Savannah - Hafenstadt mit Flair

Die altehrwürdige Stadt Savannah liegt im US-Bundesstaat Georgia und gilt mit ihren zahlreichen historischen Gebäuden und Parks als eine der schönsten Städte im Süden der USA.

Savannah
Savannah - Hafenstadt mit Flair

Savannah ist eine Hafenstadt, die Sie mit einem idyllischen Ambiente und einem Hauch Südstaatenflair empfängt. Die Gründung der Stadt geht auf den britischen General James Oglethorpe zurück und erfolgte im Jahr 1733. Als ehemalige britische Kolonialstadt übernahm Savannah schon bald nach der Gründung eine wichtige Funktion im Überseehandel mit Baumwolle. Der Grundriss der Stadt entstand nach britischem Vorbild. Es wurden rechtwinklige Stadtbezirke angelegt, die sich um einen zentralen Platz gruppierten. Diese zentralen Plätze waren mit ihren Bäumen, Denkmälern, Brunnen und Sitzbänken idyllische Oasen der Ruhe mitten in der Stadt und Treffpunkt aller Gesellschaftsschichten. Noch heute sind von den einstmals 24 Plätzen 22 erhalten. In der Gegenwart sind die begrünten Anlagen nicht mehr der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Vielmehr sollte die Areale nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden, da die Plätze zu vorgerückter Stunde nicht mehr als sicherer Aufenthaltsort gelten.

Savannah liegt rund 25 Kilometer von der Atlantikküste entfernt am Savannah River. Während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges blieb Savannah weitestgehend unversehrt, obwohl die Stadt im Jahr 1779 von Verbänden der nordamerikanischen und französischen Armee längere Zeit belagert wurde. Das gut erhaltene Stadtbild verdankt Savannah dem General Sherman, der die Stadt unzerstört ließ und Präsident Lincoln im Jahr 1864 als "Weihnachtsgeschenk" übergab. Das Klima in Savannah ist subtropisch und von heißen Sommern und milden Wintern geprägt. Die Stadt diente in der Vergangenheit bereits häufiger als Kulisse für erfolgreiche Filmproduktionen. Unter anderem wurden einzelne Sequenzen des Hollywood-Streifens "Forrest Gump" im Stadtzentrum gedreht. In einer Szene wartet der Schauspieler Tom Hanks an einer Bushaltestelle am Chippewa Square und sitzt dabei auf einer Bank. Die Bank befindet sich heute im historischen Museum von Savannah und kann dort im Originalzustand besichtigt werden.

Zu den Wahrzeichen der Stadt gehören die aufwendig restaurierten Straßenzüge am Riverfront Plaza and Factors’ Walk. Dabei handelt es sich um Straßen zwischen der Bay Street und der River Street mit alten Speichern und Passagen. Die Gebäude stammen aus dem 19. Jahrhundert und wurden in der Zeit des Baumwollbooms errichtet. Heute befinden sich in den attraktiven Bauwerken Restaurants, Bars und kleine Geschäfte. Hier befindet sich das lebhafte Zentrum von Savannah mit einem abwechslungsreichen Nachleben. Interessant ist ein Besuch im Schifffahrtsmuseum mit der Bezeichnung "Ships of the Sea". In den Ausstellungsräumen wird die Entwicklung der Stadt von einer kleinen Handelsniederlassung zu einem Zentrum des Baumwollhandels nachgezeichnet. Einen großen Platz nimmt die Schifffahrt in diesem Kontext ein. Rund um den City Market können Sie dem komplett restaurierten Stadtzentrum einen Besuch abstatten und die alten Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert bei einem Bummel bestaunen. Sehenswert sind in diesem Stadtteil das Pink House und zahlreiche historische Kirchen.

Zu den ältesten Sakralbauten in Savannah gehört die Kathedrale Cathedral of St. John the Baptist, deren Grundstein im frühen 19. Jahrhundert durch französische Einwanderer gelegt wurde. In dieser wie in vielen anderen Kirchen der Stadt finden regelmäßig traditionelle Gospelgottesdienste statt. Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Savannah gehören historische Forts, die eine große Rolle im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg spielten. Die Küstenfestung Fort James Jackson wurde im Jahr 1776 als kleines Verteidigungsbauwerk errichtet und im Jahr 1808 durch einen größeren Nachfolgebau ersetzt. Im Britisch-Amerikanischen Krieg war das Fort durchgehend besetzt und im Bürgerkrieg diente das Verteidigungsbauwerk den Bewohnern von Savannah als Zufluchtsort. Die Küstenfestung Fort Pulaski steht heute als amerikanisches Nationalmonument unter Denkmalschutz. Das Fort wurde in Ziegelbauweise errichtet und war im Jahr 1847 nach einer 18-jährigen Bauzeit fertiggestellt. Im amerikanischen Bürgerkrieg wurde die Anlage von den Truppenverbänden der Nordstaaten unter Artilleriebeschuss genommen. Die Einschläge der Kanonenkugeln im Mauerwerk sind noch heute an der rechten Flanke des Forts sichtbar.

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