Kootenay National Park - einzigartige Landschaft

Der Kootenay National Park zählt mit seinen verschiedenen Vegetationszonen und landschaftlichen Kontrasten zu den faszinierendsten Naturschutzgebieten Kanadas.

Kootenay Nationalpark
Kootenay Nationalpark - einzigartige Landschaft

Der Kootenay National Park erstreckt sich über eine Fläche von rund 1.400 Quadratkilometern in der kanadischen Provinz British Columbia. Die einzigartigen Naturlandschaften wurden im Jahr 1984 zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Der Park bezieht seinen Reiz aus den kontrastreichen Vegetationszonen, die von der subalpinen Tundra bis zu den tiefen Wäldern im Tal des Kootenay Rivers unzählige verschiedene Pflanzenarten beherbergen. Der Fluss stand Pate bei der Namengebung für den Park. Das Klimaspektrum des Kootenay National Parks umfasst eine große Bandbreite. In die Niederungen steigen die Temperaturen im Sommer bis auf schwülwarme 28 Grad. In den Höhenlagen der Berge herrscht kühles feuchtes Klima vor. An den wüstenähnlichen Hängen des Columbia Valley gedeihen in der trockenen Witterung überwiegend Kakteen und anspruchslose Flechten. Die einzelnen Ökosysteme im Park sind die Heimat von zahlreichen großen Säugetierarten, knapp 200 Vogelarten und nahezu 1.000 verschiedene Pflanzenarten.

Auf herrlichen Wanderwegen erschließt sich Ihnen die unberührte Wildnis des Kootenay National Parks. Die ungezähmte Kraft der Naturgewalten ist auf einer Wanderung durch die malerische Schlucht des Gletscherflusses Tokumm Creek hautnah spürbar. Eine traumhafte Wanderroute führt Sie über den Stanley Glacier Trail zum wild zerklüfteten Mount Stanley Gletscher. Auf der etwa vierstündigen Wanderung durchqueren Sie ein mit Felsengebirgstannen und Douglasien bewachsenes Tal. An den Wegesrändern blühen im Sommer verschiedene Orchideenarten. Der raue Charme des Kootenay National Parks ist unter anderem auf verschiedene Waldbrände zurückzuführen, die immer wieder in einzelnen Bereichen des Parks wüteten. Zum Teil ragen die verkohlten Stummel der Baumstämme noch heute aus der Erde. Zu den Attraktionen des kanadischen Nationalparks gehören die heißen Quellen von Radium Hot Springs. An ihrem Ufer befindet sich ein Thermalbad, das Sie nach einer ereignisreichen Wanderung zu einem Bad einlädt.

Die landschaftliche Schönheit der verschiedenen Regionen des Kootenay National Parks erkunden Sie vom Kootenay Parkway aus. Die Fernstraße verläuft mitten durch den Park und an zahlreichen Punkten bietet sich Ihnen im Rahmen einer Rundreise durch Kanada die Gelegenheit zu einem Abstecher in die unberührte Wildnis. Unweit der Straße können Sie Elche, Bergziegen und Wapiti-Hirsche beobachten. In den höheren Lagen des Gebirges leben Steinböcke, Murmeltiere und Bergpumas. Zur Beobachtung von Wölfen, Grizzlybären und Schwarzbären werden spezielle Wildlifetouren angeboten, die unter Führung erfahrener Guides stattfinden. Besonders reizvolle Familienwanderwege mit leichten Schwierigkeitsgraden erwarten Sie in der Umgebung des idyllischen Mc Leod Campground im Tal des Kootenay Rivers. Die Wege sind von zahlreichen Blütenpflanzen gesäumt und einige zählen zu den schönsten Wanderstrecken in den kanadischen Rocky Mountains. Wagemutige haben im Kootenay National Park die Möglichkeit an einer abenteuerlichen Rafting-Tour auf dem Kootenay River teilzunehmen. Eine packende Fahrt mit dem Schlauchboot durch die reißenden Stromschnellen ist ein unvergessliches Erlebnis.

Der Kootenay National Park wurde im Jahr 1920 gegründet und ist damit jünger als andere Nationalparks in den kanadischen Rocky Mountains. Die indianischen Ureinwohner nutzen die Bergregionen und Wälder der Region seit mehr als 10.000 Jahren als Jagdgebiet. Bis heute werden die als "Farbtöpfe der Natur" bezeichneten Paint Pots von den Indianern als heilig verehrt. Dabei handelt es sich um eisenhaltige Quellen, deren hoher Pigment- und Mineraliengehalt den Schlamm in der Umgebung einfärbt. Die Indianer benutzten den Schlamm zum Färben von Stoffen und Keramik sowie zur Kriegsbemalung. Die Erde darf von Besuchern der Paint Pots nicht als Souvenir mitgenommen werden. Der höchste Berg im Kootenay National Park ist der 3.424 Meter hohe Deltaform Mountain. Er wurde erstmals im Jahr 1903 von zwei Schweizer Alpinisten bezwungen. Mehrere Lodges bieten sich innerhalb des Parks als Übernachtungsmöglichkeit an. Die Bekannteste ist die Kootenay Park Lodge am Vermilion Crossing. Hier finden Sie auch eines von zwei Besucherzentren.

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