Impfungen und Gesundheit in Rumänien

Für Reisen nach Rumänien besteht keine generelle Impfpflicht. Grundsätzlich sollten die Standardimpfungen vor Reiseantritt überprüft und unter Umständen aufgefrischt werden.

Zu den Standardimpfungen nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts gehören Tetanus, Diphterie, Keuchhusten und Polio (Kinderlähmung). Die Impfungen werden generell als 4er Kombinationsimpfung verabreicht. Ist ein längerer Aufenthalt im Land geplant, werden grundsätzlich Impfungen gegen Hepatitis A und B empfohlen. Saisonal kann es in Rumänien zu einem vermehrten Auftreten von Zecken kommen. Aus diesem Grund ist eine FSME-Impfung sinnvoll, wenn Sie das südosteuropäische Land zwischen April und Oktober bereisen.

Grundsätzlich sollte während Ihres Aufenthaltes in Rumänien der Kontakt mit Tieren aufgrund der Ansteckungsgefahr mit Tollwut vermieden werden. Eine Impfung gegen die Krankheit wird vom Auswärtigen Amt empfohlen. Rund sechs Wochen vor Reisebeginn sollte ein Arzt konsultiert werden, mit dem einzelne Präventionsmaßnahmen besprochen werden. Unter anderem kann der Reisemediziner eine Grundimmunisierung gegen Tollwut einleiten, die aus drei aufeinanderfolgenden Impfungen besteht. Der Impfschutz wird in vollem Umfang grundsätzlich erst etwa zehn Tage nach erfolgter Schutzimpfung erreicht.

Die Qualität des Leitungswassers variiert in Rumänien stark und das Wasser sollte aus diesem Grund nicht ohne vorangegangene Filterung konsumiert werden. Generell empfiehlt sich der Gebrauch von abgefülltem Mineralwasser in Flaschen mit Schraubverschluss oder Kronkorken. Vom Verzehr von Fleisch, das nicht aus der Metzgerei oder dem Supermarkt stammt, wird in Rumänien aufgrund eines möglichen Befalls mit Trichinen abgeraten. Insbesondere im Donaudelta tritt im Sommer eine große Anzahl an Stechmücken auf. Beim Aufenthalt in dieser Region ist die Verwendung eines Insektenschutzmittels dringend angeraten.

Die medizinische Versorgung in Rumänien unterscheidet sich zum Teil erheblich von der in westeuropäischen Industrieländern. EU-Bürger benötigen zur Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen die Europäische Krankenversicherungskarte, die bei der jeweiligen Versicherung vor Reiseantritt angefordert werden kann. Mit dieser Karte werden die Kostenrückerstattung und die Versorgung während eines Aufenthaltes in Rumänien geregelt. Empfohlen wird zusätzlich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Sie übernimmt die Kosten für eine privatärztliche Behandlung in dem südosteuropäischen Land und für einen eventuell erforderlichen Krankenrücktransport ins Heimatland.

Grundsätzlich sollte eine ausreichend bestückte Reiseapotheke auf einer Reise nach Rumänien nicht fehlen. Insbesondere chronisch Kranke müssen die benötigten Medikamente in ausreichender Menge mitführen, um gesundheitlichen Komplikationen im Urlaub vorzubeugen. Präparate gegen Durchfallerkrankungen, Desinfektionsmittel und Wundsalben sollten zur Grundausrüstung der Reiseapotheke gehören.

Stand: August 2014

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Bitte bedenken Sie, dass sich die Bestimmungen und erforderlichen Vorkehrungen für die Einreise jederzeit ändern können. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/.

Staatsangehörige anderer Länder wenden sich bitte an die für sie zuständige Botschaft.

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