Arbeiten in Rumänien

Rumänien trat im Jahr 2007 der Europäischen Union bei und im Rahmen der Freizügigkeitsregelungen können EU-Bürger ohne Einschränkungen eine bezahlte Tätigkeit in dem Land aufnehmen.

Rumänien verzeichnet seit dem Jahr 2011 ein moderates Wirtschaftswachstum. Da viele qualifizierte Fachkräfte nach dem Beitritt des Landes zur EU dem Land dem Rücken gekehrt haben, besteht in einigen Branchen Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmern. Zu den Wachstumsbranchen gehören die Automobilindustrie, die chemische Industrie, die Elektroindustrie und die Baubranche. In diesen Berufszweigen stehen die Aussichten gut, in absehbarer Zeit einen Job zu finden. Besonders gefragt sind Arbeitnehmer mit einer fundierten Ausbildung oder einem abgeschlossenen Studium in einem technischen oder medizinischen Beruf. Darüber hinaus sind die Perspektiven in der Gastronomie, im Gesundheitswesen und im Bereich der Rohstoffverarbeitung positiv.

Arbeitnehmer, die sich in Rumänien auf Jobsuche begeben, müssen über gute Sprachkenntnisse verfügen. Im Arbeitsalltag wird rumänisch gesprochen und die Bewerbung ist in der Landessprache zu verfassen. Im Anschreiben gelten ähnliche Regelungen wie auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Nur in Ausnahmefällen werden von den Unternehmen Bewerbungen in englischer Sprache akzeptiert. Onlinebewerbungen sind in Rumänien durchaus üblich. Allerdings sollten Sie im Vorfeld in Erfahrung bringen, welche Form der Bewerbung gewünscht wird. Das Einkommensniveau liegt in Rumänien deutlich unter dem europäischen Durchschnitt.

EU-Bürger benötigen zur Aufnahme einer bezahlten Tätigkeit in Rumänien keine Arbeitserlaubnis der Behörden. Ein gültiger Reisepass oder Personalausweis berechtigt zum visafreien Aufenthalt für einen Zeitraum von 90 Tagen im Land. Danach muss eine Meldung bei der örtlichen Behörde erfolgen. Dieser Zeitraum kann zur Jobsuche innerhalb des Landes genutzt werden. Bezüglich der Arbeitslosigkeit gibt es große Unterschiede zwischen den städtischen Ballungszentren und dem ländlichen Raum. Die Jugendarbeitslosigkeit ist vergleichsweise hoch. In der Hauptstadt Bukarest sowie in den westlichen Landesteilen sind die Arbeitslosenzahlen am niedrigsten. Bei einem Aufenthalt von mehr als einem halben Jahr sind die Arbeitseinkünfte in Rumänien zu versteuern.

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