Akamas - artenreiches Naturschutzgebiet

Die Akamas Halbinsel liegt im äußersten Westen Zyperns und das felsige Kap Arnaoutis bildet den westlichsten Punkt der Mittelmeerinsel. Die gesamte Halbinsel steht unter Naturschutz und ist die Heimat zahlreicher seltener Pflanzenarten.

Akamas
Akamas - artenreiches Naturschutzgebiet

Tiefe bewaldete Täler, enge Schluchten und eine beispiellose Artenvielfalt in der Pflanzenwelt kennzeichnen die Akamas Halbinsel im Westen Zyperns. Das artenreiche Naturschutzgebiet empfängt Sie mit unberührten Naturlandschaften und versteckten Buchten. Die jahrelange militärische Nutzung dieses Inselteils verhinderte den Bau von Hotelkomplexen und touristischen Einrichtungen. In der Folge entstanden abgelegene Biotope und einzigartige Ökosysteme mit vielen endemischen Pflanzenarten. Mehr als 500 verschiedene Pflanzen und rund 180 verschiedene Vogelarten sind in dem Naturparadies heimisch. Hinzu kommen mehr als 20 verschiedene Reptilien und 35 endmische Pflanzenarten. In der Nähe der Westspitze hat sich eine Kolonie der seltenen Mönchsrobben angesiedelt. Die Küste der Akamas Halbinsel ist teilweise wild zerklüftet und am Kap Arnaoutis befinden sich einige versteckte Badebuchten, in denen Sie abseits des touristischen Trubels die Sonne und das warme Wasser genießen können.

Der einsame Strand Lara Bay ist ein Eiablagegebiet der im Mittelmeer selten gewordenen Meeresschildkröten. Die Ablageplätze werden von Naturschutzbeauftragten mit kleinen Gittern gesichert und sind am Strand gut zu erkennen. Mit etwas Glück können Sie den Nachwuchs beim Schlüpfen beobachten, vorausgesetzt, Sie statten der Lara Bay zur richtigen Jahreszeit einen Besuch ab. Ein Wahrzeichen der gesamten Region ist der Glaucopsyche Paphos Schmetterling. Diese endemische Art kommt ausschließlich auf Zypern vor und männliche Tiere bestechen durch leuchtend hellblaue Flügel mit dunkler Zeichnung. Es ist gestattet, die Akamas Halbinsel mit dem Auto zu befahren. Allerdings sind nur wenige Straßen befestigt und für eine Entdeckung des Naturparadieses empfiehlt sich die Anmietung eines geländegängigen Fahrzeuges. Für den Ausflug sollten Sie wenigstens einen Tag einplanen, denn die Halbinsel erstreckt sich auf einer Fläche von knapp 18.000 Hektar.

Die Halbinsel im Westen Zyperns ist eine beliebte Wanderregion. Auf der Akamas Halbinsel wurden von den örtlichen Behörden fünf Naturlehrpfade eingerichtet, die mit Infotafeln ausgestattet wurden und den Besuchern einen umfassenden Einblick in die Flora und Fauna der Region geben. Die beiden bekanntesten Wanderwege tragen die klangvollen Namen "Aphrodite" und "Adonis" und besitzen wegen der zahlreichen Steigungen einen vergleichsweise hohen Schwierigkeitsgrad. Die Rundwege sind 7,5 Kilometer lang und unterwegs genießen Sie fantastische Aussichten auf die Berglandschaft der Akamas Halbinsel und die Küstenregionen. Auf der Halbinsel gibt es einen Picknickplatz für etwa 600 Personen, an dem weitere Naturlehrpfade ihren Anfang nehmen. Der Platz wird als Smiyies bezeichnet und befindet sich 2,5 Kilometer von Neo Chorio entfernt. Der Smiyies-Rundwanderweg besitzt eine Länge von 2,5 Kilometern und gibt traumhafte Ausblicke auf die Bucht von Polis und die Ortschaft Latchi frei. Etwas länger ist der Pissouromouttis-Wanderweg, der von unzähligen Wacholderbüschen gesäumt wird und für den Sie rund drei Stunden Gehzeit einplanen müssen.

Die Akamas Halbinsel spielte in der griechischen Mythologie eine bedeutende Rolle. An der Ostküste befindet sich mit dem Bad der Aphrodite ein mystischer Ort, den die griechische Liebesgöttin nach ihrer Ankunft auf Zypern regelmäßig zum Baden aufgesucht haben soll. Dabei handelt es sich um einen Naturpool im felsigen Untergrund, der durch Wasser gespeist wird, das aus den steil aufstrebenden Kalksteinwänden sickert. Der Teich liegt in einer kleinen Grotte, die von dichter Vegetation umgeben ist. Der Legende nach soll Aphrodite an diesem Ort Adonis begegnet sein, der sich, verzückt von ihrer Schönheit, in die Göttin verliebte und eine Affäre mit ihr begann. Adonis wurde vom eifersüchtigen Kriegsgott Ares getötet und aus jedem Blutstropfen soll ein sogenanntes Adonisröschen gewachsen sein. Das Bad der Aphrodite ist über eine asphaltierte Straße zu erreichen, die in der Ortschaft Polis beginnt und am Touristenzentrum endet. Von dort führt ein beschilderter Weg durch eine parkähnliche Gartenanlage bis zur Felsgrotte.

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