Edinburgh Castle - Wahrzeichen der Metropole

Wie ein Wächter thront mit dem Edinburgh Castle eine imposante Schlossanlage hoch über der schottischen Hauptstadt auf einem Felsen.

Edinburgh Castle
Edinburgh Castle - Wahrzeichen der Metropole

Edinburgh Castle ist das Wahrzeichen der schottischen Metropole Edinburgh. Die Schlossanlage erhebt sich auf dem 120 Meter hohen Castle Rock, einem Felsen vulkanischen Ursprungs. Die Anlage zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Schottlands und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die menschliche Besiedlung des Castle Rock reicht Forschungen zufolge bis in das 9. Jahrhundert v. Chr. zurück. Im 6. Jahrhundert wurde in einer historischen Überlieferung von einer Anlage mit der Bezeichnung Din Eidyn berichtet. Es wird davon ausgegangen, dass es sich dabei um einen Vorgängerbau des Edinburgh Castle handelte. Gesicherte Erkenntnisse über die Entstehung einer Befestigungsanlage auf dem Castle Rock stammen aus dem 11. Jahrhundert. In mittelalterlichen Schriften wird dabei das Castle of Maidens erwähnt. Unter dem schottischen König David I. erlangte Edinburgh politische und wirtschaftliche Bedeutung. Aus seiner Regierungszeit stammt das älteste erhaltene Gebäude des Edinburgh Castles. Die St. Margaret's Chapel wurde im 12. Jahrhundert erbaut.

Während der Zeit der schottischen Unabhängigkeitskriege, die bis zum Jahr 1357 andauerten, spielte Edinburgh Castle eine große Rolle. Mehrfach wurde die Befestigungsanlage von englischen Truppen erobert, die sie anschließend wieder an die schottischen Widersacher verloren. Zahlreiche Belagerungen der Festung folgten in späteren Jahrhunderten. Nach mehrfachen Zerstörungen wurden die wehrhaften Befestigungsanlagen immer wieder aufgebaut und erneuert. Heute finden sich Bauelemente aus nahezu allen Jahrhunderten seit seiner Errichtung am Edinburgh Castle. Bestimmte Teile der Anlage werden noch heute von der 2. Britischen Infanteriedivision genutzt. Ältestes Relikt in der Schlossanlage ist der Stone of Scone. Auf diesem Stein wurden seit dem Mittelalter die schottischen Könige gekrönt. Auf Anweisung des englischen Königs Edward I. wurde der Stein nach der Eroberung der Festung im 13. Jahrhundert abtransportiert und befand sich seither in England. Im Jahr 1996 wurde er an das Edinburgh Castle zurückgegeben.

Ein Besuch der Schlossanlage ist ein Ausflug in die schottische Geschichte. Über das Gatehouse betreten Sie die Anlage. Dieses Portal erhielt erst im Jahr 1888 sein heutiges Aussehen. Die Zugbrücke hingegen stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Der Weg führt anschließend durch eines der ältesten Tore der Burg. Das Portcullis Tor entstand zwischen 1571 und 1573. Einst wurde das Zentrum von Edinburgh Castle von einem 30 Meter hohen Turm dominiert, der im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Durch ihn erfolgte der Zugang zum Schloss. Im Zuge vieler Kämpfe wurde er durch Beschuss zerstört und später abgetragen. Der am stärksten befestigte Teil des Schlosses ist die Zitadelle Crown Square. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im Royal Palace haben Sie die Gelegenheit, die königlichen Gemächer zu bewundern. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich der Crown Room. Hier werden mit den Honours Of Scotland die schottischen Kronjuwelen und königliche Reliquien wie Zepter und Schwert aufbewahrt.

Die sogenannte Great Hall stammt aus dem Jahr 1513. Die wunderschöne Holzdecke hat die Zeit bis heute nahezu unbeschadet überlebt. Einst tagte in diesem Raum das schottische Parlament, bevor im 19. Jahrhundert ein Militärhospital Einzug hielt. Auf dem Gelände der Schlossanlage befindet sich das Scotish National War Memorial, in dem bis zum Jahr 1923 Soldaten stationiert waren. Zur Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden zwei Munitionslager an den Seiten des Burghofes. Sie wurden ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert als Hospital genutzt. In einem Teil der ehemaligen Munitionslager ist heute das National War Museum Of Scotland untergebracht. Die kleine Kapelle St. Margaret's Chapel ist das älteste erhaltene Gebäude von Edinburgh Castle. Die Kirche ließ der schottische König David I. im 12. Jahrhundert als Familienkapelle im Gedenken an seine Mutter Saint Margaret Of Scotland errichten. Sie wird noch heute genutzt, obwohl nur rund 25 Personen in ihr Platz finden.

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