Costa Verde - intakte Natur und einsame Strände

Die Costa Verde ist eine Region im Südwesten von Sardinien. Der etwa 47 Kilometer lange Landstrich bezieht seinen Reiz aus der intakten Natur mit langen Stränden und einem von üppiger Vegetation geprägten Hinterland.

Costa Verde
Costa Verde - intakte Natur und einsame Strände

Die Costa Verde zieht sich von der Capo Frasca im Norden bis zur Capo Pecora im Süden auf einer Länge von 47 Kilometern hin. Die Region ist touristisch verhältnismäßig unerschlossen. Hier tauchen Sie ein in unberührte Gebirgslandschaften, baden an einsamen Stränden und lernen die Artenvielfalt der sardischen Flora und Fauna kennen. Diese faszinierende Region erreichen Sie über die Strada Statale 131. Die Küste der Costa Verde ist stark zerklüftet. Schroffe Steilküsten wechseln sich mit traumhaften Sandstränden ab. Die Gegend ist ein Paradies für Naturliebhaber und Urlauber, die fernab der touristischen Pfade ein Stück ursprüngliches Sardinien kennenlernen wollen. Kristallklares Wasser lädt zu einem erfrischenden Bad ein und die kurvenreichen Straßen warten hinter jeder Biegung mit neuen Eindrücken von der landschaftlichen Schönheit auf.

An der Costa Verde befindet sich mit der "Dune di Piscinas d'Ingurtosu" die größte Dünenregion Sardiniens. Bis zu 50 Meter ragen die mächtigen Sandtürme am Ufer des Meeres auf. Sie stehen unter Naturschutz und bilden einen Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten. Die Dünen reichen bis weit in das Landesinnere hinein. Bewaldete Hügel mit Macchia-Büschen, Wacholder und Ginster schließen sich an die mächtigen Sanddünen an. Am "Rio di Piscinas", einem kleinen Fluss, der in diesem Gebiet ins Meer mündet, finden sich alljährlich Meeresschildkröten zur Eiablage ein. Zahlreiche Meeresvögel nutzen die Region als Brutgebiet und im Frühjahr und im Herbst bevölkern Scharen von Zugvögeln diesen naturbelassenen Abschnitt. An dem acht Kilometer langen Sandstrand finden Sie selbst in der Hochsaison jederzeit ein einsames Plätzchen. Vom gebührenpflichtigen Parkplatz aus erreichen Sie diese zauberhafte Gegend in wenigen Minuten zu Fuß. In den Sommermonaten können Sie sich an zwei Strandbars mit kühlen Getränken und kleinen Snacks versorgen.

Der Dünenstrand von Piscina war früher Verladestation für Erze und Bodenschätze aus den Bergwerken im Landesinneren. Heute erinnern an diese Zeit als Warenumschlagsplatz lediglich ein verwitterter Kai, einige verrostete Loren und die ehemalige Lagerhalle. Blei und Zink wurden damals in den Hallen gelagert, bis die Rohstoffe ihren Weitertransport auf dem Seeweg antraten. In den Bergen entdecken Sie weitere Zeugen der industriellen Förderung von Rohstoffen. Im Tal des Rio Piscinas stehen noch die Skelette der einst bedeutenden Industrieanlagen. Verfallene Hallen, riesige Fördertürme und steinige Abraumhalden zeugen von einer regen Bergbautätigkeit in dieser Region. Blei- und Zinkminen sorgten einst für eine hohe wirtschaftliche Bedeutung der Costa Verde. Auf Bestreben der sardischen Regionalverwaltung und des Kulturministeriums in Rom sollen die Anlagen als Industriedenkmäler erhalten bleiben.

Eine Vielzahl idyllisch gelegener Strände und versteckter Buchten erwartet Sie an der Coasta Verde. Sonnenanbeter, Taucher, Schnorchler und Angler kommen in der Region im Südwesten Sardiniens auf ihre Kosten. Nach Pistis führt eine kleine Küstenstraße, die sich durch Felsen und Klippen am Ufer entlangwindet. An zahlreichen kleinen Badebuchten können Sie unterwegs einen Zwischenstopp einlegen. Die kleine windgeschützte Sandbucht von La Caletta ist dank ihres flach abfallenden Strandes ideal für Familien geeignet. Sie erreichen den goldgelben Strand über eine kleine Betontreppe unterhalb von Torre dei Corsari. Ein herrlicher gelb leuchtender Strand empfängt Sie bei Funtanazza. Das flache türkisfarbene Wasser hat im Sommer Badewannentemperatur. Eingerahmt von einer traumhaften Dünenlandschaft liegt der drei Kilometer lange Sandstrand von Scivu im hellen Sonnenlicht. Die fischreiche Region vor der Küste zieht zahlreiche Angler an. Capo Pecora bedeutet übersetzt das "Kap des Schafes". Die Landzunge reicht weit ins Meer hinaus und die Kraft von Wind und Wasser schufen hier bizarre Felsformationen. Flache Steinplatten und kleine Kieselbuchten wechseln einander ab. In der Gegend finden Sie keinen Sandstrand. Das Gebiet bezieht seine Faszination aus der rauen unberührten Natur.

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