit befinden sich auf Madeira. Der ursprüngliche Bewuchs der Insel ist im Lorbeerwald Laurisilva nahezu komplett erhalten. Die Region gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Oberhalb der Inselhauptstadt Funchal liegt der 200 Jahre alte Palheiro Garten, der aus zahlreichen einzelnen Themenbereichen besteht. Einen grandiosen Blick über den Atlantischen Ozean haben die Besucher der Insel von der Aussichtsplattform "Cabo Girao" im äußersten Süden Madeiras. Sie befindet sich auf der zweithöchsten Steilklippe der Welt, die an dieser Stelle 580 Meter über dem Meer aufragt. Zu den alten Traditionen auf der portugiesischen Insel gehört die sogenannte Korbschlittenfahrt, die vom Berg Monte bis nach Funchal hinab ins Tal führt. In der Hauptstadt Madeiras lockt der Mercado dos Lavandores in der Markthalle mit einem Besuch. An Markttage herrscht zwischen den Stränden ein buntes Treiben und an jeder Ecke wird um den besten Preis gefeilscht. Darüber hinaus bilden die Festung von São João Baptista, der romantische Naturhafen von Camara de Lobos und der Lava-Höhlenkomplex bei Sao Vicente sehenswerte Ausflugsziele.

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