Bad der Aphrodite - ein Naturparadies

Das Bad der Aphrodite ist ein von dichter Vegetation umgebener Naturpool auf der Akamas-Halbinsel, in dem die griechische Göttin der Schönheit der Legende nach regelmäßig ihr Bad genommen haben soll.

Strandklippen
Strandklippen beim Bad der Aphrodite - ein Naturparadies

Das Bad der Aphrodite ist ein mystischer Ort und ein Naturparadies zugleich. Es befindet sich in unmittelbarer Meeresnähe am Ende des Tales von Chrysochous. An diesem Ort steigen die Felsen steil bis zum Kap Arnaoutis auf der Halbinsel Akamas an. Der Überlieferung zufolge soll die griechische Göttin der Schönheit und Liebe in dem kleinen See in einer Grotte ihr tägliches Bad genommen haben. Hier soll sie dem Jüngling Adonis begegnet sein, der ihrer Schönheit und Sinnlichkeit verfiel und später ihr Geliebter wurde. Die ältesten Aufzeichnungen über den magischen Ort stammen aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. vom griechischen Geschichtsschreiber Athenäos. Er beschrieb die Akamos-Halbinsel als das Reich der Aphrodite, das von ihrem Ehemann Hephaitos, dem Gott des Feuers, eingezäunt wurde. Der Hinweis auf die Abgrenzung der Halbinsel deutet noch heute auf die abgeschiedene Lage des Naturschutzgebietes hin.

Das Bad der Aphrodite liegt zwischen der Küstenstadt Polis und dem Kap Aranautis auf der Halbinsel Akamas. Sie erreichen den verwunschenen Ort über eine asphaltierte Straße, die von Polis bis zum Touristenzentrum führt, das in der Nähe der Grotte errichtet wurde. Im Jahr 2006 wurde rund um das Bad der Aphrodite eine Parkanlage mit Spazierwegen und Sitzbänken angelegt. Die bestehende Vegetation wurde in die Gestaltung des Landschaftsparks einbezogen und um zahlreiche Wildblumen und Gehölze von der Akamas-Halbinsel ergänzt. In dem etwa einen Hektar großen Areal befindet sich ein Vogelbeobachtungsplatz und die Wege sind mit Hinweisschildern markiert. Vom Besucherzentrum führt ein gepflasterter Weg zum Bad der Aphrodite. Nach einem kurzen Spaziergang gelangen Sie zum Fuß eines senkrecht aufstrebenden Kalksteinfelsens. Aus seinen Rissen und Furchen rieselt das Wasser wie ein sanfter Regenschauer hinab. Es sammelt sich am Grund in einem Natursteinbecken mit einem Durchmesser von rund fünf Metern.

Das Wasser im Naturpool ist sauber und kristallklar. Das Bad der Aphrodite besitzt eine durchschnittliche Tiefe von rund einem Meter und über einen kleinen Bachlauf fließt das Wasser ab, um nach kurzer Strecke ins Meer zu münden. Die Quelle mit dem Natursteinbecken ist von dichter Vegetation umgeben und liegt nahezu den ganzen Tag im Schatten. Rund um das Bad der Aphrodite gedeihen Wildfeigen, Johannisbrotbäume, Platanen und Olivenbäume. Im Frühjahr blühen Ginsterbüsche, Anemonen und Gladiolen und die Luft ist vom Duft nach Thymian und Rosmarin erfüllt. Ein romantisches Aussehen erhält das Bad der Aphrodite durch die halbkreisförmige Gestalt des Felsens. Sein Aussehen erinnert an eine kleine Grotte und verstärkt die mystische Stimmung an diesem sagenumwobenen Ort. Im 4. Jahrhundert n. Chr. beschrieb der griechische Dichter Klaudianos das Bad der Aphrodite als den Lieblingsort der Göttin.

In seinen Erzählungen ist von zwei Quellen auf der Akamas-Halbinsel die Rede. In einer Quelle soll sich das Wasser mit Honig vermischt haben und in der anderen soll sich eine giftige Mischung befunden haben. In diese Quellen soll der griechische Gott der begehrlichen Liebe, Eros, seine Pfeile tauchen, bevor sie die Herzen der Liebenden treffen. Aus diesem Grund soll, der Legende nach, die Liebe einmal honigsüß und einmal bitter schmecken. Die Akamas-Halbinsel im Nordwesten Zyperns gehört zu den größten unberührten Naturparadiesen auf der Mittelmeerinsel. Die Landschaft ist geprägt von tiefen Canyons, reizvollen Tälern und steilen Klippen. In den einzigartigen Biotopen des Naturschutzgebietes sind mehr als 500 Pflanzenarten und zahlreiche seltene Vogelarten beheimatet. Auf fünf Naturlehrpfaden lernen Sie die Flora und Fauna der Akamas-Halbinsel kennen. Zahlreiche Blütenpflanzen gedeihen in den Schluchten und Tälern und Wildkräuter verströmen einen würzigen Duft. Die Aromaöle vieler zyprischer Pflanzenarten bilden die Grundlage für einige weltbekannte Düfte internationaler Labels.

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