Wetter, Klima und beste Reisezeit für Rumänien

Das Klima in Rumänien ist gemäßigt und wird größtenteils von westlichen Luftströmungen aus dem atlantischen Raum beeinflusst. Der Gebirgszug der Karpaten sorgt allerdings für unterschiedliche klimatische Bedingungen in einzelnen Landesteilen.

Rumänien Wetter
Rumänien Wetter

Die Karpaten bilden mit Gipfeln von bis zu 2.500 Meter Höhe in Rumänien eine natürliche Barriere, die für eine Zweiteilung des Klimas im Land sorgt. Die historische Region Siebenbürgen liegt westlich des bogenförmigen Gebirgszuges und wird maßgeblich von maritimen Einflüssen geprägt, die durch westliche Luftströmungen hervorgerufen werden. Diese Strömungen dringen nicht bis in die östlichen und südlichen Landesteile Rumäniens vor, sodass in der Region Moldau, die sich östlich des Karpatenbogens erstreckt, kontinentales Klima vorherrscht.

Das kontinentale Klima in der Region Moldau ist von warmen trockenen Sommern und kalten Wintern geprägt. Kalte Luftströmungen aus der Ukraine dringen in den Wintermonaten bis zum Rand des Hochgebirges vor und sorgen für anhaltenden Frost im Flachland und den Hochebenen. In der südlich gelegenen Region der Walachei sorgen mediterrane Einflüsse für ein vergleichsweise mildes Klima. Das trifft auch auf die Landschaft der Dobrudscha zu, die sich an der Küste des Schwarzen Meeres erstreckt.

Aufgrund der unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ergeben sich zum Teil größere Abweichungen bei den durchschnittlichen Temperaturen innerhalb des Landes. Die tiefsten Werte werden in den Wintermonaten in den Karpaten verzeichnet. Die Durchschnittstemperatur im Januar liegt im Hochgebirge bei -15 °C, während an der Schwarzmeerküste die Werte um den Gefrierpunkt pendeln. Die Sommer sind vor allem in den vom kontinentalen Klima geprägten Regionen des Donaudeltas und in der Walachei sehr heiß. Tagestemperaturen von mehr als 30 °C sind im Flachland keine Seltenheit. Im Mündungsgebiet der Donau fallen die Winter vergleichsweise mild aus. Die höchste jemals gemessene Temperatur in Rumänien lag bei 44,5°C und wurde im August 1951 in der Ortschaft Braila festgestellt.

Im westlichen Teil Rumäniens sind die Winter verhältnismäßig mild und die Sommer vergleichsweise feucht. Bei Westwindlage transportieren Luftströmungen aus dem atlantischen Raum viele Wolken heran, die sich an den Westhängen der Karpaten abregnen. Im Nordwesten des Landes und im Gebirge fallen durchschnittlich über das Jahr verteilt bis zu 1000 mm Niederschläge. Deutlich geringere Niederschlagsmengen fallen mit 300-400 mm an der Küste des Schwarzen Meeres. In dieser Region werden auch die meisten Sonnenstunden über das Jahr verteilt gemessen. An der Schwarzmeerküste scheint die Sonne rund 2.300 Stunden im Jahr, während in den Gebirgsregionen nur etwa 1.500 Sonnenstunden verzeichnet werden.

Die regenreichsten Monate in den Karpaten sind der Mai und der Juni. In den Herbstmonaten September und Oktober sorgen häufig stabile Hochdruckzonen für anhaltend sonniges Wetter. Mit zunehmender Höhe nehmen die Temperaturen im Hochgebirge ab. Ab einer Höhe von 1.700 Metern herrscht raues Hochgebirgsklima. Für Wanderungen und Trekking-Touren in den Karpaten eignen sich am besten die Sommer- und Herbstmonate.

Die beste Reisezeit für Rumänien orientiert sich an den bevorzugten Aktivitäten. Bedingt durch die topografischen Besonderheiten und die landschaftliche sowie kulturelle Vielfalt des Landes, gibt es verschiedene Arten, sich Rumänien zu nähern. Für einen Badeurlaub an der Schwarzmeerküste ist der Zeitraum zwischen Juni und September hervorragend geeignet. In den Sommermonaten kann es in Küstennähe heiß werden und die Niederschläge fallen im Osten des Landes gering aus. Für eine Rundreise durch Rumänien eignen sich am besten die Übergangsmonate im Frühjahr oder Herbst. Bereits der April wird im Süden Rumäniens von milden Temperaturen begleitet und längere Schönwetterperioden stellen keine Ausnahme dar. Im Westen muss hingegen zu jeder Jahreszeit mit Niederschlägen gerechnet werden.

Die Wintermonate bieten sich zum Skifahren in den Karpaten an. Schneesicherheit herrscht im Hochgebirge zwischen Dezember und April. Bei ungünstiger Wetterlage kann es in höheren Lagen selbst bis in den Mai hinein schneien. Aufgrund der empfindlich kalten Tage und Nächte im Januar und Februar eignet sich die Zeit von Anfang März bis Mitte April am besten für einen Winterurlaub in Rumänien. Zum Wandern in den Bergen nutzen Sie die Zeit zwischen Juni und Oktober.

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