Palau - wild zerklüftete Küstenregion

Palau ist eine kleine Hafenstadt im Nordosten von Sardinien. Sie liegt in der Provinz Olbia, die für ihre bizarren Granitfelsen und die wild zerklüftete Küste bekannt ist.

Palau
Palau - wild zerklüftete Küstenregion

Palau hat sich von einem kleinen Fischerdorf zu einem belebten Touristenort im Nordosten Sardiniens entwickelt. Rund 4.500 Einwohner zählt das Küstenstädtchen, das sich insbesondere bei Surfern und Naturliebhabern großer Beliebtheit erfreut. Vom Fährhafen aus verkehren in regelmäßigen Abständen Autofähren zur Insel La Maddalena. Sie gehört zu einer Vielzahl kleinerer vorgelagerter Inseln im Mittelmeer, die zu den Resten der ehemaligen Landbrücke nach Korsika gehören. Die Küstenregion von Palau ist wild zerklüftet. Bizarre Granitfelsen ragen an einigen Stellen weit ins Meer. Aufgrund ihrer charakteristischen Formen erhielten sie in der Vergangenheit Tiernamen, die das Aussehen der Felsblöcke anschaulich wiedergeben. Das Hinterland von Palau ist von einer üppigen Vegetation geprägt. Hier finden Sie ausgedehnte Wälder aus Korkeichen und an vielen Stellen treffen sie auf die sogenannten Macchie. Diese immergrünen Gebüschformationen sind typisch für die mediterrane Vegetation.

Palau ist über die traumhafte Panoramastraße oberhalb der Küste und über eine Schmalspurbahn an das öffentliche Verkehrsnetz auf Sardinien angeschlossen. Es besteht eine regelmäßige Bahnverbindung nach Sassari. Einen unvergleichlichen Blick über die vorgelagerte Inselwelt und das Küstenstädtchen Palau genießen Sie vom sogenannten Bärenfelsen. Dieser Granitblock liegt 120 Meter über dem Meeresspiegel und erhielt seine markante Form durch das Zusammenwirken der Naturkräfte von Wind und Wasser. Die Entdeckung des Küstenstädtchens beginnen Sie am besten im örtlichen Heimatkundemuseum. Hier erhalten sie einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Ortes und den Alltag der Bevölkerung. Exponate aus mehreren Jahrhunderten können Sie in den Räumen des Museums bewundern. Architektonische Besonderheiten stellen die Landkirchen in Palau und der näheren Umgebung dar. Sie wurden von Hirten seit dem 17. Jahrhundert errichtet und dienen noch heute als Treffpunkt zu kirchlichen Anlässen und Familienfesten.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden an der Nordküste Sardiniens zahlreiche Befestigungsanlagen errichtet, die einerseits vor Übergriffen der Franzosen von Korsika aus schützen sollten und andererseits als Verteidigungsanlagen gegen Bedrohungen aus dem westlichen Mittelmeer dienten. Drei gewaltige Festungen entstanden in dieser Zeit rund um Palau. Am bequemsten erreichen Sie die Festung Monte Altura, die sich westlich vom Stadtgebiet auf einem Felsen erhebt. In den Sommermonaten können Sie die Bastion auf einer geführten Besichtigungstour kennenlernen und einem der zahlreichen Konzerte und kulturellen Veranstaltungen beiwohnen. Das Bauwerk befindet sich in einem hervorragenden Zustand und von der erhabenen Position haben Sie einen grandiosen Blick bis nach Korsika. Geschichtsinteressierte finden in der Umgebung von Palau zahlreiche Ausgrabungsstätten prähistorischer Kulturen. Die sogenannten Nuraghen dienten als Wachtürme oder Grabstellen. Heute sind zumeist nur noch die Kegelstümpfe der einst dominierenden Bauwerke erhalten. Ihr Alter wird auf rund 4.000 Jahre geschätzt.

Das Gemeindegebiet von Palau umfasst 21 große und kleine Strände, die dank ihrer hervorragenden Wasserqualität mit der blauen Fahne ausgezeichnet wurden. Lange Sandstrände wechseln sich mit kleinen versteckten Badebuchten ab, die hinter mächtigen Granitfelsen liegen. Zu den berühmtesten Stränden Sardiniens zählt Porto Pollo. Windsurfer finden hier ideale Bedingungen zur Ausübung ihres Hobbys. Anfänger schätzen die besondere Sicherheit in den Gewässern vor der Küste. Eine kleine Landzunge trennt zwei Bereiche voneinander. Selbst bei ablandigem Wind ist es nahezu ausgeschlossen, dass Surfer auf das offene Meer getrieben werden. Nach jeweils rund zwei Kilometern treffen die Windsurfer sowohl am Surfspot Palau als auch in Porto Pollo wieder auf Land. Strände wie Porto Cuncato, Cala di Trana und Talmone sind ausschließlich vom Meer aus oder über steinige Fußwege zu erreichen. Nach einem anstrengenden Marsch genießen Sie den Vorteil, die winzigen Buchten mit niemandem teilen zu müssen. Die meisten Strandabschnitte sind leicht mit dem Mietwagen oder zu Fuß zu erreichen. Ein herrlicher hellsandiger Strand, der sich sichelförmig in einer lang gestreckten Bucht hinzieht, ist Padula Piatta. An den Strand gelangen Sie über die SS 133, die nach Santa Teresa führt.

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