USA (Osten) und ihre Geschichte – ein Überblick

Der Osten der USA blickt auf eine lange Geschichte zurück. Dazu gehört natürlich, wie es jeder Schüler bereits in der Schule lernt, dass Christoph Columbus 1492 Amerika entdeckte. Die geschichtlichen Belege gehen aber in Gebieten der Ostküste, die früher zu Alaska gehörten, bis zu 14.000 Jahre zurück.

Geschichte USA Osten
Geschichte USA Osten - Lincoln Memorial

Auf jeden Fall gilt die Ostküste der USA als Wiege des modernen Amerika, wo einst die Suche nach der großen Freiheit begann. Als die ersten Europäer ins Land kamen, brachten sie aber auch viele Krankheiten mit, die sie auf die indigene Bevölkerung übertrugen – was mit ein Grund dafür war, dass diese stark schrumpfte. Ein weiterer Grund war das Vordringen der Europäer ins Landesinnere. Sie machten sich das Land zu eigen und vertrieben die hier ansässigen Ureinwohner. Neben den Briten waren es vor allem die Franzosen und Spanier, die das Land eroberten und in der Folge politisch prägten.

Im Verlauf der mehrmals aufflammenden Franzosen- und Indianerkriege zwischen 1689 und 1763 konnte das britische Königreich seine Vormachtstellung gegenüber Frankreich und seinen Kolonien behaupten. Dies lag nicht zuletzt an der größeren Einwohnerzahl und der höheren Produktionskapazität der britischen Kolonien. Da jedoch nun der politische Druck der Franzosen auf die Amerikaner unterwandert worden war, sahen die Einheimischen keine Notwendigkeit mehr, sich dem britischen Militärschutz und seinen Beschränkungen auszusetzen.

Als Konsequenz der 1763 festgelegten Königlichen Proklamation brach 1775 der amerikanische Unabhängigkeitskrieg aus. Er stellt den Höhepunkt der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung dar, während der sich 13 nordamerikanische Kolonien untereinander bekämpften und parallel kriegerische Auseinandersetzungen mit der britischen Kolonialmacht ausfochten. Am 4. Juli 1776 wurde schließlich die Erklärung zur Unabhängigkeit verkündet und die Vereinigten Staaten von Amerika waren entstanden. Der 4. Juli wird noch heute als großer Unabhängigkeitstag überall in den Vereinigten Staaten gefeiert.

Viele Jahre später, mit Beginn des Zweiten Weltkriegs, hielt Amerika sich zunächst zurück und blieb neutral. Erst als die Japaner ihren überraschenden Angriff auf Pearl Harbour starteten, erklärten die USA Japan den Krieg. Wie schon zuvor im Ersten Weltkrieg waren es die USA, die für den Sieg der Alliierten Kriegsmächte entscheidend waren.

In den 1960er-Jahren wurde die Nation erschüttert, ohne dass es zum Krieg kam. Erst wurde der amtierende Präsident John F. Kennedy 1963 auf offener Straße ermordet, dann folgte die Ermordung des Bürgerrechtlers Martin Luther King, der gewaltfrei für die Rechte der Schwarzen kämpfte. Im selben Jahr kam der jüngere Bruder des ermordeten Präsidenten, Robert F. Kennedy, bei einem Attentat ums Leben.

Als sich die Gleichberechtigung zwischen Schwarzen und Weißen durchsetzte, bedeutete dies auch für den Osten der Nation eine Veränderung. Immer mehr Weiße zogen in Gegenden, in denen zuvor nur Schwarze gewohnt hatten und veränderten somit sowohl die Kultur als auch die wirtschaftliche Lage der Ostküste.

Als im September 2001 neben den New Yorker Türmen des World Trade Centers auch ein Anschlag auf das Capitol in Washington verübt wurde, blickte die Welt gebannt auf den Osten der USA. Der Anschlag hat die Bevölkerung in ganz Amerika stark getroffen, sodass die US-Regierung unter George W. Bush wenig später die Jagd auf Osama bin Laden und die Al Kaida eröffnete. Seit dieser Zeit gehen die Vereinigten Staaten erbittert gegen islamistische Terroristen vor und haben ihre Truppen in Staaten wie Afghanistan oder Pakistan verstärkt. So gelang es ihnen 2011 auch, den Erzfeind Osama bin Laden aufzuspüren und zu ermorden.

Als 2009 Barack Obama zum 44. Präsidenten der USA gewählt wurde, feierte die Bevölkerung dieses Ereignis als einen gewaltigen Fortschritt, denn auch heutzutage herrschen noch zahlreiche Vorurteile gegenüber Afro-Amerikanern.

Die großen Banken an der Wall Street in New York City waren das Epizentrum der weltweiten Wirtschaftskrise von 2008, deren Auswirkungen bis heute zu spüren sind. Zahlreiche Amerikaner standen von einem Tag auf den anderen vor dem Nichts, da sie ihre Finanzen den falschen Leuten anvertraut hatten.

Heute ist der Norden der Ostküste vor allem liberal geprägt. Große Regionen um Machtzentren wie Boston oder Washington, D.C. wachsen mehr und mehr zusammen und verzeichnen nicht nur eine wachsende Bevölkerungsdichte, sondern auch ein langsames Wirtschaftswachstum.

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