Feiertage, Events und Festivals im Süden der USA

Da in den USA viele Völker leben, die ihre eigenen Traditionen mitgebracht haben, gibt es zahlreiche Feste unterschiedlichen Ursprungs, die je nach Region gefeiert werden. Es gibt aber natürlich auch einige Feiertage, die für das ganze Land gelten und die in allen Bundesstaaten einheitlich gefeiert werden.

Zu den gesetzlich festgelegten Feiertagen gehören Neujahr, das wie überall auf der Welt auf den 1. Januar fällt, der Martin Luther King Day am dritten Montag im Januar, der Präsidententag am dritten Montag im Februar, der Memorial Day am letzten Montag im Mai, der Unabhängigkeitstag am 4. Juli, der Tag der Arbeit, der hier am ersten Montag im September begangen wird, der Columbus Day am zweiten Montag im Oktober, der Veteranentag am 11. November sowie Thanksgiving, das jeweils am vierten Donnerstag im November stattfindet und Weihnachten am 25. Dezember.

Eines der bekanntesten Feste in den Südstaaten ist der Karneval in New Orleans, der hier "Mardi Gras" heißt und bei ausgelassener Stimmung mit viel Musik und bunten Paraden begangen wird. Der Ursprung des "Mardi Gras", was übersetzt "fetter Dienstag" bedeutet, liegt in Frankreich, da Louisiana einmal eine französische Kolonie war.

Je nach Einwohnern und deren Herkunft werden in Amerika die Feste sprichwörtlich gefeiert, wie sie fallen. Die Iren feiern jährlich den St. Patrick’s Day, der ihrem Schutzheiligen gewidmet ist. In Georgia können Sie am 17. März gemeinsam mit den vielen irischen Einwohnern diesen Tag feiern. Dabei werden irische Tänze aufgeführt und getanzt, es gibt Livemusik und viel gutes Essen.

In Regionen, in denen viele Chinesen wohnen, wird das traditionelle chinesische Neujahrsfest gefeiert. Es gilt als der wichtigste chinesische Feiertag und leitet den Beginn des neuen Jahres ein. Zu diesem Anlass werden farbenprächtige Umzüge, volkstümliche Tanz- und Kampfkunstveranstaltungen und bombastische Feuerwerke organisiert.

Sogar deutsche Oktoberfeste mit traditioneller Musik und deutschem Essen können Sie in einigen Teilen der Südstaaten, wie beispielsweise in Helen im Bundesstaat Georgia, erleben.

Gerade im Süden aber feiern die Menschen zwischen dem 26. Dezember und Neujahr "Kwanzaa". Dieses kulturelle Fest, das afrikanischen Ursprungs ist, bezieht sich namentlich auf die erste Ernte des Jahres (Swahili: "Matunda ya kwanza" – "Die ersten Früchte"). Dabei wird heute vor allem die Einheit und die Entwicklung der afro-amerikanischen Bevölkerung gefeiert. Hier geht es nicht nur um Gemeinschaft und Selbstbestimmung, sondern auch um Hoffnung und Einheit. "Kwanzaa" ruft die Afro-Amerikaner dazu auf, ihre afrikanischen Wurzeln nicht zu vergessen. Deshalb beschenken sich die Afrikaner an diesem Tag und zünden sieben Kerzen an, die an ihre sieben Prinzipien erinnern sollen: Einheit, Selbstbestimmung, Gruppenarbeit und Verantwortung, kooperative Wirtschaftlichkeit, Sinn und Zweck, Kreativität und Glaube.

In Mississippi, der Heimat des "King of Rock’n’Roll", feiern die Menschen im Juni das Elvis Presley Festival. Auch in anderen Bundesstaaten im Süden gibt es zahlreiche Festivals, die sich um das Thema Musik drehen, denn immerhin liegt hier die Wiege von Blues, Jazz und Dixie. Die bekannteste Veranstaltung ist dabei sicher das New Orleans Jazz Festival, das alljährlich Ende April/Anfang Mai zahlreiche Musikliebhaber aus aller Welt anlockt, um internationale Jazzgrößen live zu erleben.

Nashville hingegen ist jedes Jahr im Juni Schauplatz für eines der größten Country-Festivals der Welt. Die Bühnen und das große Stadion in der Stadt sind gefüllt mit Musikern und Stars der Country-Szene. Große Feuerwerke runden das musikalische Spektakel ab.

Die Festivals und Feste der verschiedenen hier ansässigen Ethnien und Kulturen sorgen für eine einzigartige Vielfalt.

Miami in Florida entwickelt sich immer mehr zu einem Zentrum der internationalen Kunst- und Kulturszene und so finden hier das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen aus dem Musik-, Film- und Kunstbereich statt.

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