Granada - Stadt der Gitarrenbauer

Granada liegt in einem Ballungszentrum der Vega de Granada und ist gleichzeitig die Hauptstadt der Provinz Granada. In der Stadt ist die größte Universität Spaniens mit circa 60.000 Studenten beheimatet.

Granada
Granada - Stadt der Gitarrenbauer

Granada ist eine Stadt mit etwa 241.000 Einwohnern und liegt 734 Meter über dem Meeresspiegel am höchsten Bergmassiv Spaniens. Die meisten Einwohner leben von der Landwirtschaft oder dem Tourismus. Geschichtlich wird die Stadt erstmals im Jahr 500 v. Chr. erwähnt. Die von semitischem Volk und Iberern bewohnte Siedlung hieß damals noch IIiberra. Die Römer eroberten die Stadt, mussten aber nach dem Zerfall des Römischen Reiches die Stadt an die Vandalen übergeben. Später stand Granada unter oströmischer Herrschaft und wurde im 7. Jahrhundert in das Reich der Westgoten eingegliedert. Die heute größte und bedeutendste Universität Granadas wurde 1526 gebaut und ist noch immer eine der wichtigsten Haupteinnahmequellen der Stadt. Historische Bauten zeugen von den verschiedenen Zeitepochen. Im Stadtgebiet befinden sich Bauwerke aus der maurischen Zeit, der Gotik und der Renaissance. Durch die vielen Studenten, heute sind es bis zu 80.000, gewann Granada immer mehr an Bedeutung für den Tourismus. Granada ist eine multikulturelle Stadt, in der verschiedene Kulturen aufeinandertreffen, die friedlich und tolerant miteinander leben.

Granada ist nicht nur ein ideales Urlaubsziel in den Sommermonaten, sondern bietet seinen Gästen im Winter ein fantastisches Wintersportangebot. Im Herzen Spaniens erwartet die Besucher mit der Sierra Nevada ein traumhaftes Skigebiet. Auf 3.000 Meter Höhe befindet sich ein Wintersportparadies für Snowboarder und Skifans. Die Pisten mit einer Gesamtlänge von 60 Kilometern stehen den Wintersportlern an sechs Monaten des Jahres offen. Durch die günstigen klimatischen Bedingungen ist Granada ganzjährig ein Urlaubsparadies. Die Küste Granadas bietet perfekte Voraussetzungen für Taucher und Wassersportliebhaber und lockt mit einer einzigartigen Unterwasserfauna und -flora. Die sauberen und groben Sandstrände locken Tausende Besucher jährlich in die Provinz. Im Landesinneren lädt der Nationalpark von Tejeda zu stimmungsvollen Wanderungen ein. Die spektakulären Landschaften verzaubern mit einzigartigen Einblicken in die heimische Fauna und Flora.

Die vielen Gitarrenbauer der Stadt machten Granada weltbekannt. Hier befindet sich die bedeutsamste Schule der Luthiers, den Herstellern von Zupf-und Saiteninstrumenten. Eine grandinische Gitarre ist in perfekter Handarbeit gebaut. Der Meister und einer der bedeutendsten Personen unter den Gitarrenbauern ist Eduardo Ferrer, der die Schule der Luthiers eröffnete. Die Stadt Granada ist durch ihre Historie weit bekannt und die Besucher erwartet mit der Alhambra eines der prächtigsten Bauwerke aus maurischer Zeit. Die im orientalischen Stil errichtete Stadtburg ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen in Europa. Sie ist das bekannteste Monument Granadas und gehört seit 1984 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Durch die rötliche Färbung ihrer Außenmauern wird sie auch die "rote Festung" genannt, deren Bezeichnung ursprünglich aus dem Arabischen stammt. Gegenüber der Alhambra liegt Albayzin, der älteste Stadtteil Granadas. Hier findet man die Überreste der Stadtmauern aus dem 11. Jahrhundert, die noch von den Ziriden stammen. Seine kleine verwinkelten Gässchen und die weiß getünchten Häuser verleihen dem Stadtteil ein arabisches Flair.

Im Zentrum der Stadt befindet sich die prachtvolle Kathedrale von Granada. Sie stammt aus der Renaissance und ist Sitz der Erzdiözese. Sehenswert sind die imposanten flämischen Bleiglasfenster und ihre eindrucksvolle barocke Fassade. Im Inneren der Kathedrale werden die Besucher von der beeindruckenden Höhe und hellen Weite gefangen genommen. In den Kapellen sind wertvolle Gemälde und Schnitzereien aus dem 17. und 18. Jahrhundert zu bewundern. Zwei reich verzierte Orgeln bilden einen unverkennbaren Blickfang im Inneren des Gotteshauses. Wer etwas orientalisches Flair genießen möchte, sollte den kleinen Basar gleich neben der Kathedrale besuchen. Für die kulinarischen Gaumenfreuden sorgen die vielen kleinen aber exquisiten Restaurants mit ihrer typisch andalusischer Küche und einheimischen Gerichten. Frische Fischgerichte und gute Weine sorgen für Behaglichkeit und laden zum Verweilen und Genießen ein.

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